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Digitalisierung an NRW-Schulen: Yvonne Gebauer will 18 Millionen Euro investieren

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NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) informiert auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf zur Digitalisierung der Schulen und zum Unterricht auf Distanz.
Yvonne Gebauer will die Digitalisierung an Schulen in NRW vorantreiben. © picture alliance/dpa | Fabian Strauch

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer möchte eine große digitale Bildungsoffensive starten. Neben Aus- und Fortbildungen stehet dabei auch der Ausbau der Netze im Fokus.

Düsseldorf – Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen sollen nach Aussagen von Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) künftig stärker im Bereich der Digitalisierung aus- und fortgebildet werden. „Wir haben allen Schulen je 1000 Euro Fortbildungsbudget zur Verfügung gestellt, ebenso wie einen pädagogischen Tag zur Fortbildung im Bereich der Digitalisierung“, sagte Gebauer dem Kölner Stadtanzeiger am Dienstag. Zusätzlich würden insgesamt 18 Millionen Euro für die digitale Bildungsoffensive in die Hand genommen. In NRW gab es nach Angaben des Bildungsministeriums im Schuljahr 2019/20 rund 4900 öffentliche Schulen.

Digitalisierung an NRW-Schulen: Lehrkräfte sollen mehr Aus- und Fortbildungen erhalten

Digitalisierung stehe auf ihrer Agenda weit oben, man müsse dazu aber auch die Verhältnisse kennen, sagte Gebauer. „Wir haben rund 200.000 Lehrkräfte in NRW, von denen ein Drittel über 50 Jahre und älter ist. Personen, die nicht mit der Digitalisierung aufgewachsen sind.“ Erst seit 2016 gebe es in der Ausbildungsordnung Vorgaben, die ein verpflichtendes Modul zur Digitalisierung vorsehen. Zudem sollen der Ministerin zufolge Ende 2022 alle Schulen an ein leistungsfähiges Netz angeschlossen sein. 2017 sei das bei 13 Prozent der Schulen der Fall gewesen, Ende 2020 bei mehr als 60 Prozent. In Düsseldorf wird der Glasfaserausbau bereits stark vorangetrieben.

NRW-Schulen in der Corona-Pandemie: Digitalisierung eines der größten Probleme

Schulleiter hatten im November in einer repräsentativen forsa-Erhebung als eines der größten Probleme in der Corona-Pandemie fehlende Digitalisierung genannt – also zu wenige Endgeräte und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Online-Unterricht. Wibke Poth, stellvertretende NRW-Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), sagte im Januar, insgesamt sei das Thema Digitalisierung „über Jahre verschlafen“ worden. Wenn ein Schüler nur via Handy am digitalen Unterricht teilnehmen könne, sei das natürlich nicht zufriedenstellend.

Aufgrund der Corona-Pandemie leiden auch viele Kinder und Jugendliche unter dem aktuellen Corona-Lockdown, deshalb fordert die Landeselternschaft der Gymnasien eine baldige Rückkehr zum Präsenzunterricht. (dpa)

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