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Trotz negativem Schnelltest: Besucher trägt Coronavirus in Dortmunder Klinikum

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Der Eingangsbereich des Klinikums Dortmund

Im Klinikum Dortmund hat es einen Corona-Ausbruch gegeben (Archivbild). © Bernd Thissen/dpa

Obwohl er einen negativen Corona-Schnelltest vorgelegt hatte, war ein Besucher des Dortmunder Klinikums offenbar infektiös und löste einen Ausbruch aus.

Dortmund – Ein Besucher mit falsch-negativem Schnelltest-Ergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch ausgelöst. Mittlerweile seien 26 Infektionen – 18 Patienten und acht Mitarbeiter – auf den Vireneintrag zurückzuführen, sagte ein Sprecher des Klinikums am Montag. Die Infizierten seien jedoch alle bisher entweder symptomlos oder durchlebten milde Verläufe. Die Ruhr Nachrichten hatten zuvor berichtet.

Corona in Dortmund: 300 Personen aus Klinik getestet

Der Besucher hatte den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche für einen Patientenbesuch ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorgelegt, sich aber anschließend als ansteckend mit dem Coronavirus erwiesen. 300 Patienten und Mitarbeiter waren in der Folge getestet worden.

Die Klinik warnt in diesem Zusammenhang davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen: „So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden“, sagte der Sprecher. Am Freitag musste die Polizei eine illegale Party in Dortmund-Hörde auflösen. Hier trug niemand Maske, Abstände wurden missachtet.

Corona: Klinik prüft mögliche Schwachstellen

Es sei aber nicht immer allen Besuchern vermittelbar, dass man auch mit negativem Schnelltest durchaus infektiös sein könne und daher eben nicht Vorsichtsmaßnahmen über Bord werfen dürfe. Auch im Haus prüfe man nun erneut mögliche Schwachstellen, die im Anschluss für weitere Ansteckungen auf insgesamt zwei Stationen gesorgt hätten, etwa Nachlässigkeiten beim Abstand in den Pausen der Mitarbeiter.

Schnelltests haben Fachleuten zufolge eine höhere Fehleranfälligkeit als die PCR-Tests. So hatte kürzlich der Virologe Christian Drosten im Podcast mit NDR-Info darauf hingewiesen, dass es eine Lücke beim Erkennen von Infektionen in der Frühphase gebe. (dpa)

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