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Laschet über traurigen Rekord – „Lage in NRW ist unverändert kritisch“

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Von: Oliver Schmitz

Armin Laschet hat sich erneut der Rückendeckung seines CDU-Vorstands versichert.

Armin Laschet ist von der aktuellen Strategie zur Corona-Bekämpfung überzeugt. © Rolf Vennenbernd/dpa

Erstmals seit seiner Wahl zum Unions-Kanzlerkandidaten trat Armin Laschet im Landtag auf. Dabei gab er sich zuversichtlich über die Corona-Entwicklung in den kommenden Wochen.

Update 11:07 Uhr: Zusammenfassung: NRW-Ministerpräsident hat sich in seiner Rede im Düsseldorfer Landtag am Mittwoch grundsätzlich sehr zufrieden mit der aktuellen Bekämpfung der Corona-Pandemie gezeigt. Insgesamt betonte er zwar die – insbesondere auf den Intensivstationen – zurzeit äußerst ernste Lage, jedoch sei immerhin das befürchtete exponentielle Wachstum ausgeblieben. Ein konsequenter Lockdown sei aber weiterhin dringend nötig. Aktuell und in Zukunft will die NRW-Landesregierung vor allem auf vier wichtige Pfeiler bei der Pandemie-Bekämpfung setzen: Lockdown, Steigerung der Impfquote, mehr Tests und Kontaktverfolgung.

Bei seiner Rede hobt Laschet vor allem die nun sehr erfolgreiche Impf-Strategie des Landes NRW hervor. Nicht nur habe man sein April-Ziel frühzeitig erreicht, sondern könnte am Mittwoch mit über 1 Millionen Corona-Impfungen einen neuen Rekord erreichen. Damit läge man umgerechnet bei einer Impfquote wie de USA, welche der NRW-Ministerpräsident als Vorbild nennt. In dem Zuge ist Laschet auch vom Vorgehen bei der Impfpriorisierung überzeugt. Zum Abschluss lässt der NRW-Ministerpräsident auf eine deutlich bessere Lage im Sommer hoffen. Sollte nun alles wie geplant ablaufen bzw. eingehalten werden, ist er davon überzeugt, dass dies eintreffen werde.

Laschet befürwortet Strategie der Impfpriorisierung und macht Hoffnung auf einen besseren Sommer

Update 10:35 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seine Rede beendet. Damit beenden wir den Liveticker and dieser Stelle.

Update 10:34 Uhr: „Wir sind auf den letzten Metern der Pandemie. Das Licht am Ende des Tunnels wird heller“, sagt Laschet. Wenn man laut dem NRW-Ministerpräsident alles richtig umsetzt, kann eine bessere Lage Sommer erwartet werden.

Update 10:34 Uhr: Für Laschet sind Testen und Kontaktnachverfolgung sind „ die Pfeiler für die Brücke in den Sommer“. In den letzten Wochen wurden rund 2,2 Millionen Menschen durch Bürgertests getestet. Darauf müsse man laut Laschet weiter aufbauen.

Update 10:33 Uhr: Für Laschet ist auch die „soziale Frage“ wichtig. Demnach solle an den Orten mehr geimpft werden, wo Menschen „enger aneinander leben“. Dabei setzt er auch auf Kommunikation Personen gegenüber, die noch eher skeptisch sind. „Wir werden einen Schwerpunkt mit Informationskampagnen setzen“.

Update 10:31 Uhr: Armin Laschet ist dagegen die Impfprioriserung jetzt schon aufzuheben. Denn die jetzt bald neue Priorisierungsgruppen 3 beinhaltet für Laschet „Menschen die es verdient haben“, dass man sie impfen lässt. Demnach verweist der Ministerpräsident auf die geplante Aufhebung im Juni.

Update 10:29 Uhr: Nun spricht Laschet über die aktuelle Debatte um „Impf-Privilegien“. Generell handelt es sich dabei viel mehr um bestehende Grundrechte und die Einschränkungen sollen laut dem Ministerpräsidenten „so schnell wie möglich zurückgenommen werden“.

Impfungen in NRW immer erfolgreicher – neue Impf-Rekord könnte am Mittwoch erreicht werden

Update 10:27 Uhr: Heute rechnet man sogar mit bis zu über einer Millionen Corona-Impfungen, was laut Laschet umgerechnet eine ähnliche Quote wie die USA wäre.

Update 10:25 Uhr: Laschet betont den „Impf-Erfolg“ von NRW. Die Impfquote liegt bereits über den geplanten Ziel von 20 Prozent bis Ende April. Dabei hebt Laschet die Hilfe der Hausärzte hervor, die einen großen Teil dazu beigetragen haben.

Update 10:24 Uhr: „Bei den über 80-Jährigen gibt es einen Rückgang von 66 Prozent und bei über 90-Jährigen Rückgang sogar von über 80 Prozent“, erklärt Laschet und meint: „Die Impfungen wirken“. Für ihn war demnach die Impf-Priorisierung wichtig und richtig.

„Konsequenter Lockdown ist weiter nötig“ – Laschet setzt auf vier Pfeiler für Pandemie-Bekämpfung

Update 10:23 Uhr: Für Laschet ist die Bundesnotbremse nur zum Teil befriedigend. Er übt ein wenig Kritik und betont, dass NRW an einigen Stellen strengere Maßnahmen bevorzugt. Jedoch lobt er, dass es nun eine einheitlich Regelung gibt.

Update 10:20 Uhr: Für Laschet gibt es vier wichtige Punkte zur Bekämpfung der Pandemie: „Lockdown, Steigerung der Impfquote, mehr Tests und Kontaktverfolgung“. „Konsequenter Lockdown ist weiter nötig“ und „nur durch die Minimierung der Kontakte können wir die dritte Welle brechen“, erklärt Laschet.

Update 10:19 Uhr: „Die Lage ist vergleichbar mit dem Höhepunkt der zweiten Welle kurz vor Weihnachten“, sagt Laschet. Auf den Intensivstationen sei keine Entspannung in Sicht. Die Ressourcen werden knapper und die Belastung auf das Personal immer größer.

Update 10:17 Uhr: Die Probleme wurden behoben und es geht weiter mit der Rede von Armin Laschet. Er beginnt diese von vorne.

Armin Laschet spricht im NRW-Landtag: Corona-Lage sehr ernst, aber kein exponentielles Wachstum

Update 10:10 Uhr: Aufgrund anhaltender technischer Probleme ist die Sitzung zurzeit unterbrochen. In ungefähr 10 Minuten soll es weitergehen.

Update 10:08 Uhr: Laut Laschet sind vor allem jüngere Menschen immer mehr und schlimmer vom Coronavirus betroffen und liegen somit auch zunehmend lang in den Krankenhäusern. Es gibt laut dem Ministerpräsidenten einen „traurigen Rekord an Intensivpatienten mit Beatmung“. Von Tag zu Tag steige die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen* demnach, berichtet wa.de*.

Update 10:05 Uhr: „Die pandemische Lage in NRW ist unverändert kritisch“, sagt Armin Laschet zu Beginn. Jedoch verweist er darauf, dass das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen glücklicherweise nicht eingetreten wäre.

Corona-Lage in NRW: Armin Laschet gibt Auskunft zur Pandemie-Strategie

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterrichtet den Landtag am Mittwoch über die Corona-Lage. Es ist Laschets erster Auftritt im Plenum seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten der Union vor gut einer Woche. Seine Rede steht unter dem Titel „Gemeinsam der dritten Welle entgegentreten – zusammen die Brücke für neue Perspektiven bauen“.

Sitzung im NRW-Landtag: Opposition kritisiert Corona-Management von Armin Laschet

Laschet hatte sich in einem erbitterten Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gegen CSU-Chef Markus Söder durchgesetzt. Die Opposition im Landtag forderte von Laschet, sich angesichts der zugespitzten Pandemie-Lage mehr auf das Corona-Management zu konzentrieren.

Bund und Länder hatten am Montag bei einem Impfgipfel vereinbart, dass Corona-Impfungen spätestens ab Juni für alle Menschen in Deutschland ohne die bisherige Priorisierung ermöglicht werden sollen. Das bedeute zwar nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden könne, hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt. Aber jeder könne sich um einen Impftermin bemühen. Auch Laschet hatte betont, im Juni habe man die Chance, das Impfen für alle möglich zu machen. In NRW würden diese Impfungen dann auch von Hausärzten angeboten, die derzeit noch die chronisch Kranken bevorzugt berücksichtigten. Aber auch in den Impfzentren könne jeder einen Termin vereinbaren.

Sitzung im NRW-Landtag: Auch Glücksspiel und Bildungssicherung sind Thema

Jeder vierte Einwohner von NRW ist seit Beginn der Impfaktion Ende Dezember mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor. Demnach haben mehr als 4,4 Millionen Menschen in NRW die Erstimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 24,9 Prozent. Die zweite Spritze für den vollen Impfschutz haben laut RKI rund sieben Prozent der Bevölkerung in NRW bekommen. Insgesamt wurden bisher mehr als 5,7 Millionen Impfdosen in NRW gespritzt.

Außerdem verabschiedet der Landtag am Mittwoch den Glücksspielstaatsvertrag, der am 1. Juli in Kraft treten soll. Glücksspiele im Internet wie Online-Poker oder Online-Casinos sollen künftig in Deutschland erlaubt werden. Die Länder müssen den Vertrag ratifizieren. Der Landtag will auch grünes Licht für das Bildungssicherungsgesetz 2021 geben, das Schülern faire Bedingungen in Pandemie-Zeiten ermöglichen soll. So gibt es dieses Jahr zum Schuljahres-Ende etwa keine „blauen Briefe“. (os mit dpa/lnw) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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