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Corona in NRW: Mehr als sechs Millionen Geimpfte in NRW

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Ein junger Mann wird bei einer Sonder-Impf-Aktion im Kampf gegen das Coronavirus in der DITIB-Zentralmoschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld geimpft.
Die Impfkampagne gegen das Coronavirus läuft in NRW derzeit auf Hochtouren. © Henning Kaiser/dpa

Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden allein in NRW bereits mehr als 6,1 Millionen Menschen mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Düsseldorf – Sinkende Infektionszahlen, jeder Dritte mindestens einmal geimpft, ein erstes Freibad geöffnet und weitere Lockerungen in Sicht: In der Corona-Krise gibt es in Nordrhein-Westfalen positive Entwicklungen.

Mehr als 6,1 Millionen Menschen haben im bevölkerungsreichsten Bundesland mindestens eine Erstimpfung gegen Corona erhalten, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht. Daraus ergibt sich eine Impfquote von 34 Prozent. Vollständig geimpft waren bis Freitag 1,5 Millionen Menschen. Das sind 8,4 Prozent der Einwohner von NRW.

Der Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen setzte sich fort und lag am Samstagmorgen bei 133,0 je 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 138,3 gelegen. Diese Kennziffer für die Entwicklung der Corona-Pandemie ist inzwischen auf den niedrigsten Wert seit Ende Oktober vergangenen Jahres gesunken. Danach war sie bis zum 26. April bis auf den NRW-Höchstwert von 186,8 gestiegen.

Corona in NRW: Sonderimpfaktionen in Köln und Münster

Die höchste Infektionsrate gab es den RKI-Zahlen vom Samstag zufolge in Leverkusen mit 258,4. Über der Marke von 165, die für die Schließung von Schulen und Kitas entscheidend ist, lagen noch 13 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Die für die Bundes-Notbremse entscheidende Schwelle von 100 unterschritten 12 Kreise und kreisfreie Städte.

Großen Andrang erlebte am Samstag eine Sonderimpfaktion in der Kölner DITIB-Zentralmoschee. Schon am Samstagmorgen hatte sich eine lange Warteschlange gebildet. In der Moschee können sich bis Sonntag Bürger ohne Terminbuchung impfen lassen. Die Aktion in Regie der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist nicht auf Mitglieder der muslimischen Gemeinde beschränkt, sondern offen für alle. Es stehen 2000 Impfdosen zur Verfügung, bei denen es sich um einen Überschuss aus dem Kölner Impfzentrum handele, hatte eine Impfärztin berichtet.

Auch in Münster gab es eine Sonderimpfaktion im Stadtteil Coerde, wo die Inzidenz im Unterschied zum gesamten Stadtgebiet hoch ist. Dort sollten sich 600 Menschen impfen lassen können. Münster hat mit 55,8 den landesweit niedrigsten Infektionswert.

Coronavirus: Hohe Nachfrage nach Impfterminen in NRW

Die Nachfrage nach Impfterminen ist nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums hoch. In den Impfzentren seien fast alle Termine im Mai ausgebucht. Insgesamt sollen dort in diesem Monat rund 750.000 Erst- und 1,25 Millionen Zweitimpfungen vorgenommen werden. Damit sei der für NRW vom Bund für den Monat Mai zur Verfügung gestellte Impfstoff für Impfzentren vollständig verplant.

Mit dem Buchungsstart für die Priorisierungsgruppe 3 können in einem Impfzentrum neben bestimmten Berufsgruppen auch Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie Eltern schwer chronisch kranker Minderjähriger, die selbst nicht geimpft werden können, Termine vereinbaren.

Außerdem sei in den kommenden Wochen bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten mit einer Steigerung der Terminkapazitäten zu rechnen, teilte das Ministerium weiter mit. Die Arztpraxen können inzwischen allen Personen den Astrazeneca-Impfstoff unabhängig von Alter und Priorisierung anbieten.

Corona in NRW: Kreis Coesfeld öffnet erstes Schwimmbad

Erstmals seit über einem halben Jahr ist am Samstag in NRW wieder ein Schwimmbad für den Publikumsverkehr geöffnet worden: im Rahmen eines Modellversuchs ein beheiztes Freibad im münsterländischen Billerbeck (Kreis Coesfeld). Der Kreis Coesfeld ist eine von mehreren Modellkommunen in NRW, in denen unterhalb einer beständigen Wocheninzidenz von 100 bestimmte Öffnungen erlaubt sind.

Im Rahmen des Modellprojekts sollen am Mittwoch auch erste Straßencafés wieder öffnen. In Lippstadt und Soest dürfen dann in den Innenstädten wieder Gäste in der Außengastronomie bewirtet werden. Die Besucher müssen sich vorher angemeldet und einen Tisch reserviert haben und sie müssen ein negatives Corona-Testergebnis mitbringen. Dem gleichgestellt sind vollständig Geimpfte oder Genesene. Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen an einem Tisch sitzen. (dpa/lnw)

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