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Corona in NRW: Gastroverband fordert verlässliche Perspektiven und legt Stufenplan zur Öffnung vor

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Von: Stefanie Knupp

Tische und Stühle stehen abgesperrt vor einem Restaurant.
Seit November ist die Gastronomie dicht. Wann geht es weiter? © Hauke-Christian Dittrich/picture alliance/ dpa

Der Dehoga NRW fordert von der Politik Perspektiven für die Gastronomie und legt selbst einen Plan vor. Dabei geht es nicht um konkrete Termine sondern Zielgrößen.

Neuss – Die Gastronomie gehört zu den am stärksten getroffenen Branchen des Lockdowns. Restaurants, Bars, Kneipen und Clubs sind seit Monaten geschlossen. Viele mussten ganz die Segel streichen und wegen der Corona-Pandemie aufgeben. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) NRW appelliert jetzt an die Politik, konkrete verlässliche Öffnungsperspektiven für die Gastronomie vorzulegen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Verbandes hervor.

Bundesregierung und Länder müssten sich „auf einen abgestimmten einheitlichen Plan verständigen, in dem auch Gastronomie und Hotellerie berücksichtigt werden“, erklärte der Präsident des Dehoga NRW, Bernd Niemeier. Es gehe nicht um einen fixen Termin, sondern um die Festlegung von Zielgrößen, ab denen wieder geöffnet werden könne.

Gastronomie in NRW: Dehoga legt Stufenplan zur Öffnung vor

„Wir waren im November die Ersten, die geschlossen wurden. Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, dass wir wieder die Letzten sein müssen, die öffnen dürfen“, so Niemeier weiter. Es gebe bereits bestehende Hygienekonzepte in der Branche, die funktioniert hätten. „Warum sollen sie jetzt nicht wieder funktionieren?“.

Der Dehoga NRW hat auch einen konkreten Vorschlag in Form eines Vier-Stufen-Plans erarbeitet, der sich nach der Inzidenzzahl richtet. Der Wert war NRW-weit in den vergangenen Tagen gesunken. Im Wesentlichen sieht der Vorschlag Folgendes vor:

Corona in NRW: Das ist der Dehoga-Vorschlag für die Öffnung der Gastronomie

Corona: Gastgewerbe in NRW leidet unter der Pandemie

Bei allen Schritten werden immer die bisherigen und aktuellen Schutzkonzepte und Hygieneregeln berücksichtigt. „Die Gesundheit und Sicherheit der Gäste, Mitarbeiter und Gastgeber haben für uns weiter oberste Priorität!“, heißt es in dem Papier.

Das Gastgewerbe in NRW hat unter der Corona-Krise stark gelitten. Es verzeichnete im November 2020 einen Umsatzrückgang von fast 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Viele Wirte halten sich mit Abhol- und Lieferservices über Wasser. Das Modell könnte auch nach der Krise eine Zukunft haben. (sk mit dpa)

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