1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Prozess um Dortmunder Wohnkomplex „Hannibal“ – war Eil-Räumung rechtens?

Erstellt: Aktualisiert:

Wohnkomplex Hannibal in Dortmund.
Das Wohngebäude musste vor gut vier Jahren auf Weisung der Stadt innerhalb von Stunden geräumt und durfte nicht mehr bewohnt werden. © Bernd Thissen/dpa

Über 700 Bewohner mussten 2017 den Wohnkomplex „Hannibal“ in Dortmund innerhalb von Stunden verlassen. Nun soll ein Gericht klären, ob dies rechtmäßig war.

Gelsenkirchen – Vier Jahre nach der Räumung des Dortmunder Wohnkomplexes „Hannibal“ im Eiltempo entscheidet ein Gericht, ob das Vorgehen damals rechtmäßig war. Die Stadt Dortmund hatte die rund 750 Bewohner angewiesen, innerhalb von Stunden ihre Wohnungen zu verlassen. Die Immobilie durfte auch nach der Räumung nicht mehr bewohnt werden. Die Kommune begründete das mit Brandschutzmängeln. Die Eigentümerin reichte Klage ein. Nun will das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen am Mittwoch (ab 11.00 Uhr) entscheiden, ob Räumung und Nutzungsuntersagung rechtmäßig waren.

Bewohner mit Koffern gehen am 21.09.2017 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) auf einen Parkplatz vor dem Hannibal-Hochhauskomplex.
750 Bewohner mussten den Wohnkomplex „Hannibal“ in Dortmund in kürzester Zeit verlassen. Die Räumung des Hochhauses wurde wegen Brandgefahr veranlasst. (Archivbild) © Marcel Kusch/dpa

Vom Ausgang des Verfahrens ist auch ein weiterer Streitfall abhängig. Die Stadt hatte der Eigentümerin Kosten der Räumung in Höhe von etwa 450 000 Euro in Rechnung gestellt. Auch dagegen zog die Eigentümerin vor Gericht. Eine Entscheidung darüber fällt aber zu einem späteren Zeitpunkt. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant