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Digitaler Impfpass in Apotheken: Welche Dokumente brauche ich?

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Von: Oliver Schmitz

Eine Person hält ein Impfbuch und ein Smartphone mit der CovPass-App in der Hand.
Der digitale Impfpass dient als Alternative zum Impfausweis (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

Geimpfte Personen können ihre Impfung gegen das Coronavirus mit dem digitalen Impfpass in Apotheken dokumentieren lassen. Welche Dokumente werden benötigt?

Köln – Der Ansturm war riesig: Als am 14. Juni die Apotheken in Nordrhein-Westfalen mit der Ausstellung des digitalen Impfpasses begonnen hatten, gab es mancherorts kein Halten mehr. Was muss man für die Ausstellung des digitalen Impfnachweises in Apotheken mitbringen?

Digitaler Impfpass: Alle Dokumente für die Abholung in der Apotheke – so funktioniert die Ausstellung

Wie Aponet berichtet, muss zur Erstellung des Impfzertifikats in Apotheken eine sogenannte Impfdokumentation sowie ein Lichtbildausweis mitgebracht werden. Das Personal gleicht dann die Informationen der beiden Dokumente miteinander ab. Da zum Beispiel der gelbe Impfpass kein amtliches Dokument ist, kann es dabei auch zu Abweichungen wie beim Wohnort oder auch Namen kommen. Wenn diese aber plausibel erklärt werden können, ist das unproblematisch. Nicht jede Apotheke stellt das Impfzertifikat derzeit aus.

Darüber hinaus muss man nachweisen, dass die Impfung gegen das Coronavirus in „räumlicher Nähe“ durchgeführt wurde. Was das genau bedeutet ist nicht näher definiert und liegt somit im Ermessen der jeweiligen Apotheke. Laut der ABDA (Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände) sind Ausnahmen dabei nur im gut begründeten Einzelfall möglich. Immerhin muss nicht jede geimpfte Person den Nachweis persönlich abholen. So können auch andere Menschen das Impfzertifikat für jemanden abholen – die entsprechenden Dokumente vorausgesetzt.

Digitaler Impfpass: Diese Informationen muss die Impfdokumentation enthalten

Die Informationen der Impfdokumentation müssen mit einer Unterschrift oder einem qualifizierten Siegel von der Person oder Einrichtung, die die Impfung durchgeführt hat, versehen sein. Dementsprechend können statt Namen und Anschrift der verantwortlichen Person auch Impfzentren, mobile Impfteams, Arztpraxen und Betriebsärzte genannt werden. Fehlt diese Information aber, wird man von der Apotheke an den jeweiligen Arzt oder die Impfstelle verwiesen.

Alle Informationen werden vom Apothekenpersonal genaustens geprüft. Sollte also ein begründeter Fälschungs-Verdacht vorliegen, dürfen die Mitarbeite die Ausstellung des Impfnachweises auch verweigern.

Impfzertifikate können auch ohne Smartphone ausgestellt werden – jede Einzelimpfung ist ein Nachweis

Auch wenn die Ausstellung des Impfnachweises vor allem zur Nutzung des digitalen Impfpasses gedacht ist, kann man diesen ebenfalls in nicht digitaler Form erhalten. Dabei stellt die Apotheke für jede einzelne Covid19-Impfung ein einzelnes Impfzertifikat als QR-Code aus. Geimpfte Personen gelten zwar erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung (oder einmalig bei Johnson & Johnson) als komplett geschützt, jedoch kann die Ausstellung auch bereits vor Ablauf der 14-Tage-Frist erfolgen. Das liegt daran, dass diese Informationen aufgrund des Datums in der jeweiligen App hinterlegt wird.

Darüber hinaus erhält man für jede einzelne Impfung auch ein eigenes Impfzertifikat. Das heißt die meisten komplett geimpften Personen haben nachher zwei. „In den Apotheken wird jede einzelne Impfung in ein digitales Zertifikat überführt“, erklärt Frank Eickmann, Pressesprecher des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg gegenüber Aponet. Übrigens wird dabei wirklich nur eine Impfung und nicht zum Beispiel eine überstandene Corona-Erkrankung zertifiziert.

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