1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Zons: Kirchendiebe bringen Beute zurück – samt Entschuldigungsschreiben

Erstellt: Aktualisiert:

Das zurückgebrachte Diebesgut der Kirche in Zons (Dormagen).
Die Diebe zeigten nach ihrer Tat Reue und brachten die gestohlenen Gegenstände wieder zur Kirche. © Polizei Rhein-Kreis Neuss

Unbekannte haben in Zons (Dormagen) Gegenstände aus einer Kirche geklaut. Doch dann meldete sich das Gewissen und sie gaben die Beute zurück – die Polizei nimmts mit Humor.

Dormagen – In Dormagen haben manche Diebe wohl doch ein Gewissen. Einen Tag nachdem aus einer Kirche im Ortsteil Zons mehrere Gegenstände gestohlen wurden, fanden die Gemeindemitglieder diese wieder vor dem Gotteshaus vor. Samt eines Entschuldigungsschreiben.

Dormagen: Unbekannte beklauen Kirche unter Alkoholeinfluss und begehen „schwerwiegenden Fehler“

Der Diebstahl geschah in der Nacht von Donnerstag (24. Juni) auf Freitag (25. Juni). Dabei brachen die unbekannten Täter zuerst in die Kirche ein und schnappten sich dann einige Dinge wie einen großen Kerzenständer und ein Kreuzweg-Bild. Am Freitag fiel den Gemeindemitgliedern dann das Verschwinden Gegenstände auf und sorgte für „großes Unverständnis“, heißt es in der Polizeimeldung.

Doch auch die Diebe konnten sich wohl anschließend nicht mehr mit ihrer Tat identifizieren und zeigten Reue. Denn wenig später wurden die vermissten Gegenstände sorgsam in Müllbeuteln verpackt am Kirchenschiff angelehnt wiederentdeckt. Mit dabei: Ein anonymer Brief der vermeintlichen Täter. In diesem „lesbar zerknirschten“ Schreiben an die Kirchengemeinde bitten die Unbekannten um Vergebung für diesen „schwerwiegenden Fehler“ bitten. Dieser soll unter dem erheblichen Einfluss von Alkohol geschehen sein. Dabei sicherten die Diebe mit schlechtem Gewissen auch zu, eine beschädigte Kerze bezahlen zu wollen. Wie genau das passieren soll, ließen sie aber wohl offen.

Kirche in Dormagen bestohlen: Polizei reicht Entschuldigung der Täter nicht aus – aber zeigt Humor

So gut es die Diebe mit der Rückgabe und Entschuldigung auch meinten, hat sich der Fall für die zuständige Polizei des Rhein-Kreis-Neuss damit noch nicht erledigt. Die Kriminalpolizei versucht die Identität der Unbekannten weiterhin herauszufinden und ruft diese dazu auf, sich mit einem Anruf zu der Tat zu bekennen. Dies würde bei einem späteren Strafverfahren auch berücksichtigt werden.

So oder so nimmt die Polizei die ganze Aktion dennoch auch mit etwas Humor. So beschreibt ein Pressesprecher die Rückgabe des Diebesguts als „ein schlimmes Erwachen“ bei den Tätern. Des Weiteren glauben die Beamten wohl, dass, auch wenn der Fall für sie noch nicht erledigt ist, zumindest Gott Nachsehen mit ihnen hat: „Während die Chancen auf himmlische Vergebung (nach hier vertretener Meinung) gut stehen, sind die Ermittlungen der eingeschalteten Kriminalpolizei damit noch nicht beendet.“

Ein ebenfalls kurioser Diebstahl ereignete sich vergangene Woche in Köln-Longerich: Männern wollten mit einem Kran zwei Fracht-Container klauen. (os mit ots)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant