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Dortmund: Blinder und todkranker Hund einfach ausgesetzt

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Von: Johanna Werning

Der Bealge Findus wird aus seiner Tierbox gehoben.
Der blinde und todkranke Findus hat nur noch wenige Woche © Tierschutzverein Arche 90 e.V.

Der blinde und todkranke Findus wurde „zum Sterben zurückgelassen“. Ein Tierschutzverein kümmert sich nun um den Beagle. „Er soll es so schön haben wie möglich“

Dortmund – Ein Tierschutzverein aus Dortmund teilt jetzt die emotionale Geschichte von Beagle Findus: Der süße Vierbeiner wurde in einer Tierbox ausgesetzt – zum Sterben. „Der Hund ist blind, hat deutliche Hautverletzungen und scheidet Eiter über Maul und Ohren aus. Er wurde mutmaßlich zum Sterben zurückgelassen“, teilt die Tierschutzorganisation Arche 90 e.V. mit. Der kleine Vierbeiner hat nur noch wenige Wochen zu leben. Der Tierverein will die kurze Zeit nun so schön wie möglich gestalten.

Dortmund: Blinder und todkranker Hund einfach ausgesetzt – Findus hat nur noch wenige Wochen

Anfang August wurde Findus – eingesperrt in einer Tierbox – nahe der Lindenhorster Straße 100 in Dortmund gefunden. Die Tierschutzorganisation Arche 90 e.V. nimmt den kleinen Vierbeiner bei sich auf. Bei der ersten Untersuchung dann die schlimme Diagnose: Der Hund, der Findus genannt wird, ist blind und todkrank. Der 17-jährige Rüde hat am ganzen Körper Entzündungen und Tumore. „Das ist nicht erst seit gestern. Der Hund hat schon lange gelitten“, so der Verein weiter

Die Tumore an Hoden, Milz und Lunge haben bereits Metastasen gebildet. Für Findus sieht es nicht gut aus. „Wir müssen mit den Ärzten genau überlegen, wie die weitere Behandlung aussieht“, erklärt Vereinsvorsitzende Heike Beckmann, „denn aufgrund der schweren Erkrankungen hat er leider nur noch ein paar Wochen zu leben – und die soll er so gut es geht genießen.“ Dabei machen die Ohren des Hundes dem Tierschutzverein ziemlich zu schaffen: „Die waren so schwer entzündet, das bereits Eiter herauslief“, so Beckmann weiter.

Dortmund: Blinder und todkranker Hund einfach ausgesetzt – Findus lebt jetzt auf Gnadenhof

Seine letzten Wochen verbringt Findus nun auf einem Gnadenhof für Hunde. „Er soll es so schön haben wie möglich“, betont Heike Beckmann, „er wird uns von selbst zeigen, wann er über die Regenbogenbrücke gehen möchte.“ Der kleine Hund bekommt jede Menge Schmerzmittel – damit er in seinem neuen und liebevollen Zuhause durchs Gras laufen, schnüffeln und fressen kann. Immerhin sind das die Lieblingsbeschäftigungen eines Beagles, so der Verein weiter.

Auch in anderen NRW-Städten kommt es zu ähnlichen Tier-Dramen. In Köln haben zwei Männer mit einem Taubenküken Fußball gespielt. Dabei wurde Alma so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später gestorben ist.

Dortmund: Blinder und todkranker Hund einfach ausgesetzt – Wer ist der eigentliche Besitzer?

In der Zwischenzeit sucht die Arche 90 nach dem eigentlichen Besitzer, der den blinden und todkranken Hund einfach ausgesetzt hat. „Durch Rücksprache mit dem Verein Tasso haben wir herausgefunden, dass der Hund ursprünglich aus Spanien stammt und wohl über eine Organisation an einen deutschen Halter vermittelt wurde.“ Demnach wurde Findus 2004 geboren und hieß ursprünglich „Curro“. Der Verein aus Dortmund sucht nun nach der Organisation. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Informationen zu sammeln, um Anzeige wegen Tierquälerei zu erstatten.“

Dabei sollen auch Zeugen helfen. Hinweise über den möglichen Täter können telefonisch oder per Mail an den Tierschutzverein gemeldet werden. Die Telefonnummer lautet 0231 8753 97. Eine Mail mit dem Betreff „Ausgesetzter Beagle“ kann an info@arche90.de geschickt werden. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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