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Corona-Impfstatus verfällt ohne Booster nach neun Monaten – was jetzt wichtig ist

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Von: Johanna Werning

Mehrere Impfnachweise liegen über einander.
Nach neun Monaten verliert ein Impfzertifikat die Gültigkeit (Symbolbild). © Stefan Puchner/dpa

Nach neun Monaten verlieren EU-Impfzertifikate ihre Gültigkeit. Ab 1. Februar gilt die Regelung. Alle Infos zur Corona-Boosterimpfung im Überblick.

Düsseldorf/Brüssel – Wenige Monate nach dem Ausstellen verlieren die EU-Impfzertifikate bereits wieder ihre Gültigkeit. Es sei denn, man lässt sich vorher boostern. Das soll EU-weit gelten, so die EU-Kommission. Denn „Studien belegen, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlassen kann, insbesondere bei Hochbetagten oder bei Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben“, erklärt auch die Bundesregierung. Abhilfe schaffen sollen die Auffrischungsimpfungen, die „den Impfschutz wieder deutlich erhöhen“, heißt es weiter.  

Corona-Impfstatus gilt neun Monate – Neuregelung ab Februar 2022

Darum verliert das Corona-Impfzertifikat bereits neun Monate nach dem vollständigen Corona-Impfschutz seine Gültigkeit. Ab dem 1. Februar tritt die Entscheidung in Kraft. Auch in Deutschland und NRW wird somit die Booster-Impfung noch wichtiger. Zwar können die EU-Länder theoretisch noch ein Veto einlegen, doch das gilt als unwahrscheinlich. Denn laut Kommissionssprecher wurde die Regelungen gemeinsam mit den einzelnen Ländern abgestimmt. Doch was muss man machen, um auch weiterhin ein gültiges Impfzertifikat zu haben? Alle Infos im Überblick.

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Nur wer künftig auch eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus geimpft bekommen hat, gilt auch nach neun Monaten noch als vollständig geimpft. Denn dann nimmt die Grundimmunisierung ab und die Corona-Lockerungen als Geimpfter verfallen. Daher sollte man sich schon frühzeitig um einen Booster-Termin kümmern.

Die Corona-Auffrischungsimpfung sollte man im Regelfall fünf Monate bis sechs Monate nach der Zweitimpfung in Anspruch nehmen. Die STIKO empfiehlt die Corona-Auffrischungsimpfungen aufgrund von Omikron bereits nach drei Monaten. In Ausnahmefällen ist die Booster-Impfung aufgrund von „medizinischen Indikatoren“ auch schon früher möglich. Personen, die mit Johnson&Johnson geimpft worden sind, können außerdem nach vier Wochen eine Booster-Impfung bekommen. Der zusätzliche Impfschutz ist dabei kostenlos. Geimpft wird in Praxen, Apotheken und bei mobilen Impfangeboten.

Booster-Impfung: Corona-Impfstoff für die Auffrischungsimpfung

Geimpft wird bei der Booster-Impfung mit Biontech und Moderna. Abhängig ist das vom Alter des Impfwilligen. Personen unter 30 Jahren werden mit Biontech geimpft. Personen über 30 bekommen den Moderna-Impfstoff. Circa 12 Tage nach der Booster-Impfung setzt der neue Impfschutz laut Bundesregierung ein, die sich dabei auf internationale Studien bezieht.

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Der EU-Impfnachweis

Der EU-Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung in Praxen und Impfzentren erstellt wird oder nachträglich in Deutschland etwa in Apotheken erhältlich ist. Der Code ist in einer Smartphone-App darstellbar und kann digital ausgelesen werden. Die Codes werden trotz verschiedener Apps der einzelnen Länder überall in der EU erkannt und erleichtern auf Reisen Nachweise über Impfungen, frische Tests und kürzlich überstandene Infektionen mit dem Coronavirus.

Damit man auch nach neun Monaten als geimpft gilt, muss man sich boostern lassen. Bei der Auffrischungsimpfung wird dann die Booster-Impfung im Impfausweis oder auf dem Impfnachweis vermerkt. Dafür ist es wichtig, dass der Impfpass oder der Impfnachweis zum Booster-Termin mitgebracht wird.

Auch im digitalen Impfnachweis kann die Booster-Impfung eingetragen werden. „Nutzerinnen und Nutzer können das Zertifikat der Auffrischimpfung ebenso in die Corona-Warn-App übertragen wie vorherige Impfzertifikate auch“, erklärt das Robert-Koch-Institut. „Für den Abgleich der Empfehlungen mit den Impfzertifikaten ist kein Update der Corona-Warn-App nötig.“ Allerdings muss der Impfpass oder der Impfnachweis bei einer Apotheke vorgezeigt werden. Da bekommt man dann einen QR-Code, den man in der Corona-App und der CovPass-App scannen kann.

Wichtig dabei: Nach dem Scannen muss beim Zertifikat 3/3 beziehungsweise 2/2 stehen. „Ist dies nicht der Fall, wurde das Zertifikat falsch ausgestellt. Wenden Sie sich bitte an den Aussteller des Zertifikats, um dies korrigieren zu lassen“, so das Robert-Koch-Institut weiter. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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