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Coronavirus: Was Krebspatienten bei einer Impfung beachten müssen

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Von: Benjamin Stroka

Eine Impfung gegen das Coronavirus.
Laut Uniklinik Düsseldorf können sich auch Krebspatienten sorgenfrei gegen das Coronavirus impfen lassen (Symbolbild). © Federico Gambarini/dpa

Können sich Krebspatienten sorgenfrei gegen das Coronavirus impfen lassen? Dieser und weiteren Fragen haben sich nun Experten der Uniklinik Düsseldorf gestellt.

Düsseldorf – Krebspatienten haben aufgrund der Erkrankung und der entsprechenden Therapie häufig ein geschwächtes Immunsystem. Können sie sich trotzdem problemlos gegen das Coronavirus impfen lassen? Mehrere Fachärzte der Uniklinik aus Düsseldorf haben am vergangenen Freitag (30. April) zu diesem Thema in einem Livestream informiert und zahlreiche Fragen von Patientinnen und Patienten beantwortet.

Corona-Impfung bei Krebspatienten: Klare Empfehlung der Uniklinik Düsseldorf

Was passiert, wenn das von einem Krebspatienten geschwächte Immunsystem mit einem mRNA-Impfstoff (zum Beispiel Biontech oder Moderna) oder einem Vektor-Impfstoff (zum Beispiel AstraZeneca oder Johnson & Johnson) konfrontiert wird? Dieser Frage stellten sich auch die Referenten der Düsseldorfer Uniklinik. Und sie waren sich einig: Eine Impfung sei unter diesen Umständen nicht gefährlich, „da es sich bei allen Corona-Impfstoffen nicht um Lebendimpfstoffe handelt“. Selbst die normalen Impfreaktionen würden nicht stärker ausfallen.

Daher wurde eine klare Empfehlung zur Impfung von Krebspatienten erteilt. Denn eine Covid19-Erkrankung könnte gefährliche Folgen für sie haben. Aufgrund ihres Tumorleidens müssten sie häufiger mit einem schwereren Verlauf rechnen.

Uniklinik Düsseldorf: Krebspatienten brauchen vielleicht eine dritte Corona-Impfung

Allerdings könnte bei bestimmten Krebspatienten in Zukunft sogar eine dritte Impfdosis sinnvoll sein, sagte Virologe Prof. Dr. Jörg Timm. Ein fortgeschrittenes Tumorleiden oder eine entsprechende Behandlung könnten das Immunsystem so stark schwächen, dass eine Impfung nicht die ausreichende Wirkung erzielt. Die Fachärzte hoffen aber darauf, dass der Impferfolg durch die zunehmende Verbreitung von Antikörper-Tests besser kontrolliert werden kann.

Kontakt zur Krebsberatungsstelle der Uniklinik Düsseldorf

Wer weiterführende Fragen zu dem Thema oder allgemein zu Krebserkrankungen hat, kann sich an die Krebsberatungsstelle der Uniklinik Düsseldorf wenden. Das Angebot gilt auch für Angehörige.

E-Mail: krebsberatungsstelle@med.uni-duesseldorf.de
Telefon: 0211 81-08444 (Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr)

Währenddessen zieht das Impftempo in NRW immer weiter an. So begann die Stadt Köln am Montag mit Impfungen in sozialen Brennpunkten. Erst kürzlich stellte NRW als Bundesland einen neuen Impfrekord für Corona-Impfungen an einem Tag auf. (bs)

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