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Corona in NRW: Keine kurzfristigen Öffnungen an Schulen – Laschet kündigt Lockerungen für Handel an

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Der Merkel-Plan vor dem Corona-Gipfel ist durchgesickert. Armin Laschet spricht von einem „bedeutendem Schritt“.
Der Merkel-Plan vor dem Corona-Gipfel ist durchgesickert. Armin Laschet spricht von einem „bedeutendem Schritt“. © Oliver Berg/dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kündigt nach dem Bund-Länder-Treffen Lockerungen im Einzelhandel an. Ab dem 8. März sollen Ladenbesuche mit Termin möglich sein.

Update vom 4. März, 8:24 Uhr: Die gestrige Bund-Länder-Beratung über die Corona-Maßnahmen zog sich bis in die Nacht hinein. Bei ihren Beratungen über die Corona-Maßnahmen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderregierungschefs in einer Videokonferenz vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März zu verlängern. Allerdings soll es, je nach Infektionslage, viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

Noch am frühen Morgen nach den Bund-Länder-Beratungen äußerte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, er sieht einen Perspektivwechsel in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Strategie heiße jetzt: Weg vom dauerhaften Schließen hin zu kontrollierter Sicherheit. In Nordrhein-Westfalen soll es ab dem 8. März weitere Öffnungsschritte für den Einzelhandel geben, darunter auch die Möglichkeit von Terminverabredungen für eine begrenzte Zahl von Kundenbesuchen im Laden.

Bundeseinheitlich sollen Buchläden, Blumenläden und Gartencenter wieder ab 8. März unter Hygieneauflagen öffnen können. Da NRW stabil bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke von 100 liege, sei hier auch die Terminverabredung im Handel möglich.

Corona in NRW: Keine kurzfristigen Öffnungen an Schulen – Gespräche mit Lehrverbänden

Während sich Laschet für Lockerungen im Handel ausgesprochen hat, deuten sich in NRW keine kurzfristigen weiteren Öffnungen an Schulen an. Dazu würden zunächst Gespräche mit Eltern- und Lehrerverbänden geführt, sagte der NRW-Ministerpräsident. „Details kann man dazu am heutigen Tag nicht sagen“, so Laschet. Die Zuständigkeit liege bei den Ländern. Daher sei über diese Frage nicht in der Ministerpräsidentenkonferenz entschieden worden.

Nach sechs Wochen Distanzunterricht waren am 22. Februar mehr als 800.000 Schüler in NRW unter verschärften Schutzvorkehrungen in die Klassen zurückgekehrt. Allerdings gilt das bislang nur für Grund- und Förderschüler der Primarstufe, die Wechselunterricht haben, sowie für Abschlussklassen, die auch in voller Stärke unterrichtet werden dürfen. (jaw/dpa)

Corona in NRW: Gibt es weitere Öffnungen? Laschet kündigt „bedeutenden Schritt“ an

Update vom 3. März, 11:23 Uhr: Wie geht es weiter in Nordrhein-Westfalen mit Blick auf die Corona-Pandemie? Wird es tatsächlich weitere Öffnungen geben oder müssen Gastronomen, Einzelhändler und weitere Branchen, die nach wie vor geschlossen sind, weiter ausharren? Bei den heutigen Bund-Länder-Beratungen wird die weitere Corona-Strategie Thema sein. Allerdings hatte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bereits vorab für weitere Öffnungen ausgesprochen und dafür plädiert, die Inzidenzwerte nicht als einziges Kriterium in Betracht zu ziehen.

Das Testen und das Impfen seien zwei weitere wichtige Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Allerdings gab es gerade beim Impfen zunehmend Vorbehalte gegen den Impfstoff der Firma Astrazeneca, auch in Köln wurden Hunderte Impftermine deshalb nicht wahrgenommen. Mittlerweile laufe es mit der Verimpfung des Astrazeneca-Wirkstoffes aber besser.

Im ARD-Morgenmagazin hatte Laschet am Mittwoch einen Kurswechsel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gesprochen „Das wird heute ein bedeutender Schritt sein, weil wir nicht nur auf den totalen Lockdown setzen, sondern weil wir neue Mittel hinzunehmen“, sagte der CDU-Vorsitzende am Mittwoch.

Wie es in Nordrhein-Westfalen weitergehen soll, wird Armin Laschet direkt nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch, deren Ende nicht genau absehbar ist, in einer Live-Pressekonferenz mitteilen.

Corona in NRW: Ministerpräsident befürwortet weitere Öffnungen

Update vom 2. März, 16 Uhr: Beim Bund-Länder-Gipfel am morgigen Mittwoch wollen die 16 Länderchefs gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere mögliche Lockerungen entscheiden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hält vorsichtige Öffnungsschritte für vertretbar: „Mit dieser großen Palette, Inzidenzwerte im Blick plus drei Bausteine Testen, Impfen, digitale Lösung haben wir die Möglichkeit, morgen auch zu vorsichtigen Öffnungen zu kommen“, sagte er am Dienstag nach einem Besuch eines Unternehmens in Moers.

Notwendig ist nach Auffassung von Laschet aber auch eine „Notfallbremse“. „Wir müssen für den Fall, dass die Werte wieder exponentiell steigen, auch wieder stoppen können und Öffnungen zurücknehmen“, erläuterte er und ergänzte: „Und wie wir das machen, ist noch in den Verhandlungen der 16 Länder.“ (dpa)

Corona in NRW: Armin Laschet will Öffnungen „ohne nur auf die Inzidenzwerte zu schauen“

Update vom 2. März, 11:15 Uhr: Armin Laschet hat sich kurz vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch für kontrollierte Öffnungen statt eines verlängerten Corona-Lockdown ausgesprochen. „Jetzt gilt: kontrollierte Sicherheit statt dauerhaftes Schließen. Wir brauchen eine ganze Breite an Schutzmechanismen, dann können wir auch zu vorsichtigen Öffnungen kommen“, sagte der NRW-Ministerpräsident dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Dabei sei es für Laschet wichtig nicht nur auf die Inzidenzwerte zu schauen. Demnach sollen für ihn nicht die „pauschale Kontaktreduzierung“, sondern „vorsichtige und gezielte Kontaktsteuerung sollten im Vordergrund stehen“. Damit das gelinge sollen digitale Möglichkeiten sowohl von Gesundheitsämtern als auch im Handel und in der Gastronomie genutzt werden.

Corona-Lockdown: Laschet will weiter auf Entwicklung schauen – „besonders sorgfältige Abwägung“ nötig

Zuvor mahnte Armin Laschet jedoch: „Die Pandemie erfordert eine besonders sorgfältige Abwägung. Es gilt weiter das Gebot der Vorsicht.” So sei es laut dem NRW-Ministerpräsidenten völlig klar, dass man weiter auf die infektiologische Entwicklung schauen müsse, um das Coronavirus zu bekämpfen. „Gerade die Mutationen sind eine neue Herausforderung. Die sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Schäden dürfen uns aber nicht kalt lassen”, sagte Laschet dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. (os)

Corona in NRW: Minister Laumann stellt weiteren Impfplan vor – „Wir wollen impfen, was das Zeug hält“

Update vom 1. März, 20:25 Uhr: Schon am Freitag hat das Land NRW, die Kommunen gebeten, bestimmten Personengruppen ein Impfangebot zu unterbreiten, heißt es in einer Mitteilung.

Corona in NRW: Diese Personen sollen jetzt ein Impfangebot bekommen

Corona in NRW: Ab dem 8. März erhalten weitere Gruppen ein Impfangebot

Über 750.000 Menschen gehören diesen Personengruppen insgesamt an, allein 275.000 sind es im Bereich Schule und Kita, teilt das Land mit. Personen unter 65 Jahren erhielten regelhaft Astrazeneca. Das Land setze dabei die neuesten medizinischen Erkenntnisse um und verschiebe die Zweitimpfung von der neunten auf die zwölfte Woche. Ende März sollen dann auch Personen mit einer Vorerkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung ein Impfangebot bekommen.

Corona in NRW: Laumann will „impfen, was das Zeug hält“

Update vom 1. März, 13:50 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am Montag in einem Pressebriefing über die weiter Impfstrategie informiert. Demnach sollen ab 8. März Grund- und Sonderschullehrer und Kita-Mitarbeiter geimpft werden. Auch den Hundertschaften der Polizei soll ein Impfangebot gemacht werden. „Wir wollen impfen, was das Zeug hält“, sagte Laumann.

Impfangebote bekommen nach Angaben von Laumann auch Mitarbeiter in Arztpraxen, Vorerkrankte und Menschen in der Pflegestufe fünf. (sk)

Corona in NRW: Ankündigung vom Familienminister – Personal in Kitas und Schulen soll ab 8. März geimpft werden 

Update vom 1. März, 12:30 Uhr:  Nordrhein-Westfalen startet am 8. März mit Impfungen für das Personal in Kitas und Schulen. Das kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Montag in Düsseldorf an. Stamp sprach von einem Befreiungsschlag für Beschäftigte und Familien. (dpa)

Corona in NRW: Wirtschaftsminister Pinkwart fordert Strategiewechsel im Lockdown

Update vom 1. März, 8:30 Uhr: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat sich für eine schrittweise Öffnung von Handel und Gastronomie im März ausgesprochen. Bis Ostern solle das dann auch für Ferienwohnungen und Hotels möglich sein, sagte er dem Handelsblatt (Sonntag). Es gebe inzwischen viele Werkzeuge der Pandemiebekämpfung, die „intelligentere Lösungen als pauschale Schließungen“, erlaubten.

Mit Blick auf die neuen Beratungen von Bund und Ländern am kommenden Mittwoch forderte Pinkwart einen bundesweit verlässlichen Öffnungsrahmen. Nach den für mehrere Branchen schon monatelangen Schließungen drohten „erhebliche Schieflagen in Wirtschaft und Gesellschaft“. Es brauche einen Strategiewechsel. (bs/dpa)

Corona in NRW: Arbeitgeberpräsident fordert Ende des Lockdowns – Ärztekammer warnt vor Lockerungen

Update vom 28. Februar, 13:20 Uhr: Vor den neuen Bund-Länder-Gesprächen zu den Corona-Einschränkungen am Mittwoch hat der Arbeitgeberpräsident von NRW einen Kurswechsel gefordert. Angesichts massiver wirtschaftlicher, sozialer und bildungspolitischer Schäden und nachlassender Akzeptanz in der Bevölkerung sei ein Verharren im Lockdown nicht mehr darstellbar, sagte Arndt Kirchhoff, Präsident von Unternehmer NRW, der Rheinischen Post (Montagausgabe). Mit Fortschritten bei der Impfung besonders gefährdeter Gruppen und einer Entlastung des Gesundheitssystems sei es Zeit für eine Neubewertung der Inzidenzwerte.

Mit „einseitigen Schließungen“ werde man nicht mehr weiterkommen, sagte Kirchhoff der Zeitung. Es brauche konkrete Schritte und Maßnahmen, um Ansteckungsrisiken zu verringern, die Nachverfolgbarkeit von Infektionen zu verbessern und damit wieder Öffnungen zu ermöglichen.

Diskussion um Corona-Lockdown: Ärztekammer warnt vor zu starken Lockerungen

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, warnte die Politik dagegen vor zu starken Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Öffnungen dürfe es „nur mit Vorsicht und Disziplin“ geben. Eine endloser Lockdown sei zwar keine gute Strategie. „Aber ein Kontrollverlust ist noch schlechter“, zitierte die Rheinische Post den Ärztekammer-Präsidenten. Zunächst solle beobachtet werden, wie sich die Öffnungsschritte in Schulen und Kitas auswirkten. (os mit dpa)

Corona in NRW: Düren schließt Moscheen wegen Fällen von britischer Mutation

Update vom 25. Februar, 20:10 Uhr: Nach dem Auftreten der britischen Mutation des Coronavirus sind in Düren alle fünf Moscheen geschlossen worden. In einer Moschee seien acht Fälle registriert worden, berichtete ein Sprecher der Stadt am Donnerstag auf Anfrage. Daraufhin sei zunächst die betroffene Moschee geschlossen worden.

Weil die Behörden befürchteten, dass Gläubige auf die übrigen vier Moscheen ausweichen und das Virus so weiterverbreiten könnten, seien die anderen Moscheegemeinden ebenfalls gebeten worden, ihre Gotteshäuser zu schließen. Dem seien sie auch nachgekommen. Der WDR hatte zuerst berichtet. (dpa)

Corona in NRW: Herbert Reul mit Corona-Mutation infiziert – nächster Mitarbeiter positiv getestet

Update vom 25. Februar, 14:45 Uhr: Die Corona-Infektion des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) zieht noch weitere Kreise: Sein Staatssekretär Jürgen Mathies (61), der wegen Kontakt zu Reul bereits seit dem 14. Februar in Quarantäne ist, ist nun auch positiv auf Covid-19 getestet worden. In den Tagen zuvor seien zwei Tests bei Mathies noch negativ ausgefallen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Am Mittwochabend habe ein Schnelltest positiv angeschlagen. Mathies gehe es den Umständen entsprechend gut, so der Sprecher. Durch die Gesamtumstände gehe man davon aus, dass das Ergebnis des Schnelltests korrekt ist. Der Staatssekretär ist nun weitere 14 Tage in Quarantäne. (os mit dpa)

Coronavirus NRW: Gesundheitsministerium weist Kritik zu „Impf-Chaos“ zurück

Update vom 24. Februar, 20:05 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat Vorwürfe eines Impf-Chaos durch eine Hochstufung von Berufsgruppen und Ersatzkandidaten für ausgefallene Impftermine zurückgewiesen. „Nicht alles, was nach Chaos aussieht, ist Chaos oder wäre vermeidbar gewesen durch eine intensivere Planung“, sagte Staatssekretär Edmund Heller am Mittwochabend im Gesundheitsausschuss des Landtages in Düsseldorf.

Er verwies auf verbindliche Vorgaben des Bundes bei der Priorisierung der Gruppen und zu beachtende Besonderheiten der einzelnen Impfstoffe wie Altersempfehlung und zu erwartenden Impfreaktionen. Maßgabe bleibe, dass Impfstoff möglich zügig gespritzt werden soll und dass keine Dosen verfallen sollen. Das sei manchmal keine leichte Wahl vor Ort.

Wie viele Impftermine wegen Vorbehalte gegen den Impfstoff von Astrazeneca ausgefallen sind, bezifferte Heller nicht. „Er schützt vor schweren Krankheitsverläufen und dem Tod.“ Die Wirksamkeit sei höher als die der Grippeimpfung. Jedoch machen den Angaben zufolge auch schwankende Lieferungen bei Astrazeneca Planungen schwieriger.

Heftige Kritik am Vorgehen der Landesregierung äußerten Abgeordnete der Opposition. Sie gebe ein schlechtes Bild ab, kritisierte Mehrdad Mostofizadeh (Grüne). Mit Änderungen bei der Priorisierung habe sie die „Büchse der Pandora geöffnet“, sagte Josef Neumann (SPD). Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der am Mittwoch seinen letzten Tag in Quarantäne hatte, wurde durch Heller vertreten. (jaw/dpa)

Corona in NRW: Herbert Reul lernt Tücken des Homeoffice kennen – zehn seiner Mitarbeiter sind infiziert

Update vom 24. Februar, 17:40 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul hat sich in einer E-Mail an alle Mitarbeiter gewandt. Wie er darin mitteilt, seien außer ihm „aktuell noch zehn weitere Kolleginnen und Kollegen aus meinem Ministerbüro und meinem Personenschutzkommando infiziert“. Das Schreiben von Montag liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Reul, der sich mit der britischen Corona-Mutation infiziert hatte und in Quarantäne ist, geht es nach eigenen Angaben „den Umständen entsprechend einigermaßen gut.“ Er habe nach wie vor mit grippeähnlichen Symptomen zu kämpfen, heißt es in der E-Mail. NRWs Innenminister führt seine Amtsgeschäfte momentan vom heimischen Wohnzimmertisch aus. Es sei „vielleicht gar nicht so schlecht, dass ich auf diese Weise auch einmal die Widrigkeiten kennenlerne, mit denen viele von Ihnen tagtäglich im Home Office zu kämpfen haben“, so Reul. (sk/dpa)

Corona NRW: Keine „blauen Briefe“ – Schüler können trotzdem sitzenbleiben

Update vom 24. Februar, 17:30 Uhr: Schüler in NRW müssen am Ende dieses Corona-Schuljahres keine „blauen Briefe“ fürchten. Sie können eine Klasse auch freiwillig wiederholen, ohne dass das auf die maximal zugelassene Verweildauer an der Schule angerechnet wird, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch mitteilte. Anders als im vergangenen Schuljahr könnten Schüler aber trotzdem sitzenbleiben, betonte die Ministerin. Es werde am Ende des Schuljahres „Versetzungsentscheidungen“ geben. Es würden aber erweiterte Nachprüfungsmöglichkeiten geschaffen. (dpa/lnw)

Coronavirus NRW: Schon ab März – 85.000 Corona-Impfungen pro Tag geplant

Update vom 24. Februar, 12:45 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sollen von März an 85 000 Corona-Impfungen pro Tag ermöglicht werden. Derzeit könnten schätzungsweise täglich 70 000 Impfungen erfolgen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Geimpft werde in den 53 Impfzentren und durch mobile Teams. Das Krankenhauspersonal impfe sich eigenständig. Derzeit plane das Ministerium, die bestehenden Impfzentren auszubauen sowie weitere Impfstellen und Schwerpunktpraxen einzurichten. Sondiert werde auch, ab wann die Hausarztpraxen in der Fläche in den Impfprozess integriert werden könnten. (dpa/lnw) 

Coronavirus NRW: Bald wird auch am Vormittag geimpft

Update vom 24. Februar, 12 Uhr: Die NRW-Polizei tauscht landesweit 400.000 Corona-Schutzmasken wegen möglicher Produktionsfehler beim Filtermaterial aus. Einen entsprechenden Bericht der Bild bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin des Innenministeriums. Seit Januar seien in Einzelfällen Fehler an den Masken aufgefallen, die die Schutzwirkung beeinträchtigen könnten. Die Polizeibehörden seien angewiesen, die Schutzmasken gegen fehlerfreie auszutauschen. Das Ministerium prüfe Schadenersatzansprüche gegen Hersteller. Einen Maskenengpass bei der Polizei gebe es aber nicht, sagte die Sprecherin.

Seit Anfang 2020 seien insgesamt rund vier Millionen Masken verschiedener Hersteller an die Behörden geliefert worden. Bei 10.000 Masken davon sei bei einer Laborüberprüfung eine verminderte Filterleistung festgestellt worden. Diese Masken seien erst gar nicht ausgegeben worden, sie würden derzeit eingelagert. Die 400.000 Masken, bei denen sich jetzt mögliche Mängel gezeigt hätten, seien landesweit an alle Polizeibehörden ausgegeben worden. Der Umtausch laufe derzeit noch. (jaw/dpa)

Coronavirus NRW: Corona-Impfungen auch am Vormittag

Update vom 24. Februar, 08:29 Uhr: In NRW soll bald auch vormittags geimpft werden. Die Impfzentren sollen unter Berufung auf die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein ab März auch am Vormittag geöffnet sein. Denn dann starte auch der Beginn der Zweitimpfungen.

Bisher sind die 53 Impfzentren in NRW meistens lediglich von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Die erweiterten Öffnungszeiten gehen aus einem Vertrag zwischen dem Land NRW und den Kassenärztlichen Vereinigungen hervor. Die Vereinbarung sehe grundsätzlich eine Öffnungszeit von 8 bis 20 Uhr vor – und zwar montags bis sonntags.

Coronavirus NRW: Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal ab März

Update vom 23. Februar, 08:55 Uhr: Die vorgezogenen Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal sollen in Nordrhein-Westfalen im März beginnen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstagmorgen in einem WDR-Interview an.

„Ich denke, dass wir damit in der ersten Märzhälfte beginnen“, sagte Laumann in dem Interview. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten vereinbart, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der Gruppe drei (erhöhte Priorität) in die Gruppe zwei (hohe Priorität) hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und Menschen über 70. Laumann räumte ein, dass die Hochstufung der Lehr- und Kitakräfte wegen der begrenzten Impfstoffmengen Auswirkungen auf das Impftempo für andere Gruppen haben werde. (os mit dpa)

Coronavirus NRW: „Unberechenbar und ungerecht“ – Eltern kritisieren Schulöffnungsstrategie

Update vom 21. Februar, 14:15 Uhr: Elternverbände haben die Schulöffnungsstrategie der nordrhein-westfälischen Landesregierung als unberechenbar und ungerecht kritisiert. In Abschlussklassen vollständige Präsenz der Schüler ohne Abstand zuzulassen, anderen Klassen aber zum Schutz der Gesundheit den Präsenzunterricht gänzlich zu verwehren, „ist nicht vermittelbar“, schrieben mehrere Verbände am Sonntag in einem offenen Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). „Sich um den Schutz der Lehrer aber nicht der Schüler zu kümmern, ist nicht akzeptabel“, hieß es weiter. Es sei auch nicht vertretbar, dass Schulen Freiheiten in der Organisation des Pandemiebetriebs bekämen, dabei aber weder unterstützt noch kontrolliert würden.

Die Verbände fordern die Einsetzung einer Arbeitsgruppe unter Führung Gebauers, die ein „grundsätzliches Konzept für eine verlässliche Schule in der Pandemie“ erarbeiten solle. Im Zentrum müsse stehen, wie die Kinder unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes „regelmäßig und gerecht in Präsenz beschult werden können“ und wie die ergänzende Hausarbeit dazu aussehen solle. „Unsere Geduld und Belastbarkeit sind am Ende“, hieß es weiter. „Nicht nur Ihr Haus hat die Pandemie unterschätzt.“

Nach sechs Wochen Distanzunterricht kehren in NRW mehr als 800 000 Schüler unter verschärften Schutzvorkehrungen am Montag in die Klassen zurück. Zunächst werden Grund- und Förderschüler sowie Schüler aus Abschlussklassen und Berufskollegs in den Präsenzunterricht zurückgeholt. Für die Grundschulen ist ein Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht in halbierten Klassenstärken geplant. Insgesamt kehrt rund ein Drittel der etwa 2,5 Millionen Schüler in NRW wieder in die Klassen zurück. Die Jahrgänge von Klasse 5 bis 9 oder 10 bleiben weiter im Distanzunterricht. (dpa/lnw)

Coronavirus NRW: „Helfende Hände“ – die Bundeswehr unterstützt NRW mit 1900 Soldaten

Update vom 21. Februar, 11:30 Uhr: Rund 1900 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr helfen derzeit in Nordrhein-Westfalen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. In landesweit 14 Corona-Impfzentren werden seit dem Anlaufen der Impfungen knapp 140 Kräfte für administrative und logistischen Unterstützung abgestellt. Das teilte der Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos, Stefan Heydt, auf dpa-Anfrage mit.

Wenn Städte und Gemeinden bestimmte Aufgaben zu Pandemie-Eindämmung nicht mehr mit eigenem Personal bewältigen können, können sie die Unterstützung der Bundeswehr beantragen. Davon werde laut Heydt reichlich Gebrauch gemacht. So werden etwa 900 Soldatinnen und Soldaten an 43 Gesundheitsämtern der insgesamt 53 kreisfreien Städte und Kreise in NRW eingesetzt. Vorwiegend helfen sie bei der Kontaktnachverfolgung und nehmen Abstriche.

Zudem leisten die sogenannten „helfenden Hände“ der Streitkräfte derzeit Dienst in vier Krankenhäusern sowie in vier Alten- und Pflegeeinrichtungen des Landes. Dort sind sie unter anderem für die Ausgabe von Essen verantwortlich, kümmern sich um die Senioren oder gehen mit ihnen spazieren. Darüber hinaus helfen 755 Soldatinnen und Soldaten in 422 Alten- und Pflegeheimen bei den Corona-Schnelltests. Geplant ist, dass die Bundeswehr demnächst medizinisches Fachpersonal wie Ärzte und Sanitäter für die Arbeit in Impfzentren abstellt. „Anträge aus Köln und Paderborn liegen bereits vor“, sagte Heydt. (dpa)

Coronavirus NRW: Land lockert ab 22. Februar Regeln für Hobbysportler und Hobbygärtner – Inzidenz sinkt kaum

Update vom 20. Februar, 16:45 Uhr: Nach den seit vergangener Woche bekannten, geplanten Corona-Lockerungen für Schulen, Frisöre und Fußpfleger in NRW ab Montag, 22. Februar, hat sich das Land entschieden die Corona-Regelungen für weitere Branchen und Gesellschaftsbereiche zu lockern. So werden in NRW die Corona-Regeln für Freizeitsportler, Hundeschulen und Gartencenter gelockert, genießen ebenfalls ab Montag wieder mehr Freiheiten. NRW hat sich für den Schritt einer weiteren Öffnung entschieden, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz diese Woche wieder leicht gestiegen war und auch die Zahl der Neuinfektionen nicht wesentlich sinkt. (lys)

Corona in NRW: erst ein Drittel des Geldes für Luftfilter von Schulen abgerufen

Update vom 19. Februar, 07:55 Uhr: Von der Landesregierung bereitgestellten Mittel für Luftfilter in Schulen wurden bis Ablauf des Programmes Mitte Januar weniger als ein Drittel abgerufen. Wie aus einem Bericht der Rheinischen Post hervorgeht, wurden bislang 222 Anträge mit einem Fördervolumen von 14,5 Millionen Euro bewilligt. Für das Programm hatte das Kommunalministerium von Ina Scharrenbach (CDU) im November 2020 rund 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nach Angaben eines Ministeriums-Sprechers werden derzeit noch einige Anträge geprüft.

Mit den Mitteln der Landesregierung sollten die Schulträger in der Corona-Pandemie wieder Räume und Sporthallen nutzen können, die nicht belüftet werden können. Dabei gehe es zum Beispiel um Kunsträume im Keller ohne Fenster, erläutert das Ministerium. „Luftreinigungsgeräte sind eine Ergänzung, kein Ersatz fürs Lüften in Klassenräumen“, heißt es dazu weiter aus Düsseldorf.

Basis für die Summe von 50 Millionen sei eine Abfrage bei den Kommunen im September 2020 gewesen. 73 Städte hatten damals Unterrichtsräume gemeldet, die für das Programm infrage kamen. (jaw/dpa)

Coronavirus NRW: Hunderte Impftermine nicht wahrgenommen – Debatte um Astrazeneca-Impfstoff verunsichert

Update vom 18. Februar, 07:31 Uhr: Allein im Landesteil Nordrhein sind laut NRW-Gesundheitsministerium im Zeitraum seit dem Impfstart am 10. Februar bis zum 15. Februar rund 600 Impftermine nicht angenommen beziehungsweise versäumt worden.

Das Zahl ergebe sich aus der Differenz von 18 103 geplanten und den 17 487 dann erfolgten Impfungen im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Das entspreche einem Anteil von etwa 3,4 Prozent, teilte eine Ministeriumssprecherin am Mittwochabend mit.

„Das zeigt: Es gibt offenbar nur sehr wenige, die nicht zu ihrem Impftermin mit Astrazeneca erscheinen“, erklärte die Sprecherin des Ministeriums. Einzelne Hinweise, dass die Impfbereitschaft mit Blick auf Astrazeneca tendenziell verhalten sei, scheinten sich nicht zu bestätigen. Nichtsdestotrotz werde das NRW-Gesundheitsministerium auch weiterhin für die Akzeptanz der zugelassenen Impfstoffe werben. Der zugelassene Impfstoff von Astrazeneca sei kein Impfstoff zweiter Klasse.

Nachdem nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff vermehrt über Nebenwirkungen und Impfreaktionen berichtet wurde, gibt es offenbar zunehmende Skepsis gegenüber dem Impfstoffes. (dpa)

Coronavirus NRW: Laschet will Grenze offen halten – neue Zahlen zu Mutationen

Update vom 17. Februar, 17:10 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bedeutung offener Grenzen für die heimische Wirtschaft untermauert. Mit Blick auf die relativ hohe Zahl von Infektionen mit mutierten Coronaviren in den Niederlanden und in Belgien sagte Laschet am Mittwoch in Köln, grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Experten und abgestimmte Maßnahmen samt Testungen an Grenzen seien wichtig. Zugleich verwies der CDU-Bundesvorsitzende aber auf die Bedeutung der Häfen Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen, wo Güter aus NRW im großen Stil umgeschlagen und in die Welt verschifft werden. Er werde „persönlich alles dafür tun, dass die Grenze offenbleiben kann“, sagte Laschet. (dpa/mo)

Coronavirus NRW: Innenminister Reul mit britischer Variante infiziert – neue Zahlen zu Mutationen

Münster – Laut einer Studie der Uniklinik Münster sind rund neun Prozent der Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen auf die als ansteckender geltenden Virusmutanten zurückzuführen. Darüber hat das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalens am Mittwoch informiert. Für die Studie sind 933 Proben (Stichtag 27. Januar 2021) ausgewertet worden, die laut des Ministerium weitestgehend als repräsentativ für die 53 Kreise des Landes gelten. Allerdings konnten nicht alle Kreise die gewünschte Anzahl von fünf bis sechs Proben pro 100.000 Einwohner liefern.

Coronavirus in NRW: neun Prozent der Infektionen laut Studie durch Mutanten ausgelöst

In 73 der geprüften Proben wurde die englische Variante B.1.1.7 entdeckt, in fünf die Mutante aus Südafrika. Die Variante aus Südamerika war bisher nicht vertreten. Laut Mitteilung treten die Virusmutanten eher in den Ballungsräumen auf. Ländliche Regionen, auch die Grenzregion zu den Niederlanden, seien weniger betroffen. „Unsere Daten deuten darauf hin, dass die Virus-Varianten weniger über die grenznahen Regionen als vielmehr durch überregionale Mobilität hinein in die Ballungsräume getragen werden“, sagt Alexander Mellmann, Direktor des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Münster und Leiter der Studie. Die Landesregierung hatte schon vor ein paar Tagen deutlich gemacht, eine Schließung der Grenzen Nordrhein-Westfalens zu den Nachbarländern nicht infrage kommt.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante des Corona-Virus infiziert. Ein PCR-Test hat am Dienstag die Corona-Infektion Reuls bestätigt, nachdem am Montag bereits ein Schnelltest angeschlagen hatte. Wie ein Ministeriumssprecher am Dienstag informierte, habe Reul nur „leichte Erkältungssymptome“. Er befinde sich weiter in Quarantäne und führe seine Amtsgeschäfte von zu Hause aus.

Coronavirus in NRW: Gesundheitsminister Laumann nach Kontakt mir Reul negativ getestet

Neben Reul befinden sich auch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker (parteilos), in Quarantäne. Reker hat nach Angaben der Stadt Köln zwar inzwischen das negative Ergebnis eines PCR-Tests bekommen. Dennoch bleibe sie in Quarantäne, da sie mit einem Menschen Kontakt gehabt habe, der mit „einer Virusvariante“ infiziert sei. Den Namen Reul nannte die Stadt in ihrer Mitteilung nicht. Reker hatte gemeinsam mit dem Minister am Donnerstag an einem Pressetermin bei der Kölner Feuerwehr teilgenommen.

Coronavirus in NRW: Gesundheitsminister Laumann bleibt in Quarantäne

Auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ist dem Kontakt mit seinem infizierten Kabinettskollegen Herbert Reul (beide CDU) negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch mit. Laumann bleibe aber dennoch weiterhin in Quarantäne.

Indes hat die Kölner Oberbürgermeisterin einen viel konsequenteren Weg bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gefordert. So sollte es ihrer Meinung nach erst nennenswerte Lockerungen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter Zehn geben.

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