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Delbrück: Verdacht auf Geflügelpest – 30.000 Junghennen müssen getötet werden

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Hühner im Stall
In Delbrück (Kreis Paderborn) müssen 30 000 Junghennen wegen Geflügelpest-Verdachts getötet werden. (Symbolbild) © Roland Weihrauch/dpa

Zehntausende Tiere mussten wegen der Gefügelpest in NRW bereits getötet werden. Nun trifft es einen Geflügelbestand in Delbrück.

Delbrück – Wegen des Verdachts auf Geflügelpest müssen in Delbrück 30 000 Junghennen getötet werden. Am Montagmorgen werde dies durch die Begasung mit Kohlendioxid geschehen, teilte der Kreis Paderborn am Sonntag mit. Bereits 2016 traf die Geflügelpest den Kreis hart. 200 000 Junghennen mussten damals getötet werden. 

Kreis Gütersloh: in Delbrück müssen 30 000 Hennen wegen Verdacht auf Geflügelpest sterben

Laut Geflügelpestverordnung müssen die Tiere im Seuchenbestand schon bei einem deutlichen klinischen Verdacht getötet werden. Zudem wird eine Überwachungszone um das vermutete Infektionsgeschehen eingerichtet, in der Hühner, Enten, Gänse und anderes Geflügel auf anderen Höfen in ihren Haltungen bleiben müssen.

Wenn das Friedrich-Löffler-Institut die Geflügelpest bestätigt, können die Schutzmaßnahmen verschärft werden.

Anfang März war es bereits an anderen Orten des Kreises Paderborn zu Geflügelpest-Fällen gekommen, auch dort mussten die Veterinäre einschreiten. So mussten zudem bereits über 20 000 Enten in einem Mastbetrieb in Versmold (Kreis Gütersloh) getötet werden, in einem anderen Fall 7000 Puten im Kreis Minden-Lübbecke.

Die grassierenden Geflügelpest könnte dazu führen, dass in einigen Regionen die Freilandeier knapp werden.

Geflügelpest in NRW: Übertragung auf Menschen generell möglich

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) rief die Bürger bereits Anfang März auf, dem örtlichen Veterinäramt Funde verendeter Wasser- oder Greifvögel zu melden. Später betonte das NRW-Umweltministerium, dass die Gefahr von weiteren Ausbrüchen noch nicht gebannt sei.

Eine Übertragung des Geflügelpestvirus auf Menschen sei grundsätzlich möglich, in Deutschland sei ein solcher Fall bislang aber nicht bekannt geworden.

In den betroffenen Beständen müssten die Tiere allerdings sowohl bei erwerbsmäßigen Geflügelhaltern als auch bei Hobbyhaltern schnellstmöglich getötet werden, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern.

Getötete Tiere in NRW: das Drama von Krefeld

Ein dramatischer Fall bei dem Dutzende Tiere ums Leben kam, dürfte vielen Nordrhein-Westfalen nach wie vor in Erinnerung sein. In der Silvesternacht 2019 setzen unerlaubt gestartete Himmelslaternen das Affenhaus des Krefelder Zoos in Brand setzten. 50 Affen sterben. Drei Frauen haben dafür die Verantwortung übernommen. (dpa/lys)

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