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60.000 Corona-Impfstoffe drohen im Müll zu landen – Lauterbach fordert Spendenaktion

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Fläschchen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer stehen in einem Impfzentrum.
Nach der Impfzentrum-Schließung drohen 60.000 Dosen im Müll zu landen (Symboldbild) © Paul Hennessy/dpa

Was passiert mit ungenutzten Corona-Impfstoffen? Die meisten werden weggeworfen. SPD-Politiker Lauterbach fordert eine Spendenaktion an ärmere Länder.

Düsseldorf – Allein in Nordrhein-Westfalen drohen rund 60.000 Dosen Corona-Impfstoff ungenutzt zu verfallen. Das hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium am Freitag (1. Oktober) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf bestätigt.

60.000 Corona-Impfstoffe drohen im Müll zu landen – Lauterbach fordert Spendenaktion

Nach Schließung der Impfzentren lagern dort noch Zehntausende Impfdosen, die entsorgt werden müssten, falls sie vor Erreichen der Verfallsgrenze nicht mehr verabreicht werden könnten. Dazu meldet sich auch SPD-Politiker und Geshundheitsexperte Karl Lauterbach: „Zum guten Abschluss gehört, dass wir keinen Impfstoff verwerfen, sondern ihn ärmeren Ländern spenden“, teilt er auf Twitter mit.

Corona in NRW: Das passiert mit Impfdosen, die nicht verimpft worden sind

Impfdosen, die weniger als zwei Monate haltbar sind, dürfen nach Angaben des Ministeriums nicht mehr an den Bund zurückgegeben werden, sondern müssen fachgerecht vernichtet werden. Bislang wurden demnach rund 996.000 Dosen Astrazeneca und fast 102.000 Dosen des Herstellers Johnson & Johnson aus NRW an den Bund zurückgeführt. Weitere Rückgaben – auch von überzähligen Impfstoffen anderer Hersteller – seien geplant. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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