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Dortmund: Männer klettern aus „Bierlaune“ auf Kran - Schaulustiger greift Polizei an

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Baustelle hinter der Dortmunder U mit Kränen
Hinter dem berühmten Dortmunder „U“ stehen Kräne – es wird gebaut. © Hans Blossey / Imago

Höhenretter der Feuerwehr haben in Dortmund drei Männer von einem Kran geholt. Derweil behinderten 250 Schaulustige die Rettungsarbeiten. Einer verletzt sogar zwei Beamte.

Dortmund – Rettungskräfte: Gerade in den Tagen der Flutkatastrophe mit so vielen Toten und noch unzähligen Vermissten in NRW und Rheinlandpfalz gefragt wie nie. Umso wütender macht da dieser Einsatz, von dem die Polizei aus Dortmund berichtet.

Dortmunder „U“: Männer klettern auf Kran – „aus einer Bierlaune“

Am Samstagmorgen schlugen Zeugen Alarm – sie hatten auf einem etwa 30 Meter hohen Baukran „Spaziergänger gesichtet“, so die Polizei. Angesichts der Höhe reagierten die Kran-Kraxler nicht auf Kontakt-Versuche der Polizei. Die musste schließlich die Höhenretter der Feuerwehr Dortmund alarmieren.

Drei Männer holten die Feuerwehrleute von dem Baukran in der Nähe des berühmten Dortmunder „U“. Der Grund des Ausflugs der drei Dortmunder: „eine Bierlaune“. Die nun ziemlich teuer werden könnte. Der unsinnig verursachte Einsatz wird den Kletter-Kerlen voraussichtlich in Rechnung gestellt. Die Polizei: „Die Höhenretter der Feuerwehr werden nicht begeistert sein, sich für eine Bierlaune in gefahr gebracht zu haben.“

Dortmund: Kran-Alarm – besoffene Schaulustige behindern Rettungsarbeiten

In Gefahr brachte die Rettungsmannschaft auch eine Gruppe von etwa 250 Schaulustigen, die sich am Ort des Einsatzes zusammengerottet hatte. Auch sie vom Alkohol benebelt und augenscheinlich am Rande der geistigen Leistungsfähigkeit. Ein Besoffener versuchte sogar, den Bauzaun umzuwerfen, um zum Kran zu gelangen. Als die Polizei dagegen vorging, wehrte sich der Mann erheblich.

Kran-Rettung Dortmund: Schaulustiger verletzt Beamte – eine Polizistin dienstufähig

Die Bilanz: Zwei Einsatzkräfte wurden verletzt, eine Beamtin „musste sich in ärztliche Behandlung begeben und war nicht mehr dienstfähig“, so die Polizei Dortmund. Auch der Zaun-Zampano wird seinen Auftritt bitter bereuen - ihn erwartet eine Anzeige wegen Widestands gegen Vollstreckungsbeamte. (kem/ots)

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