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Alkohol, Sport, Rauchen: Was man nach einer Corona-Impfung beachten muss

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Von: Benjamin Stroka

Zwei Menschen prosten sich mit Bierflaschen zu.
Sollte man nach einer Corona-Impfung lieber auf ein Bier verzichten? (Symbolbild) © Westend61/IMAGO

Immer mehr Menschen in NRW sind gegen das Coronavirus geimpft. Doch das wirft auch viele Fragen auf. Was darf man unmittelbar nach der Impfung? Ein Überblick.

NRW – Die Impfkampagne gegen das Coronavirus läuft in Nordrhein-Westfalen auf Hochtouren. Mehr als die Hälfte der Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland wurden bereits geimpft, über 10 Millionen Menschen haben mindestens eine Erstimpfung erhalten. Seit dem 26. Juni können sich nun auch in Impfzentren alle Personen ab 16 Jahren gegen das Virus impfen lassen.

Doch die Impfungen sorgen weiterhin auch für zahlreiche Fragen bei den Bürgerinnen und Bürgern. Nicht nur, wann und wie man einen Impftermin bekommen kann, sondern auch wie man sich nach der Impfung eigentlich verhalten sollte. Darf man beispielsweise ohne schlechtes Gewissen Alkohol trinken oder eine Zigarette rauchen? Und wie sieht es mit Sport nach der Impfung aus?

Wie viel Sport darf ich nach der Impfung gegen das Coronavirus treiben?

Grundsätzlich können nach jeder Corona-Impfung sogenannte Impfreaktionen auftreten. Dazu gehören in den meisten Fällen Schmerzen an der Einstichstelle, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen sowie erhöhte Temperatur. Daher empfehlen Experten, sich nach einer Impfung gegen das Coronavirus zunächst etwas zu schonen. „Es spricht nichts gegen eine leichte körperliche Belastung. Übertreiben sollte man es allerdings nicht“, teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Website infektionsschutz.de mit. Sollten jedoch Impfreaktionen auftreten, sollte man mehrere Wochen auf Sport verzichten*, berichtet RUHR24*.

Man sollte aber extreme Ausdauersportarten oder Trainings mit hoher Gewichtsbelastung vermeiden. „Bei starker körperlicher Belastung kann es vorkommen, dass eine Impfreaktion – zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle – verstärkt wird“, heißt es dort weiter.

Alkohol und Zigaretten: Das ist nach der Impfung gegen das Coronavirus erlaubt

Zum Konsum von Alkohol vor oder nach einer Corona-Impfung gibt es keine festen Verhaltensempfehlungen, da es wissenschaftlich noch kaum untersucht wurde. Laut der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek habe Alkohol keinen großen Einfluss auf den Immunschutz. Im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“ sagte sie allerdings, dass es nicht ratsam sei, rund um einen Impftermin viel Alkohol zu trinken. „Große Mengen Alkohol sind schließlich Gift für den Körper. Und wenn der Körper nach einer Impfung mit der Immunabwehr beschäftigt ist, sollte man ihn nicht auch noch mit Giftstoffen belasten.“

Die BZgA betont zudem: „Besonders starker Alkoholkonsum kann die Immunantwort bei Infektionen einschränken und bei Impfungen möglicherweise auch die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Impfung beeinflussen“. Insgesamt kann man sagen: Geringe Mengen dürften in Ordnung gehen, ein Tringelage aber eher nicht.

Und wie ist es um die Zigarette nach der Impfung bestellt? Die Situation stellt sich ähnlich, wie auch beim Alkohol dar. Experten gehen zwar aktuell nicht von einem negativen Effekt auf den Impfschutz aus, aber das in Zigaretten enthaltene Nikotin ist genauso ein Giftstoff für den Körper wie Alkohol. Der Körper würde daher unnötiger Belastung ausgesetzt, weshalb man unmittelbar nach der Impfung am besten auf die Zigarette verzichten sollte.

Corona-Impfung: Welche Auswirkungen Medikamente und Schmerzmittel haben

Welchen Einfluss Medikamente und Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol auf eine Corona-Impfung haben, ist indes noch unklar. „Die Datenlage ist aktuell nicht ausreichend, um eine sichere Aussage hinsichtlich eines Einflusses der genannten Medikamente auf die Wirksamkeit der Impfstoffe treffen zu können“, heißt es beim Robert-Koch-Institut (RKI).

Expertinnen und Experten gehen anhand diverser Studien allerdings davon aus, dass das prophylaktische Einnehmen von fiebersenkenden oder schmerzlindernden Medikamenten vor der Impfung „nicht empfehlenswert ist“. Es gebe aber auch keine Anzeichen dafür, dass die Medikamente, wenn man sie beim Auftreten von Impfreaktionen oder Nebenwirkungen einnehme, negative Auswirkungen auf den Impferfolg haben.

Was sollte man grundsätzlich vor einer Corona-Impfung beachten?

Auch vor einer bevorstehenden Impfung gegen das Coronavirus gibt es einige Aspekte zu beachten. Laut BZgA sollte zu anderen Impfungen – wenn möglich – „ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach der Corona-Schutzimpfung liegen“. Geplante Operationen sollten, außer in dringenden Fällen, ebenfalls nicht unmittelbar vor oder nach einer Impfung durchgeführt werden. Hier empfiehlt die Behörde einen „Abstand von wenigen Tagen“ zur Corona-Impfung. Welche Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung normal sind*, berichtet 24hamburg*.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte das mit dem impfenden Fachpersonal besprechen. In den allermeisten Fällen, beispielsweise auch bei Blutgerinnungshemmern oder auch Immunsuppression, sind Impfungen aber trotzdem möglich. Übrigens: Vor einem Impftermin muss man grundsätzlich keinen Corona-Test machen. Eine Ausnahme gibt es allerdings, wenn man Krankheitssymptome zeigt. Ansonsten sollten etwaige Auffälligkeiten bei vergangenen Impfungen, besondere Allergien oder Krankheiten dem Fachpersonal vorher mitgetilt werden.

Neben den Impfungen in Impfzentren und bei Hausärzten gab es in NRW zuletzt auch immer wieder größer angelegte Sonderimpfaktionen. So wurden am Wochenende des 8. und 9. Mai in Köln mehr als 2500 Menschen in der DITIB-Zentralmoschee im Stadtteil Ehrenfeld geimpft. In diversen anderen Stadtteilen wie Köln-Chorweiler oder Köln-Kalk gab es Impfungen speziell für Menschen in sozial benachteiligten Vierteln mit besonders hoher Inzidenz. Ein ähnliches Projekt war ursprünglich auch in Düsseldorf geplant, doch das Land NRW erteilte dem eine Absage. (bs) *24hamburg und RUHR24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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