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Corona in NRW: Kitas ab Montag wieder im Regelbetrieb

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Kinder laufen in der Kindertagesstätte, Kita Morgenland durch den Flur.
Die Kitas in NRW laufen ab Montag (7. Juni) wieder auf Hochtouren. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Große Freude für Familien in NRW: Die Kitas im Land laufen ab Montag (7. Juni) wieder im Regelbetrieb und damit auf Hochtouren – dank gesunkener Corona-Inzidenzen.

Düsseldorf – Am Montag kehren die Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen wieder zum Regelbetrieb zurück. Das heißt: volle Betreuungsstundenzahl und Ende der Gruppentrennung. Für viele berufstätige Eltern endet damit ein Improvisationsmarathon und die Kinder dürfen wieder in ihren gewohnten Gruppen zusammen spielen.

„Eine unbeschwerte Kindheit, wie Eltern sie sich für ihre Kinder wünschen, war in dem vergangenen Jahr kaum möglich“, schreibt Familienminister Joachim Stamp (FDP) in seinem jüngsten Elternbrief. „Mir als Familienminister ist bewusst, dass die Pandemie Sie als Eltern und als Familie vielfach an ihre Belastungsgrenzen gebracht hat. Wir haben Ihnen viel zugemutet.“

Kitas in NRW: Verband fordert Corona-Aufholprogramm

Der Deutsche Kitaverband hat bereits ein Corona-Aufholprogramm auch für Kindergartenkinder gefordert. Es sei falsch, sich nur auf das Aufholen von Lernleistungen in den Schulen zu konzentrieren. Nötig seien Projekte zur Freizeitgestaltung für Familien und Kinder auch unter sechs Jahren, vorrangiger Zugang zu Sporteinrichtungen und Schwimmbädern für Kinder sowie zusätzliche Sozialarbeit auch für Kitas.

Stamp erklärte, die Entwicklung der Coronazahlen erlaube es jetzt, den Kindern ihren Alltag, ihre Kontakte und ihre Bildungsangebote zurückzugeben. „Das bedeutet keinesfalls das Ende der Pandemie“, mahnte er. Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Coronabetreuungsverordnung seien weiter zu befolgen. Das freiwillige Testangebot für Kinder und Beschäftigte sowie Kindertagespflegepersonen werde fortgesetzt.

Corona in NRW: Lolli-Schnelltests jetzt auch in Kitas

Neu dabei: Die Kleinen können inzwischen mit den angenehmeren Lolli-Schnelltests, die bereits seit dem 10. Mai in den Grund- und Förderschulen in NRW eingesetzt werden, statt mit Stäbchentests auf das Coronavirus getestet werden. Stamp appellierte an die Eltern: „Bitte nutzen Sie die Möglichkeiten und testen Sie Ihre Kinder konsequent zweimal wöchentlich. Denn regelmäßige Tests bringen mehr Sicherheit für alle Beteiligten, für das Personal, das Ihre Kinder betreut, aber auch für Ihre privaten Kontakte.“ Die Tests werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bei der sogenannten Lolli-Methode muss kein Stäbchen in die Nase oder tiefer in den Rachen geführt werden. Kinder lutschen stattdessen an einem Abstrichtupfer – dem „Lolli“. Ein elfwöchiges Pilotprojekt in Kitas in Köln hatte 87 Corona-Infektionen zutage gefördert.

Bei den Beiträgen bleibt es dabei, dass die Eltern für das erste Halbjahr insgesamt nur die Hälfte der üblichen Summe bezahlen müssen. Dabei werden voll erstattete und normal bezahlte Monatsbeiträge zwischen Januar und Juni gegengerechnet.

NRW-Kommunen weit von Grenzwert für Bundesnotbremse entfernt

Grundsätzlich gilt bis zum Monatsende noch die Bundesnotbremse. Das heißt, falls in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 165 überschritten würde, müsste am übernächsten Tag in die Notbetreuung gewechselt werden, und zwar für Familien, die schriftlich ihren ausdrücklichen Bedarf erklären. Von solchen Werten sind inzwischen aber alle Kommunen in NRW weit entfernt.

Bis Ende Februar hatte es in NRW einen eingeschränkten Kita-Betrieb gegeben, bei dem an die Eltern lediglich appelliert worden war, die Kinder zu Hause zu betreuen. Zudem wurde die Betreuungszeit gekürzt. Danach wurden alle Kinder wieder in die Einrichtungen gelassen – bei weiter gekürzter Betreuungsstundenzahl, wenn die Kitas das wollten. Ab Ende April hatte dann in den meisten Kommunen in NRW die Notbremse gezogen. (dpa/lnw)

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