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Armin Laschet über Corona-Gipfel: „Brauchen andere Methoden als Schließen und Öffnen“

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Von: Stefanie Knupp

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Plenum des Landtages in Düsseldorf
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht am Mittwoch im Plenum des Landtages (Archivfoto). © Federico Gambarini/dpa

Die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels mit Angela Merkel werden am Mittwoch Thema in Düsseldorf. NRW-Ministerpräsident unterrichtet den Landtag.

10:58 Uhr: Das reine Schließen sei an seine Grenzen gekommen. „Wir müssen jetzt ein neues Kapital aufschlagen.“

10:55 Uhr: Warum solle man nicht jemandem mit negativem Testergebnis ermöglichen, ins Kino oder ins Restaurant zu gehen?, fragt der Ministerpräsident. „Warum nicht einmal unter sicheren Bedingungen probieren: Kriegen wir das hin?“. Die NRW-Landesregierung will unmittelbar nach Ostern mit einem Konzept aus lückenlos negativen Testergebnissen, mit IT-gestützten Methoden zur Kontaktverfolgung in fünf bis sechs Modellregionen in NRW beginnen, rauszukommen aus dem Dauerkreislauf des Lockdowns.

Welche Kommunen zur Modellregion werden, kann Laschet noch nicht beantworten. Es werden aber Orte in Westfalen und im Rheinland sein, darunter große, mittlere und kleine Städte und Landkreise.

Corona in NRW: Armin Laschet ärgert sich über parteipolitisches „Hickhack“

10:50 Uhr: „Wir brauchen andere Methoden als Schließen und Öffnen.“ Deshalb wolle man die zeitlich befristeten Modellprojekte, die jetzt möglich seien, sehr schnell nach Ostern in NRW mögliche machen. „Wir brauchen Tübingen überall“, nennt Laschet eine Modellstadt, auch wenn das nicht als Kopie auf Deutschland zu übertragen sei.

10:32 Uhr: Offenbar sind die parteipolitischen Befindlichkeiten Laschet ein besonderer Dorn im Auge. „Es gibt Dinge, wo man sagen kann: Da läuft was falsch. Dann muss man das auch benennen, das wird auf jeder Ebene passieren. Aber wenn wir nur noch in dem Modus sind, über dieses Thema kleine parteipolitische Geländegewinne zu machen, werden wir diesen großen Gemeinschaftsgeist, den wir von Millionen Menschen erwarten nicht hinkriegen.“

10:30 Uhr: Es sei eine Legende, dass millionenfach Impfdosen rumliegen. „Hören sie auf damit, den Leuten das einzureden“, wird Laschet nach Zwischenrufen ungehalten. „Es gibt doch genug Themen, mit denen Sie Parteipolitik machen, aber doch nicht mit Impfdosen.“

10:18 Uhr: Mit 3000 Teststellen habe man in NRW so viele Teststellen wie in keinem anderen Land. Alle Schüler, Lehrkräfte und Erzieher sollen sich künftig zwei mal die Woche testen können. Das sei das Ziel.

10:15 Uhr: „Wir sollten, selbst wenn es rechtlich möglich ist, nicht verreisen.“ Laschet rät allen, auf Reisen zu verzichten. Auf den Zwischenruf eines Abgeordneten („Mallorca geht?“) reagiert Laschet sofort deutlich: „Nein, Mallorca geht nicht“.

Corona in NRW: Angela Merkel lädt kurzfristig zu Treffen ein

10:11 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat die Ministerpräsidenten kurzfristig für 11 Uhr zu einem Treffen eingeladen, das sagte Armin Laschet soeben im Landtag.

10:10 Uhr: Viele Menschen seien genervt, enttäuscht, frustriert von der Situation. „Ich verstehe das“, beginnt Armin Laschet seine Unterrichtung. „Die Mutante hat eine neue Pandemie gleichsam entstehen lassen.“ Sie sei von viel größerer Dynamik.

Erstmeldung vom 24. März, 9:30 Uhr: Düsseldorf – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet unterrichtet am heutigen Mittwoch (24. März) den Landtag über die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels mit Angela Merkel am vergangenen Montag. Die Bundeskanzlerin und die Länderchefs hatten einen Knallhart-Lockdown über Ostern beschlossen. Die wichtigsten Aussagen gibt es ab 10 Uhr in unserem Liveticker.

Auch Nordrhein-Westfalen wird die „Notbremse“ bei den Corona-Öffnungen „eins zu eins umsetzen“. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet bereits an. Der Lockdown betrifft erstmals auch die Supermärkte. Über Ostern bleiben die Supermärkte geschlossen – die Ausnahme: Karsamstag. (sk)

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