Schülern „Stück Normalität zurückgeben“

NRW: Schulen öffnen wieder – Präsenzunterricht ab 31. Mai

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Die Schulen in NRW sollen wieder in den Präsenzunterricht wechseln (Symbolbild)

Ab dem 31. Mai sollen die Schulen in NRW wieder für Präsenzunterricht geöffnet werden. Der erste Schritt zurück zur Normalität, erklärt Schulministerin Yvonne Gebauer.

Update vom 19. Mai, 15:09 Uhr: Nordrhein-Westfalen will allen Schülern ab dem 31. Mai mit einer Rückkehr in täglichen Präsenzunterricht wieder etwas Normalität zurückgeben. Das betonte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Derzeit seien Schulen in der überwiegenden Zahl der Kreise und kreisfreien Städte in einem abwechselnden Betrieb aus Online- und Präsenzunterricht. Voraussetzung für wieder täglichen Präsenzunterricht für alle Schulformen sei eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Diese Kennziffer sei vielfach erreicht.

Schulen in NRW öffnen am 31. Mai: Weiterhin Hygienevorschriften, Masken- und Testpflicht

Bleibe es bei dem rückläufigen Inzidenzwert, könnten für die verbleibenden fünf Schulwochen bis zu den Sommerferien am 2. Juli alle Schüler wieder in den Klassenräumen unterrichtet werden. Die Inzidenz für NRW war am Mittwoch laut Robert Koch-Institut auf 79,9 Neuinfektionen weiter gesunken. Parallel dazu schreitet das Impfen laut Ministerin gut voran.

Hygienevorschriften, Masken- und Testpflicht sollten auch weiterhin in den Schulen gelten, betonte Gebauer. Seit Frühjahr werden Schüler und Lehrkräfte im Präsenzmodus zweimal pro Woche getestet. Nach mehreren Monaten mit weitgehenden Schulschließungen sei sie zuversichtlich, „dass wir Kindern und Jugendlichen ein Stück Normalität zurückgeben können“. Das Leid vieler Kinder und Jugendlichen – emotionale, psychische oder soziale Beeinträchtigungen infolge geschlossener Schulen und fehlender Begegnungen – bleibe oft verborgen. „Man kann es nicht messen, nicht grafisch abbilden, aber es ist da.“ (dpa)

NRW: Schulen öffnen wieder – Präsenzunterricht ab 31. Mai

Erstmeldung vom 19. Mai, 13:11 Uhr: Düsseldorf – Nach viel Unruhe für Schülerinnen und Schülerin sowie deren Lehrkräfte soll nun schnell wieder landesweit ganz auf Präsenzunterricht umgestellt werden. Kontinuierlich sinkende Werte bei den Corona-Neuinfektionen machen es möglich. Das verkündet Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag an.

Corona in NRW: Schulen wieder in Präsenzunterricht – dank stabilen Inzidenz unter 100

Ab dem 31. Mai heißt es für alle Schülerinnen und Schüler wieder Präsenzunterricht. Einzelheiten wollte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) im Anschluss mitteilen, heißt es weiter. Einschränkungen der Regelung gebe es jedoch nicht. Der Präsenzunterricht gelte für alle Schulformen und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

Corona in NRW: Schulen geöffnet – Jugendliche sollen vor den Sommerferien geimpft werden

Laschet will außerdem noch vor den Sommerferien Impfangebote für Schülerinnen und Schüler erreichen. Länder, die zuerst in die Ferien gingen, müssten auch zuerst mit Impfstoff für junge Menschen beliefert werden, sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag.

Ziel sei, möglichst viele Kinder noch vor den Sommerferien zu impfen, damit nach den Sommerferien noch mehr Sicherheit in den Schulen möglich sei. Auch für die Präsenz in Ausbildung und Studium im Herbst müsse über den Sommer die Impfung aller impfwilligen jungen Menschen sichergestellt werden.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA prüfe derzeit die Zulassung des Impfstoffs von Biontech für junge Menschen ab 12 Jahren, sagte Laschet. Wahrscheinlich werde die Zulassung für Jugendliche ab 12 Jahren noch in diesem Monat erfolgen. Dann müsse aber auch genug Impfstoff beschafft werden. In der kommenden Woche werde es erneut eine Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema Impfen geben.

Corona in NRW: Schulen wieder in Präsenzunterricht – Schulöffnung sei wichtig

Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW war am Mittwoch laut Robert Koch-Institut auf 79,9 Neuinfektionen weiter gesunken. Laschet betonte, Corona sei besonders für die Jüngeren eine langfristige Gefahr, auch in psychosozialer Hinsicht. Nach gut einem Jahr mit stark eingeschränkten sozialen Kontakten brauche es unbedingt wieder eine sichere Rückkehr in die Klassenzimmer. „Soziale Kontakte kann kein Bildschirm ersetzen, und deshalb ist der Präsenzunterricht so wichtig.“ Der solle nun in den fünf Wochen vor den Sommerferien für alle wieder kommen.

Corona in NRW: Schulen wieder in Präsenzunterricht – seit vielen Monaten ein Hin und Her

Unter den rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern in NRW und in den Lehrerkollegien dürfte die Ankündigung für Erleichterung sorgen - nach vielen Monaten mit oft kurzfristigen Wechseln hinein in die Schulen und wieder heraus. Nach der Bundesnotbremse ist Präsenzunterricht verboten in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165. Am Mittwoch lag nur noch Hagen über dieser Schwelle.

Unter einem stabilen Wert von 165 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist ein Wechselmodus aus Distanz- und Präsenzlernen vorgesehen. Zuletzt waren am Montag noch Schulen in zehn Kreisen und kreisfreien Städten im reinen Distanzunterricht. Ausnahmen galten dabei immer für die Abschlussklassen sowie für die Förderschulen, die im Präsenzunterricht bleiben konnten. (dpa/lnw)

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