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NRW: Ärzte dürfen nun unbegrenzt Corona-Impfstoff bestellen – es gibt einen Haken

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Coronavirus - Impfung in Hausarztpraxis: Eine Krankenschwester füllt eine Spritze mit Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Covid-19.
München: In den Hausarztpraxen wird nun geimpft - doch die gelieferten Mengen schaffen die Mediziner sogar nebenbei. © Bodo Schackow/dpa

Es klingt wie eine gute Nachricht: Ärzte in NRW können nun Corona-Impfstoffe ohne Begrenzung bestellen, doch dadurch dürften manche weniger erhalten als zuvor.

Düsseldorf/Dortmund – Praxisärzte können derzeit erstmals Corona-Impfstoffe ohne Mengenbegrenzung für ihre Patienten bestellen. In der Summe aber kann das dazu führen, dass weniger Impfstoff als gewünscht geliefert wird – auch in Nordrhein-Westfalen. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung (KVNO) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur hin.

Corona in NRW: Manche Ärzte erhalten nun geringere Impfstoff-Mengen als zuvor

„Die tatsächliche Liefermenge an Impfstoffen pro Arzt hängt – trotz formalen Entfalls der Höchstbestellmengen – prinzipiell weiterhin von der Anzahl der insgesamt bestellenden Ärzte der Region ab“, heißt es in der Antwort der KVNO. Das bedeutet: Eine Praxis, in deren Umfeld jetzt für die Zeit vom 5. bis 11. Juli ebenfalls viel bestellt wird, bekommt unterm Strich weniger als vor der aufgehobenen Mengenbegrenzung. Außerdem spiele die Zahl der Zweitimpfungen eine Rolle, die vorrangig behandelt werde.

Corona-Impfstoffe in NRW: Ärzte-Verband begrüßt Aufhebung – doch Menge generell nicht genügend

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung für Westfalen Lippe (KVWL) ist die Aufhebung grundsätzlich zu begrüßen. Die Praxen müssten sich nicht mehr selbst beschneiden bei der Planung und auch im Hinblick auf die Urlaubszeit so viel bestellen, wie wirklich benötigt werde.

Das sei ein Vorteil, könne aber auch zu Frust führen, wenn am Ende doch weniger kommt. „Generell gilt: Es ist nie genug Impfstoff da“, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der KVNO habe sich die Lage bei der Versorgung der Impfstoffe zuletzt leicht gebessert, aber die Menge sei noch immer nicht ausreichend.

Seit Samstag können sich auch in Impfzentren alle Menschen in NRW gegen das Coronavirus impfen lassen. Angesichts der Impfstoff-Menge dürfte nicht jeder Impfwillige zeitnah einen Termin erhalten. Erst Anfang bis Mitte Juni wurden in Impfzentren keine Erstimpfungen angeboten, da nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stand. (dpa/lnw)

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