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Corona-Lockerungen: Welche Regeln ab 20. März gelten könnten

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Von: Max Müller

Ab dem 20. März sollen die meisten Corona-Maßnahmen aufgehoben werden. Bleiben soll ein Basisschutz, zudem wird die „Hotspot“-Regelung wichtig. Was bedeutet das?

Köln – Der 20. März 2022 rückt immer näher. Es ist der Tag, der inoffiziell als „Freedom Day“ gilt: Ab diesem Datum sollen fast alle Corona-Maßnahmen – zum Beispiel die Maskenpflicht in Geschäften und Supermärkten – fallen, wenn es die Lage in den Kliniken zulässt. Ein paar Ausnahmen werden bleiben – außerdem ist bereits jetzt klar, dass die Situation im Herbst angesichts drohender Wellen neu bewertet wird.

Corona: Regel-Lockerungen trotz steigender Zahlen

Am 19. März 2022 läuft das Infektionsschutzgesetz in seiner bisherigen Fassung aus. Angesichts der aktuellen Zahlen wird Kritik an den geplanten Lockerungen laut. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte am Montag (14. März 2022) nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1543,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1526,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1259,2 (Vormonat: 1459,8).

Eine weiße FFP2-Maske hängt an einem Haken.
Die Maske wird uns weiter im Alltag begleiten. © Daniel Karmann/dpa

Corona-Regeln werden Ländersache – kommt die Hotspot-Regel?

Mit der neuen Rechtsgrundlage wird die Macht über neue Corona-Maßnahmen weitgehend an die Länder abgegeben. Welche Corona-Maßnahmen also künftig in NRW gelten, wird vor allem auch davon abhängen, wie die Landesregierung auf die Pandemie blickt. Mit der Hotspot-Regel soll gewährleistet werden, dass auch künftig regionale Einschränkungen möglich sind.

Was bedeutet die Hotspot-Regel?

Wenn sich regional eine Corona-Lage zuspitzt, sollen schärfere Auflagen verhängt werden können – unter der Voraussetzung, dass das Landesparlament es beschließt und dafür die „konkrete Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage“ feststellt. In einer „konkret zu benennenden Gebietskörperschaft“ (Stadtteile, Städte, Regionen oder Bundesländer) sollen dann extra Maßnahmen erlassen werden können: Maskenpflichten, Abstandsgebote, Hygienekonzepte sowie 2G- oder 3G-Regeln.

Neue Corona-Regeln: Was bedeutet Basisschutz?

Aus dem von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgelegten Entwurf geht hervor, dass trotz aller Lockerungen ein „Basisschutz“ bleiben soll. Dieser beinhaltet:

Die neuen Regelungen sollen bis zum 23. September 2022 gelten. Sollte eine „Herbstwelle“ drohen, könnte der Deutsche Bundestag dann Nachfolgeregelungen beschließen, erklärte Lauterbach. „Es ist klar: Die nächste Welle kann im Herbst oder Winter auf uns zurollen. Das sagen uns alle Experten und darauf müssen wir vorbereitet sein“, warnt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. (mm) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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