1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Laumann weiterhin von Astrazeneca überzeugt – 400.000 Impfdosen für Hausärzte nach Ostern

Erstellt: Aktualisiert:

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Rednerpult
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann äußerte sich am Mittwoch in Düsseldorf zur Corona-Pandemie. © Marcel Kusch/picture alliance

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Impfung mit Astrazeneca am Mittwoch in Düsseldorf verteidigt – und stellt nach Ostern neue Dosen für Hausärzte in Aussicht.

Köln – Bedenken zur Anwendung des Impfstoffs Astrazeneca hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf beiseite gewischt – zumindest für Menschen über 60. Demnach würde sich der 63-jährige Minisiter trotz der jüngsten Entwicklungen „noch heute“ mit Astrazeneca impfen lassen, wie er selbst erklärte. „Damit hätte ich überhaupt kein Problem“, wird er in einer Pressemeldung der dpa zitiert. Nach Worten Laumanns sei Vertrauen in den Astrazeneca-Impfstoff weiterhin „vertretbar“, der Impfstoff sei wirksam und werde auch in anderen Ländern geimpft.

Coronavirus: Hausarztpraxen in NRW sollen nach Ostern rund 400.000 Impfdosen geliefert bekommen

Von einer Verzögerung der Impfkampagne hierzulande geht er trotz dem ganzen Hin und Her um den Astrazeneca-Impfstoff nicht aus. Noch am Samstag würden rund 380.000 Dosen von Astrazeneca geliefert, so Laumann. Nach Ostern sollen die Corona-Impfungen zudem auch in Hausarztpraxen in Nordrhein-Westfalen anlaufen. Dafür würden nach den Ostertagen rund 400.000 Impfdosen, vor allem von Biontech, geliefert. Damit sollten die Ärzte vor allem chronisch kranke und stark pflegebedürftige Menschen impfen. In den ersten zwei Wochen wird laut Ministerium an die Hausarztpraxen der Biontech-Impfstoff geliefert, später dann Astrazeneca.

Bund und Länder waren am Dienstagabend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gefolgt, das Präparat von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Jüngere können sich nach Rücksprache mit dem Arzt und auf eigenes Risiko weiterhin damit impfen lassen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen, die zuletzt im zeitlichen Zusammenhang mit dem Impfstoff aufgetreten waren, vorwiegend bei Frauen unter 55 Jahren. Laumann sagte, das müssten auch die Hausärzte beachten. Welche sonstigen Regeln im Umgang mit dem Coronavirus aktuell für NRW gelten, erfahren Sie hier.

Nach Impfung mit Astrazeneca-Wirkstoff: Fünf Personen sterben in NRW

In Nordrhein-Westfalen hatte es nach Angaben des Gesundheitsministers bislang acht „schwere Ereignisse“ nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff gegeben. Fünf Personen seien gestorben, so Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. Alle seien unter 60 Jahre alt gewesen. Laut Ministerium handelt es sich um vier Frauen und einen Mann. (mo/dpa)

Auch interessant