Bis zu 250 Euro für Privatpersonen

NRW: Diese Bußgelder drohen bei Corona-Verstößen – ein Vergehen könnte aus Versehen passieren

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Wer gegen die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW verstößt, muss in einigen Fällen ganz schön tief in die Tasche greifen (Symbolbild).
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In Nordrhein-Westfalen wurde aktuell wieder ein Anstieg der Neuinfektionen gemeldet. Um die Zahlen niedrig zu halten, drohen bei Corona-Verstößen saftige Geldbußen.

  • Um die Corona-Fallzahlen zu reduzieren, wird in ganz NRW die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung kontrolliert
  • Wer dagegen verstößt, muss jedoch tief in die Tasche greifen – je nachdem, um welches Vergehen es sich handelt
  • Alle Neuigkeiten zur Pandemie in NRW erfahren Sie in unserem Corona-Ticker

Köln – Auch in Nordrhein-Westfalen sind die Menschen wegen dem Coronavirus in höchster Alarmbereitschaft. Um Ansteckungen zu vermeiden, kontrolliert das Land daher rigoros die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung. Ein Bußgeld-Katalog zeigt, mit welchen Geldstrafen Menschen zu rechnen haben, die gegen die Verordnung verstoßen.

Corona-Verstöße in NRW: Mit diesen Geldstrafen müssen Privatpersonen rechen

Je nachdem, um welche Ordnungswidrigkeit es sich handelt, kann es für die Menschen in NRW richtig teuer werden. Wer zum Beispiel an einer Party oder Veranstaltung teilnimmt, gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen verstößt, zu privaten Zwecken eine Übernachtung im Hotel bucht oder als anwesende Person (Besucher, Teilnehmer, Gast, etc.) falsche Kontaktdaten angibt, muss ein Bußgeld in Höhe von bis zu 250 Euro zahlen. Wer dagegen trotz Verpflichtung keine Alltagsmaske trägt, muss bis zu 50 Euro zahlen. Erheblich teurer wird dieses Bußgeld, wenn man die Maske nicht im Bussen und Bahnen trägt: Hier können Bußgelder in Höhe von 150 Euro anfallen. Das sind die Strafen für Privatpersonen im Überblick:

Art des VerstoßesHöhe des Bußgeldes
Teilnahme an einer Party oder vergleichbaren Feier250 Euro
Veranstalten einer Party oder vergleichbaren Feier500 Euro
Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen250 Euro
Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum100 Euro
Nichttragen einer Alltagsmaske trotz bestehender Verpflichtung50 Euro
Nichttragen einer Alltagsmaske bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs und seiner Einrichtungen150 Euro
Angabe unrichtiger Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) als Gast, Mieter, Teilnehmer, Besucher, Kunde, Nutzer und so weiter250 Euro
Teilnahme an Musikfesten, Festivals oder ähnlichen Kulturveranstaltungen250 Euro
Teilnahme an Freizeit- und Amateursportbetrieb auf oder in öffentlichen oder privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen250 Euro
Teilnahme an Sportfesten oder ähnlichen Sportveranstaltungen250 Euro
Verzehr von Lebensmitteln im Umkreis von 50 Metern um diejenige Verkaufsstelle, in der die Lebensmittel erworben wurden100 Euro
Teilnahme an Veranstaltungen oder Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen fallen250 Euro
Teilnahme an Veranstaltungen oder Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen fallen250 Euro

Corona-Schutzverordnung: Gegen diese Regel haben bestimmt auch Sie schon verstoßen

Außerdem im siebenseitige Bußgeld-Katalog enthalten ist eine Regel zum Verzehr von Speisen und Getränken. Menschen, die sich beispielsweise morgens ihren Kaffee „to go“ beim Kiosk um die Ecke holen, dürfen diesen demnach nur aus 50 Metern Entfernung trinken. Sollte das Ordnungsamt Verstöße gegen diese Vorschrift feststellen, droht ein Bußgeld von bis zu 100 Euro.

NRW: Betreiber müssen am meisten zahlen – sogar bis zu 10.000 Euro

Besonders viel müssen jedoch Geschäftsleute und Betreiber blechen, wenn sie gegen die Corona-Schutzverordnung des Landes verstoßen. In seltenen Fällen werden sogar bis zu 10.000 Euro fällig – zum Beispiel, wenn Betreiber von Freizeitparks oder ähnlichen Einrichtungen für Freizeitaktivitäten, diese trotz der derzeitigen Situation öffnen. Bis zu 5000 Euro kostet es dagegen, wenn Hotelbetreiber nicht an das Beherbergungsverbot zu privaten Zwecken halten. Dieser Betrag wird unter anderem auch bei der Durchführung von Konzerten, Aufführungen oder dem Betrieb von Museen fällig. Bei den dargestellten Bußgeldern handelt es sich um Geldstrafen bei Erstverstößen. Sollte eine Person mehrmals oder erneut gegen dieselbe oder weitere Regeln der Corona-Schutzverordnung verstoßen, wird die Geldstrafe verdoppelt.

Hier sehen Sie, welche Corona-Regeln derzeit in der Stadt Köln gelten. (nb)

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