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Impfzentren in NRW nur noch bis Ende September? Kommunen wollen Klarheit

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in Mann mit Gehhilfe geht im Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle zu den Impfstraßen.
Impfzentren waren nie als dauerhafte Lösung für Corona-Impfungen gedacht. Doch wie lange es sie noch genau geben wird, ist unklar. (Symbolbild) © Felix Kästle/dpa

Trotz der Pläne für Kinder- sowie Drittimpfungen fehlt in NRW ein langfristiges Konzept, wie diese erfolgen sollen. Impfzentren sind nur bis Ende September vorgesehen.

Düsseldorf – Mit Blick auf Schüler- und Auffrischungsimpfungen fordern Nordrhein-Westfalens Städte und Kreise mehr Informationen vom Land, wie es mit den Impfzentren weitergehen soll. „Wir brauchen Planungssicherheit“, sagte der Geschäftsführer des Städtetages NRW, Helmut Dedy, der Rheinischen Post am Mittwoch.

Corona-Impfungen in NRW: Viele offene Fragen zum weiteren Vorgehen – Rolle der Kommunen unklar

Laut Dedy stellen sich für Kommunen nun diverse Fragen: „Sollen die Städte große Impfzentren mit Kapazitäten von mehreren Tausend Impfungen am Tag weiter vorhalten? Sollen sie mobile Impfteams für Pflegeeinrichtungen und Schulen organisieren und koordinieren? Wie viel Personal müssen die Städte bereithalten, wer übernimmt die Kosten dafür?“.

Das Land müsse jetzt entscheiden, welche Aufgaben die Städte bei den anstehenden Impfungen über den September hinaus wahrnehmen müssten, sagte Dedy. Sonst laufe man Gefahr, „dass die Impfkampagne weiter ins Stolpern kommt“.

Impfzentren in NRW: Betrieb aktuell nur bis Ende September geplant

Ähnlich äußerte sich Kai Zentara, Beigeordneter für Gesundheit beim nordrhein-westfälischen Landkreistag, wie die Rheinische Post weiter berichtete. „Der Betrieb der Zentren ist nach den Planungen des Landes ja nur bis Ende September vorgesehen. Danach soll es wohl eine Art Grundbereitschaft geben, aber zu den Details ist bislang noch wenig bekannt“, sagte Zentara laut dem Zeitungsbericht.

Der Landkreistag erwarte vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium, dass man schnell ein Konzept vorgelegt bekomme, um sich vorbereiten zu können. Manche Städte warten aber nicht auf das Land und Handeln bereits selbst. So hat unter anderem die Stadt Bochum bereits bekannt gegeben ihr Impfzentrum am 18. Spetember komplett zu schließen.

Coronavirus in NRW: Kinder und Jugendliche können sich in Impfzentren impfen lassen

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montagabend beschlossen, in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten – so wie es in Arztpraxen bereits möglich ist. Ab September sollen Risikogruppen wie Alte und Pflegebedürftige zudem erste Auffrischungsimpfungen bekommen können. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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