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Tat in Dormagen: Mann in Gewerbepark niedergeschossen – Prozess in Hochsicherheitstrakt

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Prozessgebäude des Oberlandesgerichtes Düsseldorf.
Der Prozess findet aus Sicherheitsgründen im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf statt (Archivbild). © Olaf Döring / Imago

Ein 35-Jähriger soll einen Mann aus Köln in einem Gewerbepark in Dormagen niedergeschossen haben. Der muztmaßliche Schütze muss sich nun vor Gericht verantworten.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Weil er in einem Dormagener Gewerbepark einen Mann aus Köln niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt haben soll, muss sich ein wohnsitzloser Mann ab diesem Donnerstag um 10:00 Uhr vor Gericht verantworten. Das Verfahren des Landgerichts Düsseldorf wegen versuchten Totschlags findet im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts statt. Aus Justizkreisen hieß es, es werde ein Flucht- oder Befreiungsversuch befürchtet.

Prozess in Düsseldorf: Mann in Dormagen niedergeschossen – Täter wurde bei Verkehrskontrolle geschnappt

Der mutmaßliche Schütze war nach der Tat entkommen und der Polizei ein halbes Jahr später bei einer Verkehrskontrolle in Remscheid ins Netz gegangen. Im Handschuhfach seines Wagens befand sich eine halb-automatische Waffe. Der Georgier besaß auch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung.

Dormagen: Mann niedergeschossen – mutmaßlicher Täter wegen versuchtem Totschlag angeklagt

Nun muss sich der 35-Jährige wegen versuchten Totschlags, illegalen Waffenbesitzes und illegalen Aufenthalts verantworten. Bei der Tat in Dormagen sollen noch zwei weitere maskierte Männer beteiligt gewesen sein. Mehrere Zeugen hatten den Vorfall beobachtet und gehört, dass die Männer russisch mit georgischem Akzent gesprochen hatten. Nach dem Georgier war mit internationalem Haftbefehl gefahndet worden.

Prozess in Düsseldorf: Mann in Dormagen niedergeschossen – mutmaßlichem Täter drohen bis zu 15 Jahre Haft

Bisher habe sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert, hieß es bei Gericht. Für das Verfahren sind bis zum 22. September zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung muss der Angeklagten mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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