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Kurz vor Dortmund Hauptbahnhof: Täter beschädigen ICE-Scheibe – Fahndung mit Hubschrauber

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Von: Stefanie Knupp

Ein Intercity Express Zug (ICE) faehrt in den Bahnhof ein Hanau ein.
Die Polizei sucht nach einem oder mehreren Täter die einen fahrenden ICE beschädigt haben sollen. (Symbolbild) © IMAGO / Jan Huebner

20 Reisende mussten mitten in der Nacht aus einem ICE aussteigen. Kurz vor dem Dortmunder Hauptbahnhof wurde eine Außenscheibe beschädigt.

Dortmund – Am frühen Dienstagmorgen (23. Juni) ist es kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof Dortmund zu einem gefährlichen Zwischenfall an einem ICE gekommen. Wie die Bundespolizei mitteilt, sei um 1:40 Uhr ein Außenfenster von bislang unbekannten Tätern beschädigt worden. Einen Schreck in einem IC gab es Ende Februar. Dort hörten Bahnmitarbeiter bei Köln „schussähnliche Geräusche“ – der Fall gab Rätsel auf.

Dortmund: 20 Reisende müssen mitten in der Nacht aussteigen

Der ICE 2021 war auf der Strecke von Hamm nach Frankfurt am Main unterwegs und befand sich zum Tatzeitpunkt nur wenige Minuten vom Dortmunder Hauptbahnhof entfernt. „Im dortigen Bereich beschädigte mindestens eine Person eine Außenfensterscheibe des Zuges“, heißt es von der Polizei. Der Schaden sei an der äußeren Scheibe der Doppelverglasung eines Abteils entstanden.

Reisende informierten das Zugpersonal, das wiederum die Bundespolizei alarmierte. Um die Spuren sichern zu können, räumten die Einsatzkräfte den Zug. Die etwa 20 Reisenden mussten den ICE in Dortmund verlassen. Bei der Fahndung nach dem Täter oder den Tätern setzte die Polizei einen Hubschrauber und Polizeihunde ein – bisher ohne Erfolg. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Dortmund: Bundespolizei sucht Zeugen

Die Bundespolizei sucht jetzt nach Zeugen, die zur Tatzeit an der Bahnstrecke östlich vor dem Dortmunder Hauptbahnhof verdächtige Personen beobachtet haben. Zeugen können sich telefonisch mit der Bundespolizei in Verbindung setzen (Tel. 0800 6 888 000).

In Bochum mussten Anfang des Jahres rund 100 Personen einen ICE auf offener Strecke verlassen, da plötzlich Qualm aufstieg. In Köln wurden gar Bombenentschärfer auf den Plan gerufen: Zugpassagiere entdeckten einen verdächtigen Koffer. Doch die Einsatzkräfte fanden keine Bombe, sondern drei Kilo Marihuana. (sk/ots)

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