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Corona in NRW: Selbsttests noch nicht an alle Schulen ausgeliefert

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Ein Corona-Selbsttest, fotografiert neben dem Etui eines Grundschülers.

Es soll für jeden Schüler im Präsenzunterricht eine Testpflicht mit zwei Selbsttests pro Woche geben. © Julian Stratenschulte/dpa

Für alle Schülerinnen und Schüler besteht seit Montag (12. April) eine Corona-Testpflicht. Doch die versprochenen Selbsttest-Lieferungen sind noch nicht an allen Schulen angekommen.

Update vom 12. April, 14:25 Uhr: Zum Unterrichtsbeginn nach den Osterferien am Montag haben noch nicht alle Schulen lückenlos die zugesagten Selbsttest-Lieferungen erhalten. Es gebe in NRW einzelne Ausnahmen, „bei denen eine Erreichbarkeit vor Ort nicht sichergestellt werden konnte“, ansonsten seien alle Schulen versorgt, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf. Es könne planmäßig im Laufe dieser Woche zweimal getestet werden. Das gilt zunächst für Schüler der Abschlussklassen und Kinder bis zu sechsten Klasse, für die eine Notbetreuung sichergestellt ist. Alle anderen Kinder und Jugendliche starteten im Homeschooling-Modus.

Wie es danach weitergeht, sei noch offen, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) im WDR. Das Infektionsgeschehen habe sich in den vergangenen Tagen nochmals dramatisch verändert. Laut Philologenverband NRW meldeten sich einige Abiturienten vom Präsenzunterricht ab, weil sie nicht riskieren wollten, sich anzustecken oder während der Prüfungen in Quarantäne gehen zu müssen. Die Tests seien noch nicht an allen Schulen angekommen.

„Die Lehrkräfte haben während der Beaufsichtigung der Tests ein sehr ungutes Gefühl, fühlen sich im Rahmen des Gesundheitsschutzes nicht sicher“, schilderte die Verbandsvorsitzende Sabine Mistler. Das treffe auch auf viele Schüler zu. Die Tests sollten vor dem Unterricht und durch geschulte Personen durchgeführt werden. (bs/dpa/lnw)

Schule in NRW: Corona-Testpflicht gilt auch für Kinder in Notbetreuung

Update vom 9. April, 16:45 Uhr: Die Corona-Testpflicht gilt ab der kommenden Woche auch für Schüler in der Notbetreuung in den nordrhein-westfälischen Schulen. Das stellte das Schulministerium am Freitag klar. Getestet werden müssen demnach Schüler in den Jahrgängen 1 bis 6, die an pädagogischen Betreuungsangeboten der Schulen teilnehmen.

Mit Ausnahme der Abschlussklassen müssen die meisten Schüler in NRW nach den Osterferien ab Montag zunächst von zu Hause aus lernen. Das Schulministerium hatte für zunächst eine Woche Distanzunterricht angeordnet.

Auch Schüler der Abitur- und Abschlussklassen, die im Präsenzunterricht seien, müssten auf das Virus getestet werden, hieß es weiter. Für den Präsenzbetrieb gibt es ab Montag eine Testpflicht mit zwei Selbsttests pro Woche. Das gilt für Schüler, Lehrer und das weitere Schulpersonal.

Schule in NRW: Entscheidung für Distanzunterricht liegt laut Ministerium nicht an fehlenden Tests

Das Schulministerium wies Spekulationen zurück, die Entscheidung für den Schulbetrieb im Distanzunterricht in der kommenden Woche sei aufgrund mangelnder Testmöglichkeiten in den Schulen getroffenen worden. Bereits vor den Osterferien seien an alle weiterführenden Schulen 1,5 Millionen Selbsttests für die ab Montag vorgesehenen Testungen versandt worden. Diese lägen „bereits seit Tagen einsatzbereit vor“ und kämen für die Abschlussklassen ab Montag auch zum Einsatz.

Weitere 5,5 Millionen Tests insbesondere für die Grund- und Förderschulen seien oder würden versandt und erreichten die Schulen bis zum Ende dieser Woche. Die anfänglichen Logistikprobleme seien mittlerweile abgestellt.

Corona in NRW: Notbetreuung und Selbsttests – immer noch offene Fragen an den Schulen

Erstmeldung vom 9. April, 12:17 Uhr: Düsseldorf – Unmittelbar vor Ende der Schulferien in NRW ist nach Worten einer Schulleiterin offen, ob auch für Kinder in der Notbetreuung eine Testpflicht gilt. In der Mail des Schulministeriums vom Donnerstag an alle Schulen stehe dazu nichts, bemängelte die Grundschulleiterin Cornelia Rathke aus Köln am Freitag im „Morgenecho“ auf WDR 5.

Die Frage sei offen: „Können Kinder ohne Selbsttest in die Notbetreuung kommen?“ Ihre Schule habe auch noch keine Selbsttests erhalten. Ihre Einrichtung wolle die Notbetreuung für voraussichtlich mindestens 100 Kinder trotz aller Unklarheiten ab Montag anbieten.

Corona in NRW: Schritt zum Distanzunterricht stellt Schulen vor Herausforderungen

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte am Donnerstag Distanzunterricht für zunächst eine Woche nach den Osterferien angekündigt. Ausgenommen vom Homeschooling sind nur die Abschlussklassen. Im Präsenzbetrieb soll eine Testpflicht mit zwei Selbsttests pro Woche in den Klassenräumen eingeführt werden.

Die Grundschulen seien überrascht worden von dieser Entscheidung, sagte Rathke. Denn: „Vor Ferienbeginn war die Ansage: Es geht weiter im Wechselunterricht.“ Nun stehe man kurzfristig vor neuen Planungsaufgaben. (bs/dpa/lnw)

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