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Dormagen: Mann in Kiosk erschossen – dann brachte sich sein Mörder um

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Von: Johanna Werning

Wärmefolie liegt an dem Ort, an dem die Polizei einen zweiten Mann mit Schussverletzung entdeckt hat. Zuvor war ein 36 Jahre alter Mann in einem Kiosk in einiger Entfernung erschossen worden.
In Dormagen sind zwei Männer durch Schüsse gestorben. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. © Christoph Reichwein/dpa

In Dormagen (NRW) wurde ein Mann in einem Kiosk erschossen. Wenig später wurde der Tatverdächtige tot aufgefunden. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Dormagen – Ein 36 Jahre alter Mann ist am Freitag (30. September) in einem Kiosk in Dormagen, südlich von Düsseldorf, erschossen worden. Das teilte die Polizei in Düsseldorf mit. Zeugen der Tat hätten die Polizei alarmiert und sehr schnell Hinweise auf den mutmaßlichen Täter gegeben.

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Der als Verdächtiger gesuchte 55-Jährige wurde einige Stunden später rund einen Kilometer entfernt mit einer tödlichen Schusswunde im Kopf am Straßenrand in Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) entdeckt. „Gegen 17 Uhr wurde der Mann mit einer Schussverletzung auf dem Gehweg der Dr. Geldmacher Straße in Dormagen aufgefunden“, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Beide Männer waren für die Polizei keine Unbekannten.

Die Umstände deuteten beim 55-Jährigen auf einen Suizid hin, heißt es weiter. Neben dem 55-Jährigen sei eine Schusswaffe gefunden worden. Ob es sich dabei auch um die Tatwaffe der Erschießung des 36-Jährigen handelt, werde nun untersucht. Der 55-Jährige war noch reanimiert, später aber für tot erklärt worden.

Hinweis der Redaktion: 

Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111.

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Die erste Tat hatte sich in einem Kiosk im Dormagener Stadtteil Hackenbroich ereignet. Mehrere Menschen seien Zeugen der Erschießung des 36-jährigen Dormageners geworden. Der Bereich um den Kiosk wurde abgesperrt. Darin sicherten Kriminaltechniker Spuren. Später untersuchten sie auch einen Mietwagen, der davor geparkt war. Ob er bei dem Verbrechen eine Rolle gespielt hat, blieb zunächst unklar. Die Polizei hatte mit Dutzenden Beamten nach dem Schützen gefahndet. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz.

Die Hintergründe der Tat seien noch offen, hieß es. „Unter anderem wird auch ein möglicher Zusammenhang mit Schussabgaben vom heutigen Tag in Koblenz geprüft.“ Weitere Informationen könnte es ab Dienstag geben, heißt es weiter. (jw mit dpa und ots) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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