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NRW-Innenminister Herbert Reul mit Corona-Mutation infiziert – er hat „leichte Erkältungssymptome“

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Von: Mick Oberbusch

Herbert Reul mit FFP2-Maske
Herbert Reul hat sich mit dem Coronavirus infiziert (Archivbild). © Henning Kaiser/dpa

Der positive Befund eines Corona-Schnelltests hat sich am Dienstag durch einen PCR-Test bestätigt. NRW-Innenminister Herbert hat sich sogar mit einer Virus-Mutation infiziert.

Update vom 16. Februar, 17 Uhr: Die Corona-Infektion von NRW-Innenminister Herbert Reul ist durch einen PCR-Test bestätigt worden. Nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers ist Reul sogar mit einer hochansteckenden Virus-Mutation infiziert. Ein Schnelltest schlug bereits am Montag an. Die dpa berichtet ebenfalls über die Infektion und bezieht sich auf Regierungskreise.

Wie ein Ministeriumssprecher am Dienstag sagte, hat Reul nur „leichte Erkältungssymptome“. Er befinde sich weiter in Quarantäne und führe seine Amtsgeschäfte von zu Hause aus. Die Infektion hat auch Konsequenzen für die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Sie hatte bei einem Termin Kontakt zu Reul. Obwohl sie am Dienstag negativ getestet wurde, muss sie in Quarantäne bleiben. (sk mit dpa)

Corona in NRW: Kinder dürfen ab 22. Februar wieder in die Kita – Stamp will Selbsttests für Erzieher

Update vom 16. Februar, 13:30 Uhr: NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat am Dienstag über die weiteren Schritte in der Kindertagesbetreuung informiert. Demnach dürfen ab dem 22. Februar wieder alle Kinder in die Kitas kommen. Es bleibt aber einer strikten Gruppentrennung und einer reduzierten Betreuungszeit von zehn Stunden pro Woche.

Voraussichtlich ab dem 8. März soll eine weitere Phase starten. Dann soll ein lokal eingeschränkter Regelbetrieb gelten, bei dem vor Ort entschieden wird, ob eine Reduzierung der Wochenstunden noch notwendig ist. Vorher werde aber noch einmal das aktuelle Infektionsgeschehen bewertet. Ein uneingeschränkter Regelbetrieb sei laut Stamp erst möglich, wenn entweder genug Selbsttests vorhanden sind, die Erzieher geimpft sind oder es nur noch ein ganz niedriges Infektionsgeschehen gibt. Er gehe zwar nicht davon aus, sollte es aber zu einer Corona-Zahlenexplosion kommen, greife eine „Corona-Notbremese“.

Corona in NRW: Familienminister Joachim Stamp will Millionen Selbsttests beschaffen

Kita-Mitarbeiter haben nun die Möglichkeit, sich zwei Mal in der Woche auf Corona testen zu lassen. Allerdings kündigte Stamp an, sich jetzt schon um die Beschaffung von Millionen Selbsttests für Erzieher zu kümmern. Sobald solche Tests zugelassen werden, wolle man startklar sein. Bestellt oder gekauft habe man die Tests noch nicht. Es gehe im Moment darum, herauszufinden, wo man kurzfristig Millionen Selbsttests bestellen kann, wenn es soweit ist. (sk)

NRW-Innenminister Herbert Reul positiv auf Corona getestet – Karl-Josef Laumann vorsorglich in Quarantäne

Update vom 15. Februar, 17:15 Uhr: Nach dem positiven Corona-Test von NRW-Innenminister Herbert Reul steht nicht zu befürchten, dass sich weitere Ministerinnen und Minister angesteckt haben. „Das Kabinett in Gänze ist insofern nicht betroffen, da es seit geraumer Zeit im Video-Format zusammentritt“, sagte Regierungssprecher Christian Wiermer der dpa in Düsseldorf. Kontaktpersonen würden nun ermittelt und informiert. Zuständig sei dafür das örtliche Gesundheitsamt.

Lediglich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann habe sich vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben. Er hatte Kontakt zu Reul gehabt, bestätigte eine Sprecherin. Laumann sei nicht positiv getestet worden und arbeitet jetzt von zu Hause aus. (dpa)

NRW-Innenminister Herbert Reul positiv auf Corona getestet – ihm geht es „den Umständen entsprechend gut“

Update vom 15. Februar, 14 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ist bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit ist er der erste Minister der Landesregierung, der mit dem Virus infiziert ist.  „Dem Minister geht es den Umständen entsprechend gut, er führt die Amtsgeschäfte von zu Hause aus“, teilte eine Ministeriumssprecherin am Montag der dpa mit.

Das Ergebnis eines PCR-Tests stehe noch aus, sagte die Sprecherin. „Minister Reul befindet sich seit dem Vormittag für zehn Tage in häuslicher Quarantäne.“ Wegen aller weiteren Details stehe er in engem Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt. (dpa)

Corona in NRW: Erstimpfung gegen Coronavirus in den NRW-Pflegeeinrichtungen fast abgeschlossen

Update vom 12. Februar, 17:10 Uhr: Die Impfungen zum Schutz vor Covid-19 sind in den stationären Pflegeeinrichtungen weitgehend abgeschlossen. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag auf dpa-Anfrage mitgeteilt. Erstimpfungen gibt es noch in den Pflegeeinrichtungen, in denen wegen Coronavirus-Ausbrüchen bisher keine durchgeführt werden konnten.

Außerdem würden noch nachträglich Menschen geimpft, die beim ersten Termin nicht geimpft werden konnten. Grundsätzlich erhalten Mitarbeiter und Heimbewohner eine „zweite Chance“ zur Impfung, wenn die Impfteams drei Wochen später für die Zweitimpfungen in die Einrichtungen kommen.

Das Land prüfe derzeit zudem die wohnortnahe Impfung von nicht oder wenig mobilen Menschen. Die Impfzentren seien zwar ein wichtiger Baustein, aber nicht der einzige. Derzeit würden verschiedene weitere Optionen geprüft, wobei das Land Schwerpunktpraxen favorisiere, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Das Ministerium sei zuversichtlich, bald ein Impf-Konzept für Hausarztpraxen vorlegen zu können. (dpa/lnw)

Corona in NRW: Landesregierung hält an offenen Grenzen zu den Niederlanden und Belgien fest

Update vom 12. Februar, 11 Uhr: Die NRW-Landesregierung hält an den offenen Grenzen zu Belgien und den Niederlanden fest. „Es wäre fatal, wenn sich in der Krise wieder alle in nationale Schneckenhäuser zurückzögen“, sagte NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) der dpa.

NRW habe seit Ausbruch der Pandemie auf Kooperation gesetzt. Gerade durch den ständigen Austausch in der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe „Cross-Border Taskforce Corona“ sei es gelungen, die Grenzen zu den niederländischen und belgischen Nachbarn „auch in schwierigen Zeiten offen zu halten“, unterstrich der CDU-Politiker. Das bleibe „ein Schlüsselanliegen“ der Landesregierung. Mit einem Vorbehalt: „Entstehen durch die extrem ansteckenden Mutationen neue Hochrisikogebiete, dann müssen wir neu nachdenken.“

Meist fungiere die Arbeitsgruppe als Vermittler – etwa zwischen den Gesundheitsministerien in NRW und den Niederlanden, die die Aufnahme niederländischer Patienten auf Intensivstationen in NRW ermöglicht hatten. Insgesamt hat NRW nach Angaben des Europaministeriums bisher 49 Intensivpflege-Patienten aus dem Nachbarland aufgenommen. (dpa)

Corona in NRW: 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter – Klassenfahrten bis 5. Juli verboten

Update vom 11. Februar, 19:00 Uhr: In NRW sind Klassenfahren wegen der pandemiebedingten Unsicherheiten bis zum 5. Juli untersagt. Das hat das Schulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen mitgeteilt und dazu in Kürze einen Runderlass angekündigt. Für die Schüler, die ab dem 22. Februar bei der schrittweisen Rückkehr in den Präsenzunterricht den Anfang machen sollen, gelte: Es könne auch Sportunterricht erteilt werden. Wenn es die Witterung zulasse, soll das im Freien sein. In der Halle müsse eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden - außer bei intensiver Ausdaueranstrengung.

Schüler der weiterführenden Schule werden wegen Coronavirus in NRW weiter auf Distanz unterricht

Am 22. Februar sollen zunächst nur die Grundschüler, jüngere Förderschüler und Abschlussjahrgänge tageweise in einem Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren. Das erläuterte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) parallel zu der Schulmail am Donnerstag auch im Düsseldorfer Landtag. Dabei heißt es in der schriftlichen Information an die Schulen allerdings, nur im Falle der Abschlussklassen sei auch „volle Klassenstärke“ möglich.

Schüler der weiterführenden Schulen, die sich nicht in einer Abschlussklasse befinden, werden auch nach dem 22. Februar 2021 zunächst weiter auf Distanz unterrichtet. Mit Ausnahme der gymnasialen Oberstufe Q1, weil deren Leistungen in die Abiturnote einfließen. (dpa)

Corona in NRW: 7-Tage-Inzidenz sinkt – Schlangen vor Impzentrum bei Wesel

Update vom 11. Februar, 18:54 Uhr: Vor dem Corona-Impfzentrum des Kreises Wesel in der dortigen Niederrheinhalle haben sich am Mittwoch Warteschlangen gebildet, weil mehr als 100 Altenpfleger auf einmal ihre Zweitimpfung gegen die Pandemie wollten. Das berichtete der Kreis am Donnerstag. Vergangene Woche habe es in einem Seniorenheim im nahe gelegene Voerde einen Brand gegeben. Die Pflegerinnen und Pfleger des Heims, die normalerweise im Altenheim geimpft worden wären, wurden deshalb zum Impfzentrum geschickt - ohne im Impfzentrum Bescheid zu sagen. Gleichzeitig habe am Mittwoch die Impfung von Rettungsdienstmitarbeitern begonnen und dazu seien die regulär eingeladenen über 80-Jährigen gekommen. Das Impfzentrum habe daraufhin bis 23 Uhr gearbeitet - alle hätten ihren Impfung bekommen, teilte der Kreis mit. (dpa)

Corona in NRW: Keine Werbeaktion in Apotheken – Eigenanteil bei FFP2-Schutzmasken bleibt

Update vom 10. Februar, 14:07 Uhr: Das Düsseldorfer Landgericht hat jetzt entschieden, dass Apotheken nicht auf den Eigenanteil beim Verkauf von FFP2-Schutzmasken verzichten dürfen. Demnach müssen Apotheken den von Risikopatienten zu zahlenden Eigenanteil, circa zwei Euro für sechs Masken, pro Maskenabgabe einziehen und dürfen nicht als Werbe-Aktion darauf verzichten.

Dabei gehe es nicht um ökonomische Gesichtspunkte. Die Eigenbeteiligung solle zur „verantwortungsvollen Inanspruchnahme der Schutzmasken durch die Bürger“ beitragen und „im Interesse der Bürger das Marktverhalten der Apotheken regeln“, begründete das Gericht sein Urteil.

„Die geschätzten Einnahmen durch die Eigenbeteiligung in Höhe von hundert Millionen Euro stünden in keinem Verhältnis zu den zweieinhalb Milliarden Euro an Ausgaben“, so dpa. Ob am Oberlandesgericht Düsseldorf gegen das Urteil Berufung eingelegt wird, ist noch nicht klar.

Corona in NRW: Impfzentren in NRW geöffnet – 10.000 Menschen haben sich am ersten Tag impfen lassen

Update vom 9. Februar, 18:30 Uhr: Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilt, sind am Montag mit Öffnung der 53 Impfzentren in NRW rund 10.000 Menschen geimpft worden. Trotz schwieriger Wetterverhältnisse sei der überwiegende Teil der über 80-Jährigen zu seinem Termin erschienen.

„Viele haben lange auf diesen Tag warten müssen. Vor allem in den besonders vom Schneefall betroffenen Landesteilen wurde von großer Hilfsbereitschaft untereinander berichtet. Ich freue mich sehr, dass das System der Impfzentren bislang so gut funktioniert“, erklärte NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

1,3 Millionen Impftermine seien in den vergangenen zwei Wochen vergeben worden, heißt es aus dem Ministerium. Jeweils die Hälfte entfalle aus Erst- und Zweittermine, heißt es aus dem Ministerium. Neben den Impfungen in den Impfzentren hätten bislang insgesamt 346.792 Erstimpfungen in den stationären Pflegeeinrichtungen stattgefunden. (sk)

Corona in NRW: Vor Bund-Länder-Gipfel mit Merkel – Laschet will keinen „NRW-Alleingang“

Update vom 9. Februar, 12:30 Uhr: SPD und Grüne hatten eine Sondersitzung des Landtags einen Tag vor den Bund-Länder-Beratungen beantragt. Mit welchem Plan will Ministerpräsident Armin Laschet in das Treffen gehen? Der Ministerpräsident ließ sich im Plenum allerdings nicht in die Karten schauen, wollte nicht öffentlich „herumspekulieren“. Das beherrschende Thema der Beratungen werden Schule und Kita sein.

SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Kutschaty hatte in seiner Eingangsrede einen 5-Punkte-Plan vorgetragen mit Maßnahmen, die getroffen werden sollten. Der Plan beinhaltete eine flächendeckende Teststrategie, eine Mutationsstrategie (jeder Corona-Test soll auf Mutationen überprüft werden), dezentrales Impfen (Einbindung von Hausarztpraxen), Perspektiven für die Zeit nach dem 14. Februar und ein modernes Pandemie-Gesetz.

Corona in NRW: Kitas und Schulen Hauptthema bei Bund-Länder-Gipfel

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wollte sich in der Sondersitzung nicht festnageln lassen. Er betonte, keinen „NRW-Alleingang“ zu wollen. Laschet erklärte, man müsse bei allen Abwägungen nicht nur Corona-Zahlen zu Rate ziehen. Im Expertengremium der Landesregierung nicht nur Virologen, sondern auch Kinderpsychiater und Wirtschaftsexperten. Man habe ja das Video der Friseur-Meisterin gesehen, die jetzt vor der Existenzbedrohung stehe. So etwas müsse man auch wahrnehmen.

Genauso wie die schwierige Situation von Schülern im Distanzunterricht. „So zu tun, als könnte man Kinder digital erziehen, ist Unsinn“, wurde Laschet deutlich. In der morgigen (10. Februar) Bund-Länder-Treffen werden Kitas und Schulen das „entscheidende Thema“ sein, erklärte der NRW-Ministerpräsident. (sk)

Corona in NRW: Inzidenzwerte sinken weiter – gleich mehrere Regionen unter der wichtigen Kennzahl 50

Update vom 8. Februar, 13:20 Uhr: Gute Nachrichten für NRW: Laut Robert-Koch-Institut ist der 7-Tages-Inzidenzwert im ganzen Bundesland erneut gesunken und liegt am Montag (8. Februar) bei 72,4 (Vortag: 73,4). Bereits mehrere Städte und Kreise haben es unter die Schwelle von 50 Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern geschafft. Diese Schwelle gilt allgemein als wichtiger Zielwert, ab dem die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Neuinfektionen wieder besser bewerkstelligen können. Dazu zählen Bielefeld, Münster, der Kreis Coesfeld, die Städteregion Aachen und Mönchengladbach. Allerdings wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen, wie aussagekräftig diese Zahlen wirklich sind, da es am Wochenende bereits häufiger zu Verzögerungen bei den Meldungen der örtlichen Gesundheitsämter kam.

Das Land NRW soll eine Härtefall-Stelle für Corona-Impfungen von jüngeren Menschen bekommen. Das fordert der Städtetag in Nordrhein-Westfalen. „Am besten wäre auf Landesebene eine Stelle, die über Härtefallanträge entscheidet“, sagte Essens OB Thomas Kufen (CDU) der WAZ. Kufen ist gleichzeitig der stellvertretende Vorsitzende des Städtetags NRW. Der Essener OB sprach explizit von einer Mutter mit einer schwerst behinderten Tochter, die seit März nicht mehr vor die Tür gehe, um ihre Tochter nicht zu gefährden. „Im Fall dieser Mutter kann ich nicht nach Paragraf xy antworten oder strikt auf die Impfverordnung verweisen. Diesen Fall bildet die Impfverordnung nicht eindeutig ab“, kritisierte Kufen. (bs/dpa)

Corona in NRW: 53 Impfzentren öffnen ihre Türen – Impfungen für Menschen ab 80 Jahren mit Termin starten

Update vom 8. Februar, 7:40 Uhr: Ab heute nehmen alle 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen ihren Betrieb auf. Zuerst geimpft werden zu Hause lebende Menschen ab 80 Jahren, die zuvor einen festen Termin vereinbart haben.

Auch in den vom Schnee-Unwetter stark betroffenen Regionen sollen die Impfzentren öffnen. Wegen des Wintereinbruchs soll kein Impftermin verloren gehen, hatte das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntagabend betont. „Alle Impfberechtigten, die einen Termin vereinbart haben, können sich dort also wie vorgesehen gegen das Coronavirus impfen lassen.“ Wer sich wetterbedingt nicht in der Lage sieht, den Termin wahrzunehmen, kann auch am Dienstag kommen – zur gleichen Uhrzeit wie zum ursprünglichen Termin am Montag und ausdrücklich ohne vorherige telefonische Anmeldung.

Verimpft werden soll in den nächsten Wochen ausschließlich der Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Corona-Schutzimpfung ist für alle Bürger kostenlos und freiwillig. Die Gruppe der zu Hause lebenden Menschen ab 80 Jahren umfasst in NRW knapp eine Million.

Weil noch nicht so viel Impfstoff da ist, konnten für Montag noch nicht viele Termine vergeben werden. Landesweit sind es am ersten Tag rund 11.400. Die Impfzentren öffnen am Montag landesweit um 14 Uhr. Sie sind dann bis auf Weiteres täglich ab 14 Uhr geöffnet.

Weiterhin können Termine online unter der Internetadresse www.116117.de vereinbart werden, rund um die Uhr. Auch eine telefonische Vereinbarung ist möglich. Wer im rheinischen Teil von NRW lebt, soll die kostenfreie Rufnummer 0800 116 117 01 wählen, Menschen in Westfalen die ebenfalls kostenfreie Rufnummer 0800 116 117 02. Die Leitungen sind von 8 Uhr bis 22 Uhr besetzt. Neue Termine sollen jeden Tag eingestellt werden. (jaw/dpa)

Corona in NRW: Friseure fahren mit Autokorso zum Landtag – und übergeben symbolische Kiste

Update vom 5. Februar, 17:30 Uhr: Die Friseur-Branche leidet hart unter dem aktuellen Lockdown. Zum Zeichen des Protests ist am Freitag ein Autokorso von Mettmann zum Düsseldorfer Landtag gefahren, wo Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart symbolisch eine Kiste mit Kämmen übergeben wurde.

Rund 100 Friseurinnen und Friseure haben sich an der Aktion beteiligt. Der Korso mit 35 Fahrzeugen mit je drei Insassen war von der Polizei zuvor genehmigt worden. „Die Spitze ist erreicht, bald müssen wir den Kamm abgeben“ lautete das Motto des Korsos. Jeder Teilnehmer hatte einen Kamm in die Kiste geworfen, die Pinkwart entgegennahm. Der NRW-Wirtschaftsminister habe Unterstützung zugesagt, so Torben Viehl, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mettmann.

Eine Demonstration mit rund 120 Friseuren hatte zuletzt in Solingen für Aufsehen gesorgt. „Wir machen schön, nicht krank“ lautete dort das Motto. Unter den Demonstranten befand sich auch die Dortmunder Friseurin Bianka Bergler, die mit ihrem tränenreichen Hilferuf im Internet viral gegangen war. (sk mit dpa)

Corona NRW: Dritter Hersteller kommt – erste Lieferung des Impfstoffes von Astrazeneca erwartet

Update vom 4. Februar, 12:30 Uhr: Nordrhein-Westfalen bekommt einen dritten Impfstoff. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind bereits im Einsatz, jetzt wird auch eine Lieferung des Herstellers Astrazeneca in NRW erwartet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen an diesem Samstag 74.400 Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers ankommen. Am Freitag kommender Woche nach den jüngsten Informationen dann noch weitere 84.000, wie ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag sagte. Die EU-Kommission hatte vergangenen Freitag den Impfstoff von Astrazeneca zugelassen. (sk mit dpa)

Corona in NRW: VRR und VRS passen Auskunft an – Suche nach „Impfzentrum“ möglich

Update vom 4. Februar, 12:15 Uhr: Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erleichtern ihren Fahrgästen die Auskunft zur Fahrt zu ihren Impfzentren. Damit nicht mehr vorab umständlich nach einer passenden ÖPNV-Haltestelle gesucht werden muss, haben die Unternehmen ihre digitale Auskunft im Internet und in der App angepasst.

Der VRR teilte mit, dass Fahrgäste vor Fahrtantritt nach Standorten wie beispielsweise „Impfzentrum Kreis Mettmann“ oder „Impfzentrum Dortmund“ gezielt suchen können. Mit der allgemeinen Eingabe „Impfzentrum“ sei es außerdem möglich, sich eine Liste mit allen Impfzentren anzeigen zu lassen. In der Auskunft würden dann der Standort, umliegende Haltestellen und der Fußweg bis zum jeweiligen Impfzentrum angezeigt.

In der Fahrplanauskunft des VRS funktioniert das gleiche Vorgehen. Der VRS hat sich darüber hinaus mit drei Kreisen innerhalb des Tarifgebietes darauf geeinigt, Senioren über 80 Jahre inklusive einer Begleitperson kostenlos an beiden Impftermin-Tagen zu befördern. Möglich ist das ab 8. Februar in den Kreisen Euskirchen, Rhein-Sieg und Rhein-Erft. Wichtig ist, dass die Senioren ihren Personalausweis und die Einladung zum Impftermin dabei haben. Die Dokumente gelten dann als Fahrausweis.

Corona in NRW: Inzidenzen sinken – kommen jetzt Lockerungen? Virologe zeigt möglichen Weg

Erstmeldung vom 4. Februar, 8 Uhr: Köln – Mögliche Lockerungen im Zuge der Corona-Pandemie sind auch für Nordrhein-Westfalen im Gespräch – in mittlerweile drei Landkreisen liegt der Inzidenzwert mittlerweile unter 50, auch Düsseldorf nähert sich dieser Grenze an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich deshalb zurückhaltend optimistisch ob möglicher Lockerungen gezeigt.

Kölner Virologe Rolf Kaiser: Lockerungen in NRW unter bestimmten Bedingungen möglich

„Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben. Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft“, sagte er der „Funke“-Mediengruppe am Donnerstag. „Die Zahlen sind ermutigend, es gibt bei den Neuinfektionen einen spürbaren Trend nach unten. Aber man kann noch nicht abschließend sagen, wo wir am 14. Februar stehen“, so der Minister weiter.

Der Kölner Virologe Rolf Kaiser stimmt Spahn zu und hält Lockerungen auch in Deutschland für möglich, allerdings müsse dann viel getestet werden: „Das heißt verstärkt Kitas, verstärkt Schulen zu untersuchen, um die Ausbreitung der Coronaviren gerade in diesen jungen Bevölkerungsschichten zu untersuchen, die ja häufig klinisch nicht auffällig sind“, sagte er in der „Aktuellen Stunde“ (WDR). Diese Corona-Regeln gelten in NRW aktuell.

Coronavirus in NRW: Neuinfektionen steigen, doch Wocheninzidenz sinkt rapide

Die neuesten Corona-Zahlen indes machen zumindest Hoffnung: So meldet das Gesundheitsministerium NRW am Donnerstag Morgen eine Wocheninzidenz von 77,1 , diese liegt deutlich unter dem gestrigen Wert von 80,9 (Differenz von 3,8). Die Zahl der Neuinfektionen indes ist leicht angestiegen, von 2.298 am 3. Februar auf 2.446 neue gemeldete Fälle am 4. Februar. Die Zahl der Todesfälle hat abgenommen, es wurden 112 neue Verstorbene Personen gemeldet (Vortageswert: 176). (Datenstand: 04.02., 0 Uhr). (mo)

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