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Viele NRW-Betriebe verstoßen gegen Corona-Verordnung – größtes Problem mit Masken

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Während der Corona-Krise gilt in Büros und an anderen Arbeitsplätzen die Masken-Pflicht.
Während der Corona-Krise gilt in Büros und an anderen Arbeitsplätzen die Masken-Pflicht. © picture alliance/Annette Riedl/dpa

Trotz anhaltender Pandemie hapert es in vielen Betrieben in NRW noch mit der Masken-Pflicht am Arbeitsplatz. Das ist das Ergebnis der jüngsten Arbeitsschutz-Kontrollen.

Düsseldorf/NRW – Rund 40 Prozent von 6073 kontrollierten Betrieben in Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen Monaten gegen die Corona-Arbeitsschutzverordnung verstoßen. Das geht aus einem Bericht von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an den Personalausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor, der das Thema am Dienstag auf seiner Agenda hatte.

Besonders häufig sei von Beschäftigten kein Mund-Nasen-Schutz getragen worden, heißt es in der Bilanz der vom 27. Januar bis zum 4. März erfolgten Kontrollen. Viele Mängel seien darüber hinaus bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge und der Gefährdungsbeurteilung zum betrieblichen Infektionsschutz aufgefallen. Was für ernsthafte Folgen ein Verstoß haben kann zeigte zuletzt der Fall einer Arzthelferin in Düsseldorf.

Corona-Verordnung für Arbeitsplätze: Betriebe halten sich an Home-Office-Empfehlung

Seit dem 27. Januar gilt die Corona-Arbeitsschutzverordnung. Sie verpflichtet Arbeitgeber unter anderem, Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten die Möglichkeit anzubieten, zuhause zu arbeiten (Home-Office), wenn keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen.

In rund 45 Prozent der überprüften Betriebe habe die Art der Tätigkeit das allerdings nicht erlaubt, berichtete Laumann. In rund 53 Prozent der Betriebe sei diese Option hingegen, wie rechtlich vorgeschrieben, angeboten worden. Nur in etwa einem Prozent aller aufgesuchten Betriebe sei Home-Office nicht oder nicht entsprechend den betrieblichen Möglichkeiten angeboten worden.

Corona-Verordnung für Arbeitsplätze: Verstöße bleiben ohne Folgen

Da die Corona-Arbeitsschutzverordnung keine bußgeldbewährten Tatbestände enthalte, seien auch keine Bußgelder verhängt worden und keine Verfahren anhängig, antwortete Laumann auf entsprechende Fragen der Opposition. Um die Einhaltung der Schutzverordnung zu kontrollieren, seien in NRW aktuell rund 200 Aufsichtsbeamte eingesetzt. Dafür seien andere, reguläre Kontrollen verschoben worden. (dpa)

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