Es fehlt Perspektive

Corona in NRW: Dehoga Nordrhein fordert Öffnung der Biergärten – „lieber kontrolliert statt wildes Picknick“

+
Abgesperrte Tische und Stühle vor einem Restaurant. Der Dehoga Nordrhein fordert von der Politik endlich eine Öffnungsstrategie. (Symbolfoto)

Während andere Branchen am 1. März in NRW öffnen dürfen, gucken die Gastronomen in die Röhre. Der Dehoga Nordrhein fordert von der Politik, eine Öffnung zu ermöglichen.

Köln – „Ohne Perspektive geben wir den Löffel ab“ – unter diesem Motto hat die Dehoga Nordrhein am Freitag in Köln eine Strategie zur Wiedereröffnung des Gastgewerbes gefordert. Geschäftsführer Christoph Becker betonte, die Forderung sei nicht, dass morgen alles wieder öffnen dürfe. Die Politik sich aber endlich darüber Gedanken machen, wie mit dem Virus künftig umgegangen werde. Denn: „Wir werden das Virus nicht mehr wegbekommen.“ Während etwa Friseure auch in NRW am 1. März wieder öffnen dürfen, gibt es für die Gastronomie und Hotels nach wie vor keine Perspektive auf eine baldige Öffnung.

In wenigen Tagen ist der nächste Corona-Gipfel anberaumt. Während Experten eine dritte Corona-Welle befürchten, beginnen die Debatten um eine Öffnungsstrategie. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat angekündigt, dass er Öffnungen unabhängig von Inzidenzwerten vorantreiben will.

Dehoga Nordrhein: Gastgewerbe und Hotels in NRW müssen unter Auflagen öffnen dürfen

Deshalb müssten jetzt schnell Strategien entwickelt werden, wie das Gastgewerbe kontrolliert wieder öffnen könne. Die derzeitige Situation mache teilweise überhaupt keinen Sinn. So habe der Hotel- und Gaststättenverband kein Verständnis dafür, dass private Übernachtungen in Hotels verboten seien. „Mir persönlich ist es so gegangen: Wir wollten unsere Kinder und Enkelkinder besuchen fahren, aber natürlich nur unter der Prämisse, dass wir unser eigenes Hotelzimmer haben“, erzählt Becker. „Nachdem die Politik das verboten hat, haben wir Weihnachten darauf verzichtet, weil wir gesagt haben: Die Gefahr, auf der Couch bei den Kindern zu schlafen, ist viel zu groß.“

Bereits Anfang Februar hatte der Dehoga NRW endlich eine Öffnung von Gastronomie und Hotels gefordert und dafür einen Stufenplan vorgelegt.

Dehoga Nordrhein: lieber Biergarten mit kontrolliertem Verhalten als wilde Picknicks am Rheinufer

Zurzeit sehe man, dass die Menschen nach draußen strömten. „Und bevor jetzt alle auf den Rheinwiesen unkontrolliert ihre Picknickkörbe auspacken, lasst uns doch zumindest die Biergärten wieder öffnen, damit die Leute dort auf Abstand und nachverfolgbar in Ruhe etwas essen und trinken können. Das ist aus unserer Sicht sicherer als das, was derzeit draußen passiert.“

Damit spielt Becker auf den Andrang von Menschen am Rheinufer etwa in Köln oder Düsseldorf am vergangenen Wochenende an. In Düsseldorf war es so voll, dass die Freitreppe am Burgplatz gesperrt werden musste. Auch am Rheinufer in Köln herrschte viel Gedränge, aber auf Abstände wurde kaum geachtet. Aus diesem Grund haben Köln, Düsseldorf und andere Städte die Corona-Regelungen verschärft.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion