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Dortmund: Seniorin will 30.000 an Betrüger geben – Taxifahrer schreitet ein

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Das Dachschild eines Taxis leuchtet in der Dunkelheit.
Der Taxifahrer erkannte den Betrugsfall frühzeitig und rief die echte Polizei an. (Symbolbild). © picture alliance/Felix Hörhager/dpa

Ein aufmerksamer Taxifahrer hat eine Frau in Dortmund vor falschen Polizisten bewahrt. Die Betrüger hatten nach einem „Schockanruf“ 30.000 Euro gefordert.

Dortmund – Ein Taxifahrer hat in Dortmund verhindert, dass eine besorgte Seniorin 30.000 Euro Bargeld an falsche Polizisten aushändigt. Mit dem Geld sollte die Frau ihre Tochter vor einem angeblichen Gefängnisaufenthalt bewahren. Doch ihr Fahrer reagierte skeptisch und rief die echte Polizei.

Dortmund: Seniorin soll Tochter mit 30.000 Euro vor Gefängnis bewahren – Taxifahrer schreitet ein

Die Betrüger hatten sich am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und behauptet, die Tochter der 79-Jährigen sei bei einem Unfall im Stadtteil Derne schwer verletzt worden. Bezahle die Seniorin die 30.000 Euro nicht, werde die Tochter ins Gefängnis eingeliefert. Wie die Polizei am Mittwoch weiter berichtete, rief die Frau ein Taxi, um mitsamt Bargeld zu ihrer Tochter an die vermeintliche Unfallstelle zu eilen.

Dem Taxifahrer schilderte sie ihre Not, der erkannte die Betrugsabsicht und verständigte die echte Polizei. „Man liest doch immer wieder in der Zeitung von dieser Masche“, sagte der Taxifahrer der Polizei, „also habe ich auch sofort die 110 angerufen“. Zur Geldübergabe kam es dann nicht mehr.

Dortmund: Falsche Polizisten nutzen häufig „Schockanruf“

Betrüger arbeiteten häufig mit solchen „Schockanrufen“ über angeblich verunglückte Verwandte und bauten großen Zeitdruck und psychischen Druck auf, warnte die Polizei. Ältere Menschen würden besonders oft zur Zielscheibe.

In Werl hatte sich ein falscher Polizist das falsche Opfer ausgesucht: Er hielt eine echte Polizistin an und lieferte anschließend eine interessante Erklärung. (os mit dpa und ots)

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