1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

DLRG-Bilanz: 16 Menschen in NRW bisher ertrunken – zehn Badetote weniger als im Vorjahr

Erstellt:

Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) demonstrieren bei einem Pressetermin die Rettungsboote im Pichelssee.
Die DLRG hat eine Zwischenbilanz für das Jahr 2021 gezogen. © Carsten Koall/dpa

In NRW sind im laufenden Jahr 16 Menschen ertrunken. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres zählte die DLRG 26 Fälle.

Düsseldorf – In den ersten sieben Monaten des Jahres 2021 sind in nordrhein-westfälischen Gewässern mindestens 16 Menschen ertrunken. Wie aus der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht, waren dies zehn Ertrunkene (-38,5 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (26 Fälle).

Auch deutschlandweit gingen die Zahlen zurück. Ertranken 2020 bis Ende Juli noch 188 Menschen, waren es in diesem Jahr im gleichen Zeitraum 184. Der Anteil des bevölkerungsreichsten Bundeslands an der Zahl der Badetoten bundesweit sank von 13,8 auf 8,7 Prozent.

Badetote: NRW im Vergleich auf Platz fünf

Im Ländervergleich liegt NRW mit 16 Todesfällen auf Platz fünf. Spitzenreiter ist Bayern mit 29 Fällen vor Baden-Württemberg (23), Mecklenburg-Vorpommern (21) und Sachsen (18). „Die Zahl der Ertrunkenen ist zumeist sehr wetterabhängig. Das spiegelt sich in den erfassten Zahlen besonders mit Blick auf den Sommer wider“, sagte DLRG-Präsident Achim Haag.

Mehr als 75 Prozent der ertrunkenen Menschen in Deutschland starben in Seen und Flüssen. Dort seien in den wenigsten Fällen Rettungsschwimmer im Einsatz. Im Geschlechtervergleich bleiben die Männer mit 79 Prozent die größte Risikogruppe. Hauptgründe für das Ertrinken sind laut DLRG das Baden an unbewachten Abschnitten, Leichtsinn, Selbstüberschätzung und der Einfluss von Alkohol.

DLRG-Bilanz: Flutopfer nicht eingerechnet

Die Opfer der Flutkatastrophe, von der auch NRW besonders betroffen war, sind in der Zwischenbilanz der DLRG nicht erfasst. Hier lägen noch keine aktuellen Daten vor, wie viele Menschen in den Hochwassergebieten tatsächlich ertrunken seien. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant