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Corona in NRW: Gesundheitsminister Laumann zum Impftermin-Chaos – Laumann: „Das war unvermeidbar“

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Von: Stefanie Knupp

Karl-Josef-Laumann bei einer Pressekonferenz
Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen äußerte sich zum Start der Impftermin-Vergabe. © Federico Gambarini/dpa

In einer Pressekonferenz hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Dienstagnachmittag über die aktuelle Corona-Lage in NRW informiert.

Das wichtigste in Kürze: Lange Wartezeiten am Telefon und am Computer – NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zeigte auf der Pressekonferenz Verständnis für die Frustration vieler Impfwilliger und deren Angehöriger. „Dass es gestern so war, wie es war, war mir vollkommen klar und es war unvermeidbar“, sagte er. Trotzdem hält er den Start für gelungen. 275.000 Ersttermine seien bisher vergeben worden. Jeder über 80-Jährige bekommt ein Impfangebot, versicherte Laumann und erklärte, dass jede Woche 70.000 Impfdosen für diese Gruppe in NRW bereitgestellt werden. Wer die Erstimpfung hat, hat auch die zweite „in der Tasche.“ Grundsätzlich bestimme die Menge der vorhandenen Impfdosen das Tempo.

Alle Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW gibt es in unserem Newsticker. Aktuelle Informationen zu Neuinfektionen, 7-Tages-Inzidenz-Wert und wichtigen Corona-Zahlen in NRW gibt es ebenfalls in einem Newsticker.

Impftermine in NRW: Die Pressekonferenz mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zum Nachlesen

Update, 16:57 Uhr: An dieser Stelle endet unser Liveticker.

Update, 16:55 Uhr: Wann es mit den Impfungen der nächsten Gruppe losgeht, kann Laumann nicht absehen. Das Tempo hänge immer von der Menge des vorhandenen Impfstoffes ab.

Update, 16:45 Uhr: „Ich lasse mich dann kritisieren, wenn wir in NRW nicht mehr effizient verimpfen“, erklärt Laumann. Man könne nur so viel verimpfen, wie Impfstoff da ist, nicht mehr und nicht weniger. Um Impfungen auch in Hausarztpraxen durchführen zu können, sei nicht genug Impfstoff da.

Update, 16:40 Uhr: Gesundheitsminister Laumann betont noch einmal, dass er mit der Situation am Montag gerechnet hat: „Das war unvermeidbar“.

Impftermine in NRW: Onlineportal der KV Westfalen-Lippe 700 Mal pro Sekunde aufgerufen

Update, 16:32 Uhr: „Ich finde, bei allem Verständnis, dass es eine durchdachte Überlegung ist, wie wir hier vorgehen“, sagt Laumann. „Dass diese Sache ruckeln würde, war klar.“

Update, 16:25 Uhr: Dr. Dirk Spelmeyer von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe erklärt: „Es ist ganz klar, dass viele Menschen verärgert sind, dass sie nicht durchgekommen sind.“ Die Situation habe sich aber schon am Abend wieder entspannt. 157.000 Ersttermine seien bereits vereinbart worden. 700 Mal pro Sekunde wurde das am Onlineportal Montagmorgen aufgerufen. „Kein System der Welt kann das bewältigen.“

Impftermine in NRW: 80 Prozent Buchungen über das Internet

Update, 16:20 Uhr: Die durchschnittliche Wartezeit habe Montag am Ende sechs bis sieben Minuten betragen. Das berichtet Dr. Frank Bergmann von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. 80 Prozent der Termine werden jetzt online gebucht, nur 15 Prozent telefonisch. 118.000 Menschen seien mit einem Termin versorgt worden. Gestern habe es 40 Millionen Zugriffe auf das Onlineportal gegeben, bedingt durch häufige Abrufversuche.

Update, 16:13 Uhr: 1,9 Prozent der NRW-Bevölkerung seien bisher geimpft, berichtet Laumann. Damit liege man im Bundesschnitt. „Wenn man den Menschen vorher einen Brief schreibt, führt das natürlich dazu, dass zur Freischaltung relativ viele versuchen, einen Termin zu kriegen. Daraus habe ich nie einen Hehl gemacht.“ 275.000 Ersttermine seien vergeben worden. Weitere Termine werden in den nächsten Tagen freigegeben. Woche für Woche werden 70.000 Dosen für Erstimpfungen der über 80-Jährigen bereit gestellt. „Wenn also 1 Millionen Menschen geimpft werden wollen, werden wir dafür 14 Wochen brauchen“, so der Minister.

Coronavirus in NRW: In den Krankenhäusern sind noch 977 Intensivbetten frei

Update, 16:10 Uhr: 48.500 Infizierte gibt es aktuell in NRW, die Wocheninzidenz liegt bei 102. 4429 Menschen sind im Krankenhaus, davon 830 in Intensivbehandlung. Frei sind noch 977 Intensivbetten. Stand heute liegt keine Kommune über einem Inzidenzwert von 200.

Düsseldorf – Um 16 Uhr tritt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vor die Presse. Gehen soll es auch um den Start der Vergabe von Impfterminen in Nordrhein-Westfalen. Der verlief nämlich ziemlich holprig: Am Montag waren Hotlines und Onlineportale zunächst nicht zu erreichen.

Bei der Pressekonferenz sind auch Dr. Frank Bergmann von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und Dr. Dirk Spelmeyer von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe dabei. (sk)

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