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Clan-Razzia im Ruhrgebiet – Innenminister Reul lobt Arbeit der Ermittler

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Zwei bewaffnete Polizisten stehen vor einem Hauseingang, der abgesperrt worden ist.
In Bochum und Dortmund lief am Donnerstag eine Clan-Razzia. (Symbolbild) © Tim Oelbermann/Imago

In Dortmund und Bochum haben am frühen Donnerstagmorgen Einsätze gegen Clan-Kriminalität stattgefunden. Es gehe um Drogenhandel und Verstöße gegen das Waffengesetz.

Update vom 24. Juni, 16:52 Uhr: Nach einer Razzia im Ruhrgebiet gegen den Miri-Clan hat Innenminister Herbert Reul (CDU) die Arbeit der Ermittler gelobt. „Ein weiteres Mal geht der Rechtsstaat als Gewinner vom Platz“, sagte Reul am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei habe den Clan „ins Mark getroffen.“ Reul betonte: „Kriminelle Clans können sich nirgendwo sicher fühlen. Wer in Nordrhein-Westfalen in der organisierten Kriminalität unterwegs ist, den kriegen wir.“ Bei der Razzia hatte haben Ermittler am Donnerstag mehrere Mitglieder der kriminellen Führungsebene des Miri-Clans festgenommen. Der Staatsanwalt wirft ihnen bandenmäßigen Handel mit Kokain vor. (dpa)

Clan-Razzia im Ruhrgebiet – Kokain und Verstöße gegen das Waffengesetz

Erstmeldung vom 24. Juni, 12:45 Uhr: Dortmund – Der Kampf gegen die mögliche Clan-Kriminalität geht weiter. Bei einer Clan-Razzia im Ruhrgebiet haben Einsatzkräfte am frühen Donnerstagmorgen 21 Objekte in Dortmund und angrenzenden Städten durchsucht. Es gehe um bandenmäßigen Handel mit Kokain im zweistelligen Kilogramm-Bereich und Verstöße gegen das Waffengesetz, sagte eine Sprecherin der federführenden Polizei Dortmund. Auch in Bochum gab es Durchsuchungen. Zuerst hatte die Bild berichtet.

Dortmund und Bochum: Clan-Razzia im Ruhrgebiet

Der Einsatz richte sich gegen einen in Dortmund ansässigen Clan und weitere Tatverdächtige, sagte die Sprecherin weiter. Ziel sei, Beweismittel zu sichern und Tatverdächtige festzunehmen. Ob bereits Personen festgenommen wurden, sagte die Sprecherin nicht. Das Verfahren laufe bereits seit 2020. Erst vor gut zwei Wochen hatte es eine große Razzia gegen Angehörige eines anderen Clans unter anderem in Leverkusen gegeben.

Razzia im Ruhrgebiet: Polizei durchsucht Objekte des Miri-Clans

Die Polizei durchsucht mehrere Objekte des Miri-Clans und weiterer Tatverdächtiger. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Dabei handelt es sich um Objekte in Dortmund (18), Werl (2) und ein Objekt in Bochum. Laut Mitteilung wurden sieben Haftbefehle gegen die Führungsebene des Clans vollstreckt und Beweismittel gesichert. Gefunden wurden auch geringe Mengen an Drogen. Das Verfahren laufe bereits seit 2020. Am Donnerstagmorgen waren die Durchsuchungen und Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die Polizei kündigte weitere Informationen an.

Razzia im Ruhrgebiet – Reul sieht Clan-Kriminalität „größer und gefährlicher“ als bislang bekannt

NRW-Innenminister Herbert Reul hat das Thema Clankriminalität zu einem seiner Hauptthemen seiner Amtszeit gemacht. Allgemein ist die Lage in NRW aus Sicht des Ministeriums alarmierend. Das Phänomen sei „größer und gefährlicher“ als bislang bekannt, hatte Reul im August 2020 gesagt.

Update-Hinweis: Der Artikel wurde zuletzt am 24. Juni aktualisiert. Neuerung: Polizei kündigt weitere Informationen an.

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