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Corona: NRW prüft Impfstoff-Rückgabe – ab August wird nach Bedarf geliefert

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Eine Person zieht mit Gummihandschuhen einen Corona-Vakzin in eine Spritze auf.
NRW prüft derzeit die Rückgabe von Impfstoffen (Symbolbild). © Fabian Sommer/dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen prüft derzeit die Impfstoff-Rückgabe an den Bund. Bisher sei kein Impfstoff im Lager verfallen.

Düsseldorf – Vor dem Hintergrund einer bundesweit nachlassenden Impfnachfrage geben erste Bundesländer ungenutzte Corona-Impfstoffdosen an den Bund zurück. Nordrhein-Westfalen behält diese Möglichkeit im Blick, bis die Lieferungen demnächst stärker auf den Bedarf ausgerichtet werden. Das NRW-Gesundheitsministerium prüfe derzeit, ob und wie viele Impfstoffdosen an den Bund zurückgegeben werden können, sagte ein Sprecher des Landesministeriums der dpa.

Corona in NRW: Impfstoff-Lieferung ab August am Bedarf ausgerichtet

Keine der im Lager des Landes NRW befindlichen Impfdosen seien bisher verfallen, erklärte er. Die Impfdosen würden rechtzeitig an die Impfzentren ausgeliefert. Die Impfzentren seien aufgefordert, vom Verfall bedrohte Impfdosen rechtzeitig zurückzuführen. Die Hausärzte und Betriebsärzte erhielten hingegen direkt vom Bund den Impfstoff.

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums werden die Lieferungen an die kreisfreien Städte und Kreise ab Mitte August am Bedarf ausgerichtet statt an einem festen Verteilungsschlüssel. Anhand der Terminbuchungen und Erfahrungswerten vor Ort könne der jeweilige Bedarf der Impfzentren ermittelt werden. Bundesweit sei die Nachfrage nach Corona-Impfstoff rückläufig. Dies sei in NRW nicht anders. In Köln gibt es bei den Inzidenzen derzeit große Schwankungen. So liegen einige Stadtteile bei 0, andere bei über 300.

Corona: Hamburg und Berlin wollen Impfstoff zurückgeben

Hamburg und Berlin wollen nach eigenen Angaben Zehntausende Impfdosen zurückführen. In einem der dpa vorliegendem Schreiben hat das Bundesgesundheitsministerium den Ländern die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, ans Lager des Bundes zurückzugeben.

Die Impfstoffe sollten noch mindestens zwei Monate haltbar sein. Impfstoff aus Arztpraxen sowie von Betriebsärzten soll demnach nicht an den Bund zurückgeführt werden. Als Erstes sollen Covid-19-Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson an den Bund zurückgehen, die in Verteilzentren gelagert und diese seit Lieferung durch den Bund nicht verlassen haben.

Auch Niedersachsen hält Impfstoffretouren an den Bund für wahrscheinlich. Das Gesundheitsministerium von Schleswig-Holstein prüft nach eigenen Angaben noch eine Rückgabe von Impfdosen. In Rheinland-Pfalz ist eine Rückgabe von Impfdosen im Moment noch kein Thema. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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