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Dortmund: Moschee erhält NSU-Drohbrief – Staatsschutz nimmt Ermittlungen auf

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Von: Mick Oberbusch

Moschee, Polizisten (Montage).
Am 14. April hat eine Moschee in Dortmund einen Drohbrief mit rechtsextremistischen Inhalten erhalten (Montage). © dpa/Rohland Weihrauch & biky/Imago

Eine Moschee in Dortmund hat am 14. April einen Drohbrief mit rechtsextremistischem Hintergrund erhalten. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Dortmund – Die Sultan Ahmet Camii Moschee an der Ofenstraße in Dortmund hat am 14. April einen Drohbrief mit strafrechtlichen Inhalten erhalten. Das erklärte Volkan Baran, SPD-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Dortmund II auf Facebook. „Ich bin wütend und fassungslos. Heute Morgen fanden die Gemeindemitglieder Drohschreiben in ihrem Briefkasten, nachdem dieses Jahr bereits zweimal Hakenkreuzschmierereien an der Moschee aufgetaucht waren“, so Baran in einem emotionalen Post.

Dortmund: Moschee an der Ofenstraße bedroht – auch rechtsextreme Attacken auf andere Moscheen

„Vorangegangen waren aber auch rechtsextreme Attacken auf andere Dortmunder Moscheen. Mich macht das wütend, denn es verbreitet ein Gefühl der Unsicherheit unter Dortmunderinnen und Dortmundern mit muslimischem Glauben“, schreibt er weiter. Wie die Polizei Dortmund berichtet, befanden sich in dem Brief mehrere Zettel mit rechtsextremistischem Hintergrund. Zugleich würden Bedrohungen und Beleidigungen ausgesprochen, auf einem Zettel sei zudem der Aufdruck „NSU 2.0“ zu lesen.

Polizei Dortmund erhöht Präsenz an Moschee in Dortmund – „Nehmen Bedrohung sehr ernst“

„Die Polizei Dortmund nimmt diese Bedrohung sehr ernst und steht in einem ständigen Austausch mit den Verantwortlichen der Moschee“, erklärt die Behörde und gibt zudem an, die Präsenz zu erhöhen. „Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Der Brief wurde sichergestellt und wird jetzt kriminaltechnisch untersucht. Im Bereich der Moschee wurde die polizeiliche Präsenz erhöht. Bereits vor einiger Zeit hatte es an dieser Moschee Hakenkreuz-Schmierungen gegeben. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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