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Mit Schlägen und Tritten: Partygäste in Dortmund wehren sich gegen Maßnahmen der Polizei

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Ein Schild POLIZEI an einer Polizeiwache.
Zwei Partygäste verbrachten die Nacht in Polizeigewahrsam (Symbolbild). © C.Hardt/FutureImage/IMAGO

Mit zehn Personen wurde in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund entgegen der Corona-Bestimmungen gefeiert. Als die Polizei kam, wurde Partygäste handgreiflich.

Dortmund – Die Polizei in Dortmund hat am Dienstabend eine private Feier mit insgesamt zehn Personen beendet. Die Beamten waren gegen 22 Uhr wegen einer Ruhestörung in ein Mehrfamilienhaus im Stadtteil Hombruch gerufen worden. Im Zuge der Überprüfung des 55-jährigen Wohnungsinhabers reagierten die Gäste, die ohne Masken und Abstand eine Party feierten, mit Unverständnis und Provokationen.

Ein 61-jähriger Dortmunder griff die Beamten plötzlich mit Schlägen und Tritten an, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Als die Beamten den Mann in Gewahrsam nehmen wollten, habe eine 51-Jährige versucht, ihn zu befreien und die Polizisten ebenfalls attackiert. Auch ein 56-Jähriger leistete Widerstand.

Dortmund: Polizei überwältigt renitente Partygäste mit Pfefferspray

Durch den Einsatz unter anderem von Pfefferspray konnten die Beamten die Personen überwältigen. Der 61-Jährige und die 51-Jährige verbrachten den Angaben zufolge die Nacht in Polizeigewahrsam. Die übrigen Gäste erhielten Platzverweise. Zwei Polizisten wurden bei dem Einsatz leicht verletzt, blieben aber dienstfähig.

Wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs, Widerstands, der versuchten Gefangenenbefreiung und Beleidigung bekamen die genannten Personen Strafanzeigen. Zudem wurden Verfahren wegen der Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet. Immer wieder muss die Polizei in NRW zu illegalen Partys ausrücken. In Köln-Kalk feierten 18 Personen in einem leerstehenden Gebäude. Noch heftiger wurde im Kreis Euskirchen gefeiert, wo die Polizei auf 200 Partygäste traf. (dpa/lnw)

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