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Corona-Variante Omikron: Ein Infizierter in NRW – wie sehr schützen Impfstoffe?

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Eine medizinische Angestellte arbeitet in einem Sequenzierungslabor des Directorate Of Medical And Rural Health Services.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das globale Risiko der neue Corona-Variante Omikron vorsorglich als „sehr hoch“ ein. (Symbolbild) © Sri Loganathan/dpa/ZUMA Press Wire

In Düsseldorf wurde die Corona-Variante Omikron nachgewiesen, zudem gibt es in NRW mehrere Verdachtsfälle. Ein Überblick, was bisher bekannt ist.

Köln – Die als „besorgniserregend“ eingestufte neue Corona-Variante Omikron ist nun erstmals auch in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden. Eine entsprechende Information der Stadt Düsseldorf wurde am Mittwochmorgen vom NRW-Gesundheitsministerium bestätigt. Eine sogenannte Gesamtgenomsequenzierung habe eine Infektion mit der Virus-Variante nachgewiesen, sagte ein Ministeriumssprecher.

Corona-Variante Omikron in NRW nachgewiesen – weitere Verdachtsfälle müssen überprüft werden

Wie die Stadt Düsseldorf weiter mitteilte, handle es sich bei der infizierten Person um einen Reiserückkehrer aus Südafrika. Geschlecht und Alter wurden nicht genannt. Zudem gibt es in Nordrhein-Westfalen immer mehr Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante. So meldeten die Behörden im Kreis Kleve am Niederrhein am Mittwoch insgesamt sieben Verdachtsfälle. Einen weiteren Omikron-Verdachtsfall meldete der Kreis Recklinghausen. Auch Düsseldorf meldete am Mittwochabend einen weiteren Verdachtsfall.

Coronavirus: Omikron-Variante nun auch in NRW – wie sehr schützen Impfstoffe?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Südafrika entdeckte Virus-Variante Omikron inzwischen als „besorgniserregend“ eingestuft. Laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC gibt es zudem ernsthafte Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringert. Zudem könnte das Risiko von Reinfektionen erhöht werden.

Schützen Impfstoffe gegen Corona-Variante Omikron? Biontech-Chef zuversichtlich, Moderna-Chef skeptisch

Biontech-Chef Ugur Sahin ist jedoch zuversichtlich, dass Corona-Impfstoffe auch im Fall von Omikron und folgenden weiteren Virus-Varianten vor schweren Krankheitsverläufen schützen werden. Der Mainzer Impfstoffhersteller arbeitet neben den laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. Erste Zwischenergebnisse dazu lägen noch nicht vor, sagte der Firmenchef.

Deutlich skeptischere Aussagen von Moderna-Chef Stephane Bancel zur Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe gegen Omikron hatten am Dienstag die Börsen belastet. Bancel sagte in der „Financial Times“, bestehende Impfstoffe dürften mit der Omikron-Variante ihre Probleme haben. Es werde wohl länger dauern, bis angepasste Vakzine in ausreichendem Umfang hergestellt werden könnten.

Coronavirus: Ein bestätigter Omikron-Fall in NRW – Landeskabinett verschärft Corona-Regeln

Das Land NRW hat nach Ministeriumsangaben vom Wochenende die Maßnahmen verschärft, um die Verbreitung der neuen Variante des Coronavirus zu verlangsamen. Die Gesundheitsämter seien informiert worden, dass auch für vollständig geimpfte Personen Quarantäne angeordnet werden soll, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand.

Das NRW-Kabinett hatte am Mittwochvormittag über strengere Auflagen im bevölkerungsreichsten Bundesland beraten und die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Schulen beschlossen. Zudem soll es ab kommenden Samstag Zuschauerbeschränkungen bei Großveranstaltungen geben, Clubs und Diskotheken werden wieder geschlossen.

Omikron breitet sich in der EU aus – in diesen Ländern gibt es schon Infizierte

Insgesamt gibt es in Deutschland aktuell neun bestätigte Infektionen mit der Virus-Variante Omikron. Aber auch in anderen EU-Ländern verbreitet sich das Virus bereits. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC meldete 16 Fälle in den Niederlanden, 14 in Portugal, 4 in Italien und Dänemark und 3 in Schweden und Österreich. In Spanien und Belgien wurden 2 Infizierte angegeben, in Tschechien wurde eine Omikron-Infektion bestätigt. (nb mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde am 1. Dezember aktualisiert. Neuerung: In Düsseldorf gibt es einen weiteren Verdachtsfall.

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