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NRW: 2,3 Millionen Corona-Impfdosen liegen ungenutzt herum – Bund will sie wieder

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Corona-Impfstoffe
Die Impfstoffe im NRW-Zentrallager halten alle noch mindestens bis Oktober. © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Aufgrund des sinkenden Impfinteresses finden zurzeit 2,3 Millionen Corona-Impfstoffe in NRW keinen Abnehmer. Der Bund plant diese nun zurückzuholen.

Bielefeld – Im nordrhein-westfälischen Zentrallager für Corona-Impfstoffe liegen einem Medienbericht zufolge 2.308.780 Impfdosen, für die es in NRW aktuell keine Interessenten gebe. Das habe eine Inventur im Auftrag des Gesundheitsministeriums ergeben, berichtete das Westfalen-Blatt am Dienstag.

Der Lagerbestand sei durch Zuweisungen des Bundes entstanden, die sich nach der Einwohnerzahl richteten. Das Impfinteresse habe aber in Teilen der Bevölkerung nachgelassen. In vielen Orten wie Düsseldorf landet unter anderem deshalb auch immer mehr Impfstoff bereits im Müll.

Coronavirus in NRW: Impfstoffe mindestens bis Oktober haltbar – Bund plant Rücknahmeaktion

Es handele sich bei den Beständen um Impfstoffe aller Hersteller – von Biontech, Moderna, Astrazeneca und in kleinerem Umfang von Johnson & Johnson. Kein Impfstoff sei derzeit vom Verfall bedroht, zitierte das Blatt einen Ministeriumssprecher. So würden die ersten Fläschchen von Biontech am 1. Oktober verfallen, die letzten am 30. November.

Die Dosen von Johnson & Johnson seien sogar bis 2023 haltbar. Der Impfstoff gehöre dem Bund. Berlin bereitet laut Westfalen-Blatt eine Rücknahmeaktion vor, über die Menge werde zwischen Land und Bund noch beraten. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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