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Dortmund Hauptbahnhof: Mann fährt schwarz, hat aber 13.500 Euro in der Hosentasche

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Von: Johanna Werning

Das Gebäude des Dortmunder Hauptbahnhofs.
Am Dortmunder Hauptbahnhof wurde ein Mann ohne Fahrschein, aber mit 13.500 Euro Bargeld kontrolliert (Symbolbild) © Henning Kaiser/dpa

Am Hauptbahnhof Dortmund wurde ein Mann ohne Ticket erwischt, dafür hatte er 13.500 Euro in der Hosentasche. Erklären konnte er sich nicht.

Dortmund – Am Hauptbahnhof Dortmund kam es am Donnerstag, 22. Juli, zu einem kuriosen Polizeieinsatz. Ein Mann wollte mit dem Zug von Münster nach Dortmund fahren. Bei einer Fahrscheinkontrolle konnte der 33-Jährige keinen gültigen Fahrschein und keinen Personalausweis vorlegen. Die Polizei wurde eingeschaltet – bis dahin nichts Ungewöhnliches. Doch das sollte sich schnell ändern.

Dortmund Hauptbahnhof: Passagier ohne Zugticket aber mit 13.500 Euro Bargeld

Gegen 13:20 Uhr wurden die Polizisten zur RB 55 gerufen. Ein 33-jähriger Passagier wurde von einer Zugbegleiterin kontrolliert und konnte keinen Fahrschein vorlegen. Sie schaltete die Polizei ein, um ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Erschleichens von Leistungen einzuleiten.

Die Polizei brachte ihn in die Räumlichkeiten der Bundespolizei, um die Identität feststellen zu können. Bei einer Durchsuchung staunten die Beamten sicherlich nicht schlecht: Denn der 33-Jährige führte in seiner rechten Hosentasche ein loses Geldbündel mit sich. Rund 13.500 Euro kamen zum Vorschein. Wieso der Mann so viel Bargeld mit sich führte, konnte er nicht erklären. Immer mehr verstrickte er sich in fadenscheinigen Ausreden. Seine Begleitung sollte ihm dabei helfen – jedoch ohne Erfolg.

Dortmund Hauptbahnhof: Passagier mit 13.500 Euro Bargeld unterwegs

Zunächst gab der Mann an, in Dortmund ein Auto kaufen zu wollen. Eine Quittung über die Auszahlung konnte er jedoch nicht vorweisen. Auch seine Begleitung bestätigte die Ausrede nicht. Die Frau gab stattdessen an, wegen eines gemeinsamen Restaurantbesuches in Dortmund zu sein.

Der Mann mit dem großen Batzen Geld verstrickte sich mehr und mehr in Widersprüchen. Klare Angaben, woher das Bargeld kommt, konnte er nicht machen.

Dortmund Hauptbahnhof: Dubiose 13.500 Euro Bargeld – Passagier wegen Betrügereien polizeibekannt

Dann die nächste Überraschung: Bei der Überprüfung der Identität kam eine Ausschreibung des Amtsgerichts Düsseldorf zum Vorschein. Doch damit nicht genug: Der 33-Jährige ist bereits aufgrund diverser Betrugsdelikte polizeibekannt. Erst kürzlich sei er wegen Betruges in Untersuchungshaft gewesen. Zusätzlich wurde er wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

Der hohe Geldbetrag sei darum von der Bundespolizei erst einmal beschlagnahmt worden – zum Missfallen des 33-Jährigen. Im weiteren Verfahren werden Ermittlungen zur Herkunft des Geldes getätigt. In Köln hat die Bundespolizei einen Toyota-Fahrer mit über 900.000 Euro Bargeld. (jw mit ots)

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