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Zu Beginn der Pandemie kaufte NRW rund 500.000 Masken – für 9,90 Euro pro Stück

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Die Aufnahme einer FFP2-Maske.
Das Land NRW kaufte Masken zu einem hohen Preis (Symbolbild). © Daniel Karmann/dpa

Mittlerweile kann man in NRW medizinische Masken für Centbeträge erwerben. Zu Beginn der Corona-Krise schaffte das Land eine halbe Millionen teure Masken an.

Düsseldorf – Das Land NRW hat zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 bei einer Schweizer Firma eine Million KN95-Masken für je 9,90 Euro bestellt und letztlich 527.000 geliefert bekommen und 5,2 Millionen Euro dafür bezahlt. Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Die Schweizer Firma hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil die Tochter eines ehemaligen CSU-Politikers für sie ein ähnliches Masken-Geschäft mit der Bundesregierung eingefädelt hatte.

Wie das NRW-Gesundheitsministerium an den Landtag berichtet, kam der Tipp für die Masken ebenfalls aus München. Die damalige bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) habe ihren Düsseldorfer Kollegen Karl-Josef Laumann (CDU) auf eine Frau mit den Initialen „A.T.“ hingewiesen, die mit der Schweizer Firma in Verbindung gestanden habe.

Zu Pandemie-Beginn: NRW kaufte rund 500 000 Masken für je 9,90 Euro

Das Angebot für die Schutzmasken sei dem Ministerium dann nicht unmittelbar durch die Schweizer vorgelegt worden, „sondern durch Frau A.T.“ Der mit der Firma vereinbarte Preis von 9,90 Euro pro Maske sei „zwar hoch“ gewesen, so das Gesundheitsministerium – er habe sich „jedoch in einem für die damaligen Verhältnisse üblichen Rahmen“ befunden. Schutzmaterial sei auf dem Weltmarkt damals knapp geworden, die Krise im Kreis Heinsberg habe sich bereits zugespitzt und man habe „Gefahr für Leib und Leben“ abwenden müssen.

In NRW sind die Corona-Zahlen nach wie vor hoch. Das Land hat für die Stadt Düsseldorf die Notbremse angeordnet. Der Zoo und die Museen in Köln mussten am 12. April wieder schließen. (dpa/lnw)

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