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Neue Corona-Regeln: Ab Herbst droht wieder Maskenpflicht – Pläne im Überblick

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Von: Benjamin Stroka

Maskenpflicht in Innenräumen und möglicherweise sogar Mindestabstände: Im Herbst soll es neue Corona-Regeln in Deutschland geben. Was geplant ist, im Überblick.

Berlin – In Deutschland drohen ab Oktober wieder verschärfte Corona-Regeln. So könnten die Bundesländer, also auch Nordrhein-Westfalen, dann wieder eine Maskenpflicht verhängen. Damit soll einer möglichen Corona-Welle im Herbst entgegengewirkt werden. Das Bundesgesundheitsministerium um Minister Karl Lauterbach (SPD) hat sich gemeinsam mit dem Bundesjustizministerium um Minister Marco Buschmann (FDP) auf einen entsprechenden Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz geeinigt. Die Regeln gelten bis Ostern 2023 (7. April 2023).

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Zutritt nur mit FFP2-Maske“ steht zusammen mit Desinfektionsmittel in einem Haushaltswarenladen
In Deutschland könnte ab Oktober wieder die Maskenpflicht in Innenräumen gelten (Archivbild). © Tobias Hase/dpa

Neue Corona-Regeln ab Herbst: Die geplanten Regeln im Überblick

Geplante Corona-Regeln ab Oktober – bundesweit

► FFP2-Maskenpflicht in Bus, Bahn und in Flugzeugen

► FFP2-Maskenpflicht und Testpflicht (außer vor maximal drei Monaten geimpft oder genesen) in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen etc.

Mögliche Corona-Regeln ab Oktober: Das können die Bundesländer einzeln festlegen

► FFP2-Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen (z.B. Supermärkte)

► FFP2-Maskenpflicht oder aktueller Test (außer vor maximal drei Monaten geimpft oder genesen) in Restaurants, Bars, Kultur- und Freizeiteinrichtungen

► Tests in Schulen, Kitas etc.

► Maskenpflicht in Schulen ab der 5. Klasse; nur, wenn sonst keine Aufrechterhaltung des Präsenzbetriebs möglich ist

Mögliche Corona-Regeln ab Oktober: Bei stark steigenden Fallzahlen und nach Landtagsbeschluss

► FFP2-Maskenpflicht ohne Ausnahme in Innenräumen; Hygienekonzepte und Abstandsgebote in Innenräumen; Personenobergrenzen bei Veranstaltungen.

► FFP2-Maskenpflicht und Abstandsgebote bei Außenveranstaltungen

Hinweis: Alle Regeln gelten grundsätzlich vom 1. Oktober 2022 bis zum 7. April 2023.

Corona-Regeln ab Oktober: Kommt wieder die Maskenpflicht im Supermarkt?

Grundsätzlich soll bundesweit eine FFP2-Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flugzeugen gelten. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten dann sowohl eine Masken- als auch wieder eine Testpflicht (ebenfalls FFP2-Maske). Ob es darüber hinaus auch wieder eine Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen, beispielsweise in Supermärkten, gibt, können die Länder ab 1. Oktober selbst entscheiden.

Ausnahmen sind für Sportevents, Kulturveranstaltungen sowie Restaurants vorgesehen. Hier soll als Ersatz für die Maske auch ein aktueller Test oder ein Impf-/Genesenennachweis gelten, der nicht älter als drei Monate ist, gelten. „Frische Impfungen schützen stärker vor Übertragung. Ausreichend Impfstoff – auch auf neue Virusvarianten angepasste Impfstoffe – sowie die Impfkapazitäten werden bereitstehen“, heißt es in dem Entwurf.

Corona-Regeln ab Herbst: Vorerst keine 2G- oder 3G-Regeln geplant

Die Länder sollen auch die Möglichkeit bekommen, Tests in Schulen, Kitas und Einrichtungen zur Unterbringung von Asylbewerbern vorzuschreiben. Eine Maskenpflicht in der Schule ist nur vorgesehen, wenn sonst kein geregelter Präsenzunterricht möglich wäre – und auch dann nur ab dem fünften Schuljahr.

Noch schärfere Regeln sind möglich, falls ein Bundesland befürchtetet, dass sein Gesundheitssystem oder andere kritische Infrastruktur zusammenbricht. Dann sollen in diesen Ländern auch Maskenpflichten bei Veranstaltungen draußen möglich sein, falls Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Ausnahmen für Getestete, Geimpfte oder Genesene sind in diesem Fall nicht vorgesehen. Zudem könnte es auch wieder Obergrenzen für Veranstaltungen in Innenräumen geben.

Generelle Zugangsbeschränkungen, also 2G- oder 3G-Regelungen, sieht der aktuelle Entwurf nicht vor. (bs mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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