1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

„Inakzeptabel“: Gastroverband droht mit Klage bei andauerndem Lockdown in NRW

Erstellt:

Ein Mann geht auf dem Heumarkt an zusammengestellten Tischen und Stühlen eines geschlossenen Restaurants vorbei
Gähnende Leere am Kölner Heumarkt: Wann gibt es hier wieder Außengastronomie? (Symbolbild) © Oliver Berg/picture alliance/dpa

Der Dehoga Nordrhein hat sich im Vorfeld des Bund-Länder-Gipfels geäußert. Der Gastroverband erwägt nun eine Klage gegen die mögliche Lockdown-Verlängerung.

Köln – Der nordrheinische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) droht vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern mit einer Klage gegen fortdauernde Schließungen von Hotels und Gaststätten vorzugehen. Der bekanntgewordene Beschlussvorschlag aus dem Kanzleramt zum Gastgewerbe sei inakzeptabel, teilte der Dehoga Nordrhein am Dienstag mit. Zahlreiche Mitgliedsunternehmen hätten den Verband aufgefordert, rechtlich gegen Verordnungen auf dieser Basis vorzugehen. Man wolle eine Kanzlei mit einer entsprechenden Klage beauftragen.

Corona in NRW: Dehoga fordert konkretes Öffnungsszenario

Es brauche konkrete Strategien, die eine dauerhafte Öffnung aller gastgewerblichen Betriebe ermöglichen, teilte der Verband in seiner Kritik an dem Entwurf mit. 45.000 Unternehmen allein in NRW würden weiter vertröstet. Die Politik unternehme „offensichtlich nichts, was Hotellerie und Gastronomie irgendeine Form von Hoffnung und Perspektiven gibt.“ Das Infektionsrisiko in vielen Branchenbereichen sei niedrig. Dies gelte für den Außenbereich, für Hotels, aber ähnlich auch für Restaurants mit Schutzkonzepten. „Deshalb ist ein konkretes Szenario innerhalb einer Öffnungsstrategie das Mindeste, was wir erwarten.“

Bereits Anfang Februar hatte der Dehoga NRW endlich eine Öffnung von Gastronomie und Hotels gefordert und dafür sogar selbst einen Stufenplan vorgelegt. Während etwa Friseure auch in NRW am 1. März wieder öffnen durften, gibt es für die Gastronomie und Hotels nach wie vor keine Perspektive auf eine baldige Öffnung.

Corona in NRW: Außenbereiche sollen erst ab einer stabilen Inzidenz unter 35 öffnen

Ein vorläufiges Beschlusspapier für die Bund-Länder-Runde am Mittwoch sieht unter anderem vor, dass Außenbereiche von Restaurants erst öffnen sollen, wenn die Inzidenz 14 Tage stabil bei unter 35 bleibt. Ab einem Wert, der noch festgelegt werden muss, könnte man aber zumindest mit Terminbuchung Essen gehen. Tests wären vorgeschrieben, wenn an einem Tisch Personen aus mehrere Hausständen sitzen. Über weitere Lockerungen etwa für Innenbereiche von Restaurants und die Hotellerie soll dem Beschlussentwurf zufolge erst bei der nächsten Bund-Länder-Runde beraten werden. (dpa/lnw)

Auch interessant