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Einschränkungen für Ungeimpfte? Wuppertals OB fordert „2G“-Regel für NRW

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Uwe Schneidewind, der Oberbuergermeister der bergischen Großstadt Wuppertal.
Uwe Schneidewind und weitere Oberbürgermeister plädieren für die „2G“-Regel in NRW. © Political-Moments/Imago

Sind viele Aktivitäten in NRW bald nicht mehr für Ungeimpfte zugänglich? Wuppertals OB Uwe Schneidewind fordert die „2G“-Regel fürs ganze Land – und er ist nicht allein.

Wuppertal – Uwe Schneidewind (Grüne), der Oberbürgermeister von Wuppertal, fordert die sogenannte „2G“-Regel für seine Stadt und Nordrhein-Westfalen. Das würde bedeuten, dass nur noch geimpfte oder genesene Menschen zum Beispiel die Innengastronomie besuchen dürfen. Ein Test würde nicht mehr reichen. Bislang gilt aber genau das in NRW: Wer geimpft, getestet oder genesen ist („3G“), darf grundsätzlich zum Beispiel auch zu Veranstaltungen in Innenräumen.

Die oberbergische Großstadt ist von der aktuellen Corona-Welle besonders stark betroffen. Am Freitag hatte Wuppertal die höchste Inzidenz in ganz Deutschland.

Was bedeutet die „2G“-Regel?

Bei vielen Freizeitaktivitäten würden mit der „2G“-Regel nur Geimpfte oder Genesene Einlass erhalten. Im Gegensatz zu der aktuell geltenden „3G“-Regel würde somit ein negativer Corona-Test nicht mehr ausreichen. Diese würde wohl vor allem für Innenbereiche gelten.

Corona in NRW: Wuppertals OB Schneidewind sieht aktuelle Lage als „Pandemie der Ungeimpften“

Schneidewind sagte am Freitag: „Die Corona-Inzidenz in Wuppertal steigt heute auf 239 und erreicht damit einen traurigen Spitzenwert in Deutschland. Wie in den anderen NRW-Großstädten zeigt sich ein klares Ursachenbild: eine hoch aggressive Delta-Variante trifft auf eine Sozialstruktur mit überproportional engen Wohnverhältnissen, großen Familien und einer noch zu niedrigen Impfquote.“

Die Pandemie sei inzwischen zum großen Teil eine „Pandemie der Ungeimpften“, so der Politiker. Die Impfbereitschaft müsse erhöht werden. Darin sei er sich mit anderen Oberbürgermeistern einig. „Wir werden uns am Montag im Krisenstab kurzschließen, um zu diskutieren, was wir als Stadt noch Weiteres - neben den vielen Impfangeboten, die wir gerade auch an weiterführenden Schulen aufbauen, tun können, bis die Landesregierung mit verschärften Impfanreizen durch eine 2G-Regelung reagiert“, sagte Schneidewind. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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