1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Corona-Impfungen in NRW: Ab Donnerstag für weitere Berufsgruppen geöffnet

Erstellt: Aktualisiert:

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei einer Pressekonferenz.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte die nächsten Schritte auf einer PK am Mittwoch. © Rolf Vennenbernd/dpa

Auf einer Pressekonferenz hat NRW-Gesundheitsminister Laumann bekannt gegeben, dass am Donnerstag (6. Mai) weitere Berufsgruppen Corona-Impfungen buchen können.

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen öffnet schon ab Donnerstag, dem 6. Mai, die Impfkampagne für weitere Berufsgruppen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. Die Impfpriorisierungsgruppe 3 werde nun per Erlass geöffnet, Termine könnten dann unter anderem von Impfwilligen vereinbart werden, die im Lebensmitteleinzelhandel, in der Justiz, der Steuerfahndung oder an weiterführenden Schulen beschäftigt sind. Das Gleiche gilt etwa auch für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie für Eltern schwer chronisch kranker Minderjähriger, die selbst nicht geimpft werden können.

Polizeibeschäftigte und Feuerwehrleute sind die nächsten in der Impf-Reihenfolge

Gebucht werden kann ab 8.00 Uhr morgens über die Portale der Kassenärztlichen Vereinigungen in einem Impfzentrum. In den Impfzentren werde es allerdings zunächst kein Angebot für über 60-Jährige außerhalb dieser speziellen Berufsgruppen geben, obwohl sie eigentlich derselben Priorisierungsgruppe 3 angehörten, erklärte Laumann. Sie könnten sich aber in den Arztpraxen mit Astrazeneca impfen lassen. Damit hätten sie einen guten Zugang zu einem wirksamen und für die Altersgruppe geeigneten Impfstoff.

Ab der zweiten Maihälfte könnten zusätzlich Beschäftigte der Polizei sowie der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr sowie des Katastrophenschutzes einen Termin im Impfzentrum vereinbaren, kündigte Laumann an. Auch die gezielten Impfungen in sozial benachteiligten Stadtteilen würden fortgesetzt. Ansonsten werde der Mai vor allem der Monat der Zweitimpfungen sein. Der schnelle Anstieg der Erstimpfungen im April werde sich so nicht fortsetzen lassen. In NRW sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts inzwischen 31 Prozent der Bevölkerung in NRW mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Vollständig geimpft sind in NRW laut den am Dienstag veröffentlichten Zahlen allerdings erst 7,9 Prozent in NRW. Das sind rund 1,4 Millionen von insgesamt fast sieben Millionen Geimpften im einwohnerstärksten Bundesland.

Einkaufen in NRW: Kein negativer Schnelltest mehr für Geimpfte nötig

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist oder bereits erkrankt war, profitiert in NRW bereits von ersten Erleichterungen. Etwa im Einzelhandel müssen Geimpfte und Genesene seit Montag keinen negativen Schnelltest mehr vorweisen. Allerdings sind gewisse Fristen einzuhalten. Damit hatte NRW wie andere Bundesländer nicht auf den Bund gewartet, sondern schon vorher erste Lockerungen erlaubt. (mo/dpa)

Auch interessant