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Corona in NRW: Armin Laschet fordert Impfen „unter Hochdruck“ und „Brückenlockdown“

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Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz im Aachener Impfzentrum.
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht während der Pressekonferenz im Aachener Impfzentrum. © David Young/dpa

Um die dritte Corona-Welle zu bekämpfen, forderte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz am Ostermontag einen „Brückenlockdown“.

Update vom 5. April, 16:10 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich im Kampf gegen das Coronavirus für ein Impfen „unter Hochdruck“ ausgesprochen. Das Impfen bleibe die stärkste Waffe. Noch vor Beginn der Sommerferien werde deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen mindestens ein Mal geimpft sein, sagte der CDU-Chef am Ostermontag nach dem Besuch eines Impfzentrums der Städteregion Aachen. Von Geimpften gehe nach Erkenntnis des Robert Koch-Instituts praktisch kaum mehr ein Risiko für die Verbreitung des Virus aus. „Wir wollen bis zum Ende des Aprils 20 Prozent aller Menschen geimpft haben“, sagte er. 

Im Zusammenhang mit dem von ihm vorgeschlagenen „Brückenlockdown“ sprach sich der CDU-Vorsitzende auch dafür aus, die Kontakte am Arbeitsplatz zu reduzieren. Es seien noch zu viele Menschen in Bewegung auf dem Weg zum Arbeitsplatz. „In diesen zwei, drei Wochen muss die Homeoffice-Offensive der deutschen Wirtschaft nochmal vorankommen“, sagte Laschet. Auf die Frage, wann die Maßnahmen beginnen könnten, sagte er, dies solle so schnell wie möglich geschehen. Wenn die Ministerpräsidentenkonferenz früher tage, könne dies schneller in Landesrecht umgesetzt werden.

Der Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, betonte in Aachen, die Infektionszahlen müssten niedriger werden. Deshalb seien Maßnahmen wie ein harter Lockdown notwendig. Die Vereinigung der Notfallmediziner begrüße daher die von Laschet angekündigten Maßnahmen, „was der einzige Weg ist zu einer neuen Normalität“. (bs/dpa)

Corona in NRW: Ministerpräsident Armin Laschet fordert „Brückenlockdown“ im April

Erstmeldung vom 5. April, 15:10 Uhr: Aachen – Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich angesichts der dritten Corona-Welle für einen harten und kurzen Lockdown im April ausgesprochen. Mit einem solchen „Brückenlockdown“ müsse die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien, sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Montag nach einem Besuch des Impfzentrums der Städteregion Aachen gemeinsam mit dem Präsidenten der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. Vor diesem Hintergrund sprach sich Laschet für ein Vorziehen der für den 12. April geplanten Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder auf die kommenden Tage aus.

Corona in NRW: Laschet erwägt nächtlich Ausgangsbeschränkungen

Die Lage erfordere es, „dass wir nochmal in vielen Bereichen nachlegen und uns Richtung Lockdown bewegen“, sagte Laschet. Er sei sich bei seiner Einschätzung mit vielen Ministerpräsidenten, der Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einig. Es seien nun mehr Tempo und klare Entscheidungen notwendig. Die Runde der Ministerpräsidenten mit Merkel müsse in dieser Woche in Präsenz tagen. „Wir dürfen nicht wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz erleben wie beim letzten Mal. Mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten.“

Gebraucht würden weniger private Kontakte, sagte Laschet mit Blick auf seine Forderung nach einem „Brückenlockdown“. Das könnten auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Diese seien ein effektives Mittel, um Kontakte im privaten Raum zu reduzieren. Zudem müsse man sich auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren – bei gleichzeitiger Absicherung durch flächendeckende und eng getaktete Tests. Ob nach den Osterferien allerdings ausreichend Tests in den Schulen zur Verfügung stehen werden, bezweifelt derzeit der Städtetag NRW.

Armin Laschet fordert mehr Homeoffice und Reduzierungen im Freizeitbereich

Mehr müsse zudem im Bereich Homeoffice getan werden. „Es sind immer noch viel zu viele Menschen in Bewegung zum Arbeitsplatz“, sagte Laschet. In den zwei bis drei Wochen des Lockdowns müsse die Homeoffice-Offensive der Wirtschaft nochmals vorankommen. Dazu werde die Bundesregierung diese Woche nochmals mit den Wirtschaftsverbänden auch über Testungen sprechen. Es müsse zudem bei der Schließung der Gastronomie bleiben, außerdem müsse es im gesamten Freizeitbereich nochmals eine Reduzierung geben. (bs/dpa)

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