Neue Regelungen

Überblick: Termin-Shopping, Zoo-Besuch, Kosmetik – was ab Montag wieder öffnet

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Mit den neuen Corona-Regelungen ist ab Montag in NRW Shopping wieder möglich. Allerdings nur mit einer bestimmten Kundenanzahl. Bei einer Wocheninzidenz über 50 wird zudem ein

Ein Besuch im Zoo, Jeans im Laden kaufen: Was mit den neuen Corona-Regelungen in NRW ab Montag wieder alles möglich ist, und was es zu beachten gilt, verrät der große Überblick.

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen setzt die jüngsten Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) praktisch eins zu eins um. Ab Montag, dem 8. März, ist – wenn das Infektionsgeschehen so bleibt wie bisher – unter anderem Shoppen in bisher geschlossenen Läden mit Termin und Zeitfenster erlaubt. Auch zur Gesichtskosmetik dürfen die Menschen wieder – aber nur mit negativem Corona-Test. Allerdings: Die Regelungen hängen von der Sieben-Tage-Inzidenz in den Städten und Regionen in NRW ab.

Rücknahme der Lockerungen ab dem 29. März

Wie Ministerpräsident Armin Laschet nach dem Corona-Gipfel bekannt gab, wird die „Notbremse“ auch in Nordrhein-Westfalen zeitnah umgesetzt werden. Dadurch werden bereits erfolgte Lockerungen wie die Öffnungen von Geschäften, Museen und Sportanlagen zurückgenommen. Die Neuregelungen sollen ab dem 29. März gelten. Bis dahin bleibe die bisherige Corona-Schutzverordnung gültig, sagte Laschet.

Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in bestimmten Regionen wieder über 100, dann greift die „Notbremse“ sind alle bisherigen Öffnungsschritte hinfällig und die vorherigen strengen Regelungen gelten wieder.

Corona in NRW: Was im Einzelhandel unter bestimmten Auflagen wieder möglich ist

Der gesamte Einzelhandel darf auch in NRW wieder öffnen. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen. Und auch Baumärkte in NRW könnten wieder öffnen mit Blick auf die aktuellen Regelungen. Nicht klar ist allerdings, ob sie das auch tun. Bei kleineren Läden ist ein Kunde pro 10 Quadratmeter Fläche möglich, bei Läden ab 800 Quadratmetern darf ein Kunde pro 20 Quadratmeter Fläche eingelassen werden.

Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels dürfen nun Termin-Shopping („Click & Meet“) anbieten, unter der Voraussetzung, die Anzahl gleichzeitig anwesender Kundinnen und Kunden auf einen Kunden pro 40 Quadratmeter zu beschränken. Eine vorherige Terminbuchung und eine zeitliche Begrenzung des Aufenthalts sind dabei zwingend notwendig. Wie Click & Meet genau funktioniert und was es zu beachten gibt, hat 24RHEIN zusammengetragen.

Generell gilt, dass in Innenräumen und damit auch beim Shopping eine Maske, wahlweise eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske getragen werden muss.

Corona in NRW: Körpernahe Dienstleistungen, Museen, Galerien und Zoos dürfen wieder besucht werden

Sogenannte körpernahe Dienstleistungen, zu denen auch Kosmetik zählt, sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Dabei muss aber eine medizinische oder eine FFP2-Maske getragen werden. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine Maske tragen kann – zum Beispiel bei Gesichtskosmetik – ist laut Gesundheitsministerium „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig. Auch das Personal muss regelmäßig getestet werden.

Ob SchnelltestsDiscounter Aldi verkauft Schnelltests ab Samstag (6. März) deutschlandweit in seinen Supermärkten – auch vor Ort gemacht werden können oder vorher von offizieller Seite aus belegt werden müssen, blieb zunächst unklar.

Museen, Galerien, Schlösser und Zoos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. So hat der Kölner Zoo angekündigt, am 12. März wieder aufzumachen und Besucher zu empfangen. Der Allwetterzoo in Münster und der Zoo in Wuppertal wollen bereits am Montag, 8. März, wieder öffnen. Obwohl die Öffnung wieder möglich ist, machte der Krefelder Zoo in einem Facebook-Post seinem Ärger Luft. Stein des Anstoßes ist die geforderte Terminvergabe für die Zoobesuche. So müsse der Zoo erstmal ein entsprechendes Buchungssystem einrichten, um das zu ermöglichen.

Die Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen mindesten eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten.

Neue Coronaregeln in NRW: Das geht bei Treffen im Freien, Sport draußen und Musikunterricht

Treffen im öffentlichen Raum sind wieder mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten – unabhängig von den Wohnverhältnissen – als ein Hausstand. Im Freien dürfen zudem höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam kontaktfreien Sport ausüben. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahren) mit bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sind erlaubt.

Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt.

Neue Corona-Regeln in NRW: Weitere Lockerungen für Regionen mit niedrigen Inzidenzen?

Inwieweit es weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz geben könnte, steht noch nicht fest. Die Landesregierung prüfe noch, „inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

Während viele Branchen nun wieder öffnen können, wissen Gastronomen und Hoteliers in NRW nach wie vor nicht, wie es weitergehen soll. Eine Entscheidung dazu ist beim nächsten Bund-Länder-Gipfel am 22. März zu erwarten. Die Geduld ist bei den Betroffenen aber mittlerweile erschöpft. Der Dehoga Nordrhein zieht sogar eine Klage gegen die anhaltenden Schließungen in Erwägung. (dpa/lys)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 23. März inhaltlich ergänzt und aktualisiert.

  • Ergänzung: Rücknahme der Öffnung von Geschäften, Museen und Sportanlagen

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