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Corona-Frust: Psychische Reserven gehen zu Neige – was eine Expertin jetzt rät

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Spaziergänger gehen am Ufer des Baldeneysee entlang
Im Frühling gibt es wieder mehr Möglichkeiten, sich draußen zu treffen (Symbolbild). © Caroline Seidel/dpa

Die Corona-Pandemie zerrt an den Nerven. Eine Aachener Psychotherapeutin rät dazu, positive Perspektiven zu entwickeln.

Aachen/Berlin – Angesichts der angespannten Corona-Situation nach der Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen ist es nach Expertenansicht wichtig, positive Perspektiven zu entwickeln. „Es gibt verschiedene Impfstoffe, die Tage werden auf jeden Fall länger, das Wetter wird besser, man wird mehr Möglichkeiten haben, sich zu draußen zu sehen“, sagte die Aachener Psychotherapeutin Barbara Lubisch der Deutschen Presse-Agentur. Man könne sich auch in Erinnerung rufen, dass die Corona-Krise wahrscheinlich letztlich eine vorübergehende sei.

Corona: Menschen äußern ihren Frust in den Sozialen Medien

In den vergangenen Tagen hatten sich in den Sozialen Medien viele Menschen verzweifelt oder verärgert über die aktuelle Lage gezeigt – vor allem, nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vorübergehend aus Vorsicht gestoppt hatte. In Köln etwa mussten 8700 Impftermine abgesagt werden. „Es ist einfach anstrengend. Alles wie in einem Nebel“, schrieb etwa der Satiriker Jan Böhmermann bei Twitter.

Lubisch, Expertin der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung, sagte: „Es werden natürlich Erwartungen und Hoffnungen enttäuscht. Das muss man erst mal verdauen.“ Eine klare zeitliche Perspektive fehle. „Es geht schon wieder die Ungewissheit los: Wie geht es überhaupt weiter? Wann können wir wieder Feste feiern oder verreisen oder überhaupt nur Freunde treffen?“ Die psychischen Reserven vieler Menschen gingen allmählich zur Neige. Arztpraxen sollen in NRW ab Ende März gegen das Corona-Virus impfen dürfen. Die Kassenärztliche Vereinigung will auslosen, welche Praxis sich beteiligen darf. (dpa)

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