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Trotz steigender Corona-Zahlen: NRW-Minister Andreas Pinkwart will weitere Lockerungen

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Corona: Minister Andreas Pinkwart (FDP) fordert Steuererleichterungen für Betriebe.
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) fordert Lockerungen. © Roland Weihrauch/dpa

NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart fordert trotz einer anbahnenden dritten Corona-Welle weitere Lockerungen. Als Grund dafür nennt er die Abnahme der Inzidenzwerte bei Geimpften.

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat sich in einem Interview für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen ausgesprochen – obwohl die Corona-Zahlen zurzeit wieder deutlichen steigen. Durch die Impfungen der über 80-Jährigen, der Vorerkrankten und der Pflegekräfte sei schon sehr viel erreicht worden, sagte Pinkwart am Freitag in dem Podcast 19 - die Chefvisite des Dub Unternehmer-Magazins aus Hamburg. „Das müsste jetzt nur auch von der Politik anerkannt werden“. Ministerpräsident Armin Laschet hatte am Freitag noch verlauten lassen, dass vorerst keine weiteren Lockerungen in NRW folgen werden.

Corona in NRW: Inzidenz bei geimpften Gruppen sinkt deutlich – Pinkwart „wir können uns mehr zutrauen“

In den geimpften Gruppen gebe es eine ganz massive Abnahme der Inzidenzwerte, so Pinkwart. Dadurch seien die Hospitalisierungsrate und die Sterberate geringer. „Können wir dann nicht auch mehr Freiheiten wieder zulassen? Das fehlt mir im Moment.“ Die Bürger erwarteten jetzt, dass man Einschränkungen der Berufs- und Gewerbefreiheit Schritt für Schritt aufhebe. „Viele können auch schlicht und ergreifend nicht mehr“. Angesichts der Tatsachte, dass die Impfungen in Deutschland eher schleppend voran gehen, dürften einige seine Aussagen ziemlich kritisch sehen.

Pinkwart forderte, mehr über die Therapien zur Bekämpfung von Corona-Erkrankungen zu sprechen. Es müssten Mediziner wieder zur Wort kämen, die mitteilen könnten, dass man heute mit Covid-Erkrankten ganz anders arbeiten könne als noch im vergangen Jahr. Die gesundheitlichen Risiken seien für viele nicht mehr in der Weise zu bewerten, wie das in der Vergangenheit der Fall gewesen sei. „Wir können uns als Zivilisation etwas mehr zutrauen, mit diesem Virus auch verantwortungsvoll umzugehen, und diese Debatte müssen wir viel stärker führen.“ (dpa)

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